Paartalbahn Nachrichtenarchiv 2006

Fahrplanänderungen ab 10.12.2006 Was ist neu, was ändert sich? 12-12-2006
Ab Sonntag, den 10.12.2006 gilt der neue Jahresfahrplan 2006/2007. Aufgrund geänderter Zugfahrpläne und neuer Unterrichtszeiten mussten in vielen Fällen auch die Busfahrpläne angepasst werden. Das Zugangebot auf der Paartal-Bahn bleibt weitestgehend unverändert. Bei einzelnen Zügen wird die Abfahrts- und Ankunftszeit geringfügig geändert. Die RegionalBahn am Nachmittag, die bisher um 16.28 Uhr in Augsburg Hbf abfuhr, beginnt im neuen Fahrplanjahr bereits um 16.21 Uhr in Augsburg Hbf und kommt um 16.58 Uhr in Aichach Bahnhof an..Alle Fahrplanänderungen sind in der elektronischen Fahrplanauskunft bereits berücksichtigt. Um die neuen Fahrpläne zu erhalten, genügt es, ein Datum ab dem 10.12. einzugeben. Die wichtigsten Änderungen hier. Was-ist-neu 2007

Regio-Takt rückt näher 08-11-2006
Augsburg -  Es war eines der größten Ausschreibungsprojekte im bayerischen Schienenverkehr: Das Netz um Augsburg herum wurde im vergangenen Jahr vom Freistaat Bayern, zuständig für den Schienennahverkehr, ausgeschrieben. Denn inzwischen kommt nicht nur die Deutsche Bahn als Dienstleister in Frage. Die Paartalbahn über Aichach bis nach Eichstätt ging etwa an die Bayerische Regiobahn, eine Tochter der Veolia. Die beiden anderen ausgeschriebenen Netze gehen an die Deutsche Bahn. Heute wird der Vertrag unterzeichnet. Im Auftrag des Wirtschaftsministeriums regelt die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) die Ausschreibungen. "Weil die Ausschreibungen im Raum Augsburg so umfangreich waren, wurden sie dreigeteilt", so BEG-Geschäftsführer Fritz Czeschka. Letztlich handelt es sich um 8,9 Millionen Zugkilometer pro Jahr - ein beachtlicher Teil der Fahrleistung in Bayern insgesamt. Die Bahn hat den Zuschlag bekommen für das "Dieselnetz I Augsburg" mit den Strecken nach Landsberg/Bad Wörishofen. Los soll es Ende 2007 gehen. Das "E-Netz Augsburg" mit der Achse München - Augsburg - Ulm sowie der Strecke nach Donauwörth/Aalen/Treuchtlingen. Die Ausschreibung erfolgte gemeinsam mit Baden-Württemberg. Der Betriebsstart erfolgt stufenweise Ende 2008 bis 2009. Das "Dieselnetz II Augsburg" (die Paartalbahn über Aichach/Ingolstadt bis Eichstätt und die Ammerseebahn über Weilheim nach Schongau) ging wie berichtet an den Veolia-Konzern, der bereits zahlreiche Bahnen in Deutschland betreibt, darunter die Bayerische Oberlandbahn im Süden von München. Ende 2008 soll der Betrieb mit neuen klimatisierten Niederflur-Wagen auf der Ammersee-Bahn starten. Doch auch die Bahn wird neue Fahrzeuge einsetzen. Sie sollen klimatisiert, niederflurig und teilbar sein. Bei der Vertragsunterzeichnung heute in Augsburg sollen auch erstmals Einzelheiten zu den neuen Triebwagen bekannt gegeben werden. Die nun folgende Umsetzung der Ausschreibungsprojekte ist Voraussetzung für den S-Bahn-ähnlichen Regio-Schienen-Takt in der Region, bei dem in Spitzenzeiten jede Viertelstunde ein Zug in die Umlandstrecken starten soll. Durch die Ausschreibungen werden 800 000 Zugkilometer mehr im Schienennahverkehr um Augsburg herum gefahren werden. Das entspricht einem Plus von 18 Prozent. Langfristig soll der Bahnhof zum Drehkreuz zwischen den öffentlichen Verkehrsmitteln werden.

Veolia Verkehr Regio GmbH fährt bald auf der Paartalbahn  23-10-2006
Ab 2008 wird die Veolia Verkehr Regio GmbH den Zugbetrieb auf der Ammerseebahn, der Paartalbahn, der Pfaffenwinkelbahn und auf Teilen der Linie Ingolstadt-Eichstätt übernehmen. Zunächst werden ab Dezember 2008 die Strecken von Augsburg über Geltendorf und Weilheim nach Schongau durch die Bayerische Regiobahn GmbH, ein Unternehmen der Veolia Verkehr-Gruppe, bedient. Ein Jahr später kommen die Strecken von Augsburg nach Ingolstadt und in Teilen von Ingolstadt zum Eichstätter Stadtbahnhof hinzu. Kern des Netzes ist Augsburg, in dessen Umland der Freistaat Bayern den so genannten Regio-Schienen-Takt einrichten wird. Die Bayerische Regiobahn GmbH, eine Schwester der Bayerischen Oberlandbahn GmbH in Holzkirchen, wird den Hauptanteil des S-Bahn-ähnlichen Verkehrs in und um Augsburg erbringen. Nach dem endgültigen Fahrplankonzept wird Veolia Verkehr im Augsburger Raum eine Verkehrsleistung von etwa 2,7 Mio. Zugkilometern im Jahr mit neuen Triebwagen erbringen, was rund 2,6 Prozent des gesamten Schienennahverkehrs im Freistaat entspricht. "Wir werden alles daran setzen, das in uns gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen", hebt Veolia-Verkehr-Regionalleiter und Geschäftsführer der Bayerischen Regiobahn Heino Seeger hervor. "Die Aufgabe für meine Mannschaft besteht nun darin, die Betriebsaufnahme in Augsburg gründlich vorzubereiten, um im Dezember 2008 pünktlich und zuverlässig an den Start gehen zu können. Dazu zählen beispielsweise die Auswahl und Ausbildung von Personal und die Einrichtung einer Werkstatt, in der die Züge gewartet werden." In Bayern ist Veolia Verkehr bisher mit der Bayerischen Oberlandbahn von München nach Süden und dem Busbetrieb Griensteidl in Gröbenzell bei München vertreten.

Steine in Friedberg auf die Gleise gelegt 11-10-2006
Friedberg - Im schlimmsten Fall hätte die Paartalbahn entgleisen können. Dies will die Bundespolizei in Augsburg nicht ausschließen. Doch der Zugführer konnte gestern noch rechtzeitig bremsen, als er im Stadtgebiet Friedberg Steine auf den Gleisen bemerkte. Mehrere Schottersteine sowie ein großer Steinquader lagen nahe der Bahnunterführung an der Münchner Straße im Weg. Gegen 8.30 Uhr war deshalb eine außergewöhnliche Bremsung auf freier Strecke nötig. Die Bundespolizei in Augsburg ermittelt nun strafrechtlich wegen "gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr" und bittet mögliche Zeugen, sich unter Telefon 08 21/3 43 56-0 zu melden.

Noch keine Planung für ein zweites Gleis zwischen Dasing und Friedberg 07-10-2006
Augsburg - Die Zeichen für den Region-Schienen-Takt in der Region stehen auf Halt, die Zukunft eines modernen Nahverkehrssystems in der Stadt Augsburg und den Kreisen Augsburg und Aichach-Friedberg und einem S-Bahn-ähnlichen Verkehr auf der Paartalbahn ist ungewiss. Deshalb werde die Politik weiter Druck machen, erklärte der Augsburger OB Dr. Paul Wengert nach der Stadt-Umland-Konferenz. "Wir weichen kein Jota zurück."
Paket 1: Bei der Umsetzung des inzwischen aktualisierten regionalen Nahverkehrsplanes sind Freistaat und Bund gefordert. Relativ sicher scheint laut Wengert das erste Maßnahmenpaket. Es enthält den Bau des neuen Bahnsteigs F am Augsburger Hauptbahnhof, weitere Umbauten, zudem neue Signaltechnik. Kosten: 19,8 Millionen Euro.
Paket 2: Das zweite Paket umfasst den Bau eines Wendegleises nördlich von Augsburg-Oberhausen und den Bau eines Doppelspurabschnittes auf der Paartalbahn im Bereich Friedberg/Dasing (Kosten: 32 Millionen Euro). Zwar hat Bayerns Wirtschaftsminister Huber in einem Brief vom September bestätigt, dass beide Maßnahmen zu einem 52-Millionen-Paket gehören, doch laut Wengert gibt es dafür weder Planungen noch Zeitvorgaben. Dr. Arno Ruile vom Augsburger Verkehrsverbund (AVV) bezeichnet die Finanzierung als "noch nicht definitiv sicher". Für die Region Aichach/Friedberg bedeutet der Regio-Schienen-Takt auf der Paartalbahn und die Durchbindung der Züge bis zum Bahnhof in Oberhausen eine deutliche Verbesserung und eine S-Bahn-ähnliche Augsburg-Anbindung. Bis Friedberg soll alle Viertelstunde ein Zug fahren, in Aichach hat der Fahrgast dann alle halbe Stunde eine Verbindung.
Paket 3: Noch schlechter schaut es bei Paket drei aus: Der Bau eines dritten Gleises auf der Strecke Augsburg-Donauwörth (im Bereich Langweid-Meitingen) und auf der Strecke Augsburg-Ulm. Für den OB steht und fällt der Regio-Schienen-Takt mit diesen dritten Gleisen: "Das kann nicht an diesen paar Kilometern scheitern, während man für den Transrapid 300, 400 oder noch mehr Millionen bereitstellen will."
Paket 4: Keine Probleme scheint es mit einem 15-Minuten-Takt Mering-Augsburg zu geben, wenn der viergleisige Ausbau nach München fertig ist.
Umsetzung: Die Region habe ihre Hausaufgaben gemacht, jetzt müssten auch die Partner ihre Aufgaben erfüllen, so Wengert: "Wir gehen nicht hinter einen sauberen 15-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten und einen 30-Minuten-Takt zu den anderen Tageszeiten zurück. Der drittgrößte Ballungsraum Bayerns braucht dies ganz dringend." Dass es ohne die Baumaßnahmen (Paket eins, zwei und drei) keinen vernünftigen Takt geben werde, bestätigt auch der AVV. Entscheidend sei der Bahnsteig F am Hauptbahnhof Augsburg, so Ruile. Realistisch angestrebt werden könnte eine Umsetzung der Pakete eins und zwei bis zum Jahr 2011/2012.

Ausbau der Paartalbahn bis 2012 15-07-2006
Augsburg - Der Ausbau der Paartalbahn soll bis 2011/2012 abgeschlossen sein. Dazu müssten die Bau- und Finanzverträge aber bis Ende 2006/Anfang 2007 abgeschlossen sein, so beantwortete Staatssekretär Hans Spitzner vom Bayerischen Wirtschaftsministerium jetzt eine Anfrage der Abgeordneten Christine Kamm (Grüne) aus Augsburg im Bayerischen Landtag. Es soll künftig ein S-Bahn-ähnlicher Verkehr auf der Strecke laufen - das heißt konkret: Alle 30 Minuten geht ein Zug in Richtung Augsburg. Wann werden die Planungsaufträge für die Paartalbahn vergeben? Wann wird das dazu notwendige Planfeststellungs-Verfahren durchgeführt und vor allem: Wann beginnt der Ausbau der Paartalbahn? Diese Fragen stellte Kamm im Landtag. Konkrete Auskünfte zum Baubeginn wollte und konnte Spitzner nicht machen: Die Dauer des Planungs- und Genehmigungsverfahrens sei von vielen Faktoren abhängig, die von der Staatsregierung nicht beeinflusst werden könnten, verwies der Staatssekretär. Der Ausbau sei im Maßnahmenkatalog des Bundesschienenwegeausbaugesetzes aufgenommen und der Freistaat habe die Bahn AG mit vorbereitenden Planungen beauftragt. Die Gelder für einen neuen Bahnsteig in Friedberg, eine komplett neue Signaltechnik der Paartalbahn und vor allem ein zweites Gleis zwischen Dasing und Paar sowie ein Doppelgleis mit Haltepunkt bei Edelshausen (Kreis Neuburg-Schrobenhausen) stehen seit März 2006 zur Verfügung. Sie seien Bestandteil des 50-Millionen-Paketes, das die Bayerische Staatsregierung damals zusicherte, so Kamm: "Wenn jetzt endlich die Finanzierung gesichert ist, muss auch mit der Umsetzung begonnen werden", fordert die Grünen-Abgeordnete. Sie befürchtet jedoch weitere Verzögerungen. Denn ab 2009 wird die Strecke von Veolia-Connex betrieben, einem Konkurrenzunternehmen der Deutschen Bahn AG. Das Planfeststellungs-Verfahren werde jedoch von der Bundesbahn beantragt. "Deshalb sollte die Staatsregierung jetzt darauf drängen, dass das Planfeststellungs-Verfahren zügig umgesetzt wird. Es muss vermieden werden, dass die Bundesbahn die Umsetzung der Investitionen blockiert, weil sie an der Strecke weniger Interesse hat", so Kamm. "Das darf kein Hindernis für den schnellstmöglichen Ausbau der Paartalbahn sein. Er sollte möglichst noch vor dem Jahr 2011 fertig gestellt werden."  Das Hauptproblem der Paartalbahn sei das Nadelöhr zwischen Paar und Friedberg. Das würden auch die Pendler bestätigen: "Wer schon einmal im Berufsverkehr mit der Bahn von Dasing nach Augsburg gefahren ist, kennt die Probleme: Es kommt immer wieder zu Verspätungen und auf den Fahrplan ist kein Verlass", so Christine Kamm. Vor allem das Doppelgleis zwischen Paar und Dasing würde die Strecke entlasten und die Verspätungen beenden. Das gleiche gelte für ein Doppelgleis mit neuem Haltepunkt bei Edelshausen auf der Strecke zwischen Ingolstadt und Aichach. "Das ist für die Aichacher ein Vorteil, die heute unter den Folge-Verspätungen leiden", so Kamm.

Veolia-Verkehr-Gruppe übernimmt Verkehr auf der Paartalbahn 01-06-2006
Berlin/München/Augsburg, 30. Mai 2006 – Die Veolia-Verkehr-Gruppe wird voraussichtlich ab 2008 den Zugbetrieb auf der Ammerseebahn, der Paartalbahn, der Pfaffenwinkelbahn und auf Teilen der Linie Ingolstadt–Eichstätt übernehmen. Wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) als Bestellerin des Nahverkehrs am Dienstag mitteilte, hat die Veolia-Verkehr-Tochter Connex Regiobahn in einer entsprechenden europaweiten Ausschreibung das beste Angebot abgegeben. Vor der endgültigen Erteilung des Zuschlags ist jedoch noch eine zweiwöchige Einspruchsfrist für unterlegene Wettbewerber abzuwarten. „Wir werden alles daran setzen, das in uns gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen“, hebt Veolia-Verkehr-Regionalleiter Heino Seeger hervor. Zunächst sollen ab Dezember 2008 die Strecken von Augsburg über Geltendorf und Weilheim nach Schongau durch eine neue Betriebsgesellschaft der Veolia-Verkehr-Gruppe bedient werden. Ein Jahr später kommen die Strecken von Augsburg nach Ingolstadt und in Teilen von Ingolstadt zum Eichstätter Stadtbahnhof hinzu. Kern des Netzes ist Augsburg, in dessen Umland der Freistaat Bayern den sogenannten Regio-Schienen-Takt einrichten möchte.  „Unsere neue Tochter wird den Hauptteil des S-Bahn-ähnlichen Verkehrs in und um Augsburg erbringen. Dieser Herausforderung stellen wir uns gerne“, so Seeger. Nach dem endgültigen Fahrplankonzept wird Veolia Verkehr im Augsburger Raum eine Verkehrsleistung von etwa 2,7 Mio. Zugkilometern im Jahr mit neuen Triebwagen erbringen – rund 2,6 Prozent des gesamten Schienennahverkehrs im Freistaat. „Die Aufgabe für meine Mannschaft besteht nach Erteilung des endgültigen Zuschlags, die Betriebsaufnahme in Augsburg gründlich vorzubereiten, um im Dezember 2008 pünktlich und zuverlässig an den Start gehen zu können“, erläutert Seeger. Dazu zählen beispielsweise die Auswahl und Ausbildung von Personal und die Einrichtung einer Werkstatt, in der die Züge gewartet werden. Die Veolia-Verkehr-Gruppe wird noch in diesem Sommer den Kontakt mit Bürgern und Politikern aufnehmen und sich im Augsburger Raum präsentieren. „Dazu laden wir schon jetzt alle Interessierten herzlich ein“, so Seeger abschließend. In Bayern ist Veolia Verkehr bisher mit der Bayerischen Oberlandbahn von München nach Süden und dem Busbetrieb Griensteidl in Gröbenzell bei München vertreten.

Paartalbahn wegen Modernisierung in den Pfingstferien gesperrt
Umfangreiche Gleiserneuerung / Modernisierung von fünf Bahnübergängen / Ersatzbusse zwischen Ingolstadt und Radersdorf
30-05-2006
Ingolstadt/Augsburg - Wegen umfassenden Gleiserneuerungs-arbeiten zwischen Seehof und Radersdorf und Modernisierung von fünf Bahnübergängen im Bereich Schrobenhausen müssen von Samstag, 3. Juni, bis Donnerstag, 15. Juni 2006, alle Regionalzüge zwischen Ingolstadt und Radersdorf durch Busse ersetzt werden. Wegen der längeren Fahrzeit der Busse können die planmäßigen Zuganschlüsse leider nicht erreicht werden. Die Deutsche Bahn bittet die Fahrgäste, die Fahrzeitverlängerung bei der Reiseplanung zu berücksichtigen. Rollstühle, Kinderwagen und Reisegepäck können auch in den Bussen mitgenommen werden. Der Transport von Fahrrädern ist leider nicht möglich. Die Fahrgastinformation erfolgt anhand von Aushängen, Handzetteln und Lautsprecherdurchsagen an den Bahnhöfen. Weitere Informationen sind im Internet unter www.bahn.de/fahrplanaenderungen abrufbar. Die Schrankenanlagen in der Peutenhausener Straße und der Obermühlstraße im Schrobenhausener Ortsteil Hörzhausen, in der Hörzhausener Straße sowie die beiden landwirtschaftlichen Überwege am Mantelberg und an der Bunkeranlage werden bis Ende Juni durch moderne Halbschranken ersetzt. Die Bahnübergänge in der Hörzhausener und Peutenhausener Straße erhalten zusätzlich beschrankte Geh- und Radwege. Bei letzterem wird die Fahrbahn auf 5,50 Meter verbreitert. Der Austausch des Straßenbelages führt an den Bahnübergängen zu Verbesserungen für den Straßenverkehr. Die umfangreichen Arbeiten, die vor allem in den Pfingstferien abgewickelt werden, führen zu vorübergehenden Behinderungen im Straßenverkehr. Die von den Bauarbeiten betroffenen Bahnübergänge müssen noch bis zum 24. Juni zu unterschiedlichen Zeiten gesperrt werden.

Bahn frei in Bayern: Ab Sonntag neuer Fahrplan – ICE mit Tempo 300 zwischen München und Nürnberg 26-05-2006
München/Nürnberg - Am kommenden Sonntag, 28. Mai 2006, startet die Deutsche Bahn auf Bayerns schnellster Bahnachse München – Nürnberg offiziell den Vorlaufbetrieb. Im Zwei-Stunden-Takt verkehrt die ICE-Linie von München über Nürnberg – Frankfurt – Köln nach Essen. Der Fahrzeitgewinn zwischen München und Nürnberg beträgt dabei 25 Minuten. Alle ICE-Züge halten auch in Ingolstadt. Die Fahrzeit zwischen der Donaustadt und Nürnberg reduziert sich auf knapp eine halbe Stunde. Gleich zum Start der neuen Bahnachse bietet die Bahn ein Schnupperticket für nur 19.- Euro. Es gilt für die die einfache Fahrt zwischen München und Nürnberg, in der 2. Klasse, solange Vorrat reicht (Zugbindung).  Von Ingolstadt führen nun auch umsteigefrei Verbindungen nach Berlin. Die ICE-Linie München Nürnberg-Leipzig Berlin verkehrt am Wochenende, vor allem freitags, bis zu neunmal über Ingolstadt. Schnellste Fahrzeit: 5 Stunden 35 Minuten. Reisende in Richtung Frankfurt und Westdeutschland gewinnen in München eine halbe Stunde. Die schnellen ICE-Züge starten rund eine halbe Stunde  (9:10, 11:10, 13:10 Uhr usw.) später als bisher und kommen dennoch zur gewohnten Zeit am Ziel an. Die neue Fahrzeit nach Frankfurt beträgt nun 3 Stunden 26 Minuten, nach Köln 4 Stunden 38 Minuten. Auch für Reisende von und nach Würzburg und Aschaffenburg ergeben sich neue Zeitvorteile. Mit dem ICE bei Tempo 300 und ohne Umsteigen verkürzt sich die Reisezeit nach Ingolstadt und München jeweils um elf Minuten. Ein neuer Frühzug eröffnet den Unterfranken - Abfahrt 05:44 Uhr, Würzburg ab 06:26 Uhr – eine zeitgünstige Verbindung nach München (Ankunft 08:51 Uhr). Auch abends erweitert die Deutsche Bahn ihr Angebot in die Gegenrichtung. Abfahrt in München ist um19:10 Uhr, Ankunft in Würzburg um 21:22, und in Aschaffenburg um 22:08. Weitere ICE-Züge, die aus Unterfranken kommend bisher in Nürnberg endeten, fahren nun bis München weiter.

Schnellere Zugverbindungen auf der Paartalbahn 10-05-2006
Augsburg - In der Hauptverkehrszeit alle Viertelstunde ein Zug, mehr Fahrgäste, aber auch höhere Defizite und öfters Umsteigen - der Kreistag hat gestern den Nahverkehrsplan abgesegnet, eine Schnellbahnverbindung auf der Paartalbahn nach Ingolstadt gefordert und die vorgeschlagene Bahnlinie nach Altomünster abgeschmettert. Seit mehreren Jahren wird der Nahverkehrsplan für die Region auch in den Kreisgremien gewälzt - gestern fand das Werk einhellige Zustimmung im Kreistag, dazu kamen auch ein paar kritische Stimmen und Verbesserungsvorschläge. Wann denn die Verbesserungen auch alle umgesetzt sind, blieb gestern offen. Vieles hängt nämlich von den Planungen für die so genannte Mobilitätsdrehscheibe in Augsburg ab. Das passt nicht ganz zur Gültigkeit des Nahverkehrsplans: von 2006 bis 2011. Dr. Arno Ruile, beim Augsburger Verkehrsverbund (AVV) für die Planung verantwortlich, stellte nochmals die Details der geplanten Veränderungen für den Landkreis Aichach-Friedberg vor. Größter Nutznießer des Regio-Schienen-Takts im Kreis ist der Raum Kissing/Mering. Zu den Hauptzeiten soll alle 15 Minuten ein Zug zwischen Mering und Augsburg-Hauptbahnhof verkehren, tagsüber alle halbe Stunde. Auch die Buslinien werden vertaktet. Ruile rechnet mit rund 20 Prozent mehr AVV-Fahrgästen im südlichen Landkreis. Der Kissinger Kreisrat Wolfgang Hörig (CSU) war dennoch nicht übermäßig begeistert. Vor allem die so genannte Brechung, also das Umsteigen von Bus auf Bahn oder Trambahn an den Augsburger Stadtgrenzen könne einem den öffentlichen Personennahverkehr verleiden. Wenn ein Kissinger zu bestimmten Zeiten ins Krankenhaus nach Friedberg fahren wolle, könne es sein, dass er drei Mal von Bus auf Bahn, von Bahn auf Trambahn und von Trambahn auf Bus umsteigen müsse, um ans Ziel zu gelangen. Der Kissinger Bürgermeister Manfred Wolf (SPD) glaubt aber, dass die größten Konflikte der ursprünglichen Planung mittlerweile behoben sind. Die Buslinie 102 werde bei Bedarf bis Hochzoll laufen. Hauptvorteil sei vor allem der 15-Minuten-Takt auf der Schiene: "Man kann auf den Bahnhof gehen und muss gar nicht mehr auf die Uhr schauen." Der Sektor Aichach/Friedberg profitiert ebenfalls vom Regio-Schienen-Takt auf der Paartalbahn und der Durchbindung der Züge bis zum Bahnhof in Oberhausen. Bis Friedberg soll alle Viertelstunde ein Zug fahren, in Aichach hat der Fahrgast dann alle halbe Stunde eine Verbindung. Der AVV-Planer geht von rund sieben Prozent mehr Fahrgästen im Einzugsgebiet der beiden Städte aus. Die geringsten Auswirkungen hat der Nahverkehrsplan im Raum Pöttmes/Affing. Ruile: "Hier bleibt es beim Status Quo." Die Aindlinger Kreisräte Josef Settele (parteilos) und Gertrud Hitzler (CSU) monierten, dass die 300er Buslinien die Aindlinger Ortsteile Stotzard und Gaulzhofen nicht anfahren. Einigkeit bestand im Gremium gestern darin, eine Petition des Augsburger Stadtrats für mehr Fernverkehrszüge zu unterstützen. Der Kreistag forderte dazu noch die Bahn auf, die kürzeste Verbindung Augsburgs zur ICE-Neubaustrecke München-Nürnberg, nämlich die Paartalbahn, für eine Schnellbahn zu nutzen. Dagegen ist der Vorschlag von Kreisrat Michael Bettinger (ÖDP), die alte Idee einer Bahnlinie zwischen Aichach und Altomünster wieder auszugraben und als mittelfristiges Ziel in den Nahverkehrsplan aufzunehmen (wir berichteten), mit Bausch und Bogen abgelehnt worden. Tenor: Kein neues Fass aufmachen und schon gar nicht dieses. Heinrich Glöckner (SPD) sprach gar von einer "Schnapsidee" des Kollegen: "Wenn Sie schon mal mit der Bahn von Altomünster nach Dachau gefahren wären, dann hätten Sie einen geschwollenen Hals vor lauter Ärger über die vielen Haltestellen." Landrat Christian Knauer (CSU) bekannte sich dazu, dass er selbst 1990 die Sache als Abgeordneter im Landtag eingebracht habe. Es sei damals darum gegangen, zumindest die Trasse zu sichern. Doch die sei jetzt auch verbaut: "Der Zug ist abgefahren." Klaus Habermann (SPD) verstand nicht, warum der Meringer Kreisrat die Finanzierung dieser Bahnlinie gegen den Ausbau der B 300 ausspielen wolle. Auf dieser Straße verkehrten täglich rund 25 000 Fahrzeuge, das entspreche manchen Autobahn-Belastungen - der Ausbau sei deshalb dringend erforderlich. CSU-Fraktionschef Walter Föllmer fühlte sich an Ludwig Thomas Lustspiel "Die Lokalbahn" erinnert. Da half auch nicht, dass Bettinger noch an schnellere Züge und einen Ausbau der Strecke für eine richtige S-Bahn erinnerte. Der Antrag wurde mit einer Gegenstimme (Bettinger selbst) abgelehnt.

Bahnidee aus der Zeit Ludwig Thomas 10-05-2006
Friedberg - Die Aichacher Nachrichten berichten in einem Artikel über das Zukunftsprojekt S-Bahn Altomünster - Aichach auf der Paartalbahn Webseite.
Zeitungsartikel

Bus/Tram Parallelverkehr soll in Augsburg ab 2011 eingestellt werden 12-04-2006
Augsburg – In anderen Städten bereits ganz normal, in Augsburg noch Zukunftsmusik. Die "Brechung" des Busverkehrs an der Stadtgrenze. Busse aus dem Umland sollen künftig die Innenstadt nicht mehr anfahren. Damit dies auch wie in anderen Städten funktioniert, müssen in Augsburg allerdings erst einige Voraussetzungen ­ etwa den Ausbau der Straßenbahn ­ geschaffen werden. Die so genannte Brechung ­ also das Umsteigen von Bus auf Bahn und speziell auf die Straßenbahn ­ hatte in den letzten Wochen speziell im Landkreis Augsburg für erheblichen Wirbel gesorgt. Gegen die Stimmen der Landräte Leo Schrell (Dillingen) und Karl Vogele (Augsburg-Land) sowie Gersthofens Bürgermeister Siegfried Deffner wurde der Antrag auf die weitere Durchbindung der Linie 401, die besonders für den Raum Wertingen wichtig ist, ins Zentrum abgelehnt. Auch die Brechung anderer Buslinien, gegen die zuletzt die Vertreter der Regionalbus Augsburg (RBA) Sturm gelaufen waren, wird durchgezogen, so wie es in dem Konzept vorgesehen ist. Sonst wäre das große Ziel, der Regio-Schienen-Takt, gefallen. Vor dem Start müssen aber folgende Voraussetzungen geschaffen werden: Einführung des Regio-Schienen-Taktes (mit bis zu einem Viertelstunden-Takt in der Hauptverkehrszeit) auf den Bahnlinien nach Meitingen, Gessertshausen/Dinkelscherben, Bobingen/Schwabmünchen, Friedberg/Dasing/Aichach sowie Mering/Schmiechen. Umgebaut werden muss der Bahnhof Oberhausen. Ob jeweils dritte Bahngleise bei Meitingen, Westheim/Neusäß und Dasing erforderlich sind, scheint noch offen. Fertigstellung der Augsburger Straßenbahnprojekte ­ Neubau der Linien 6 bis Friedberg und der Linie 5 über Ackermannstraße/ Park-and-Ride-Platz nahe Stadtgrenze Stadtbergen zum Klinikum ­ sowie Ausbau des Hauptbahnhofes zur Mobilitätsdrehscheibe.  Angesichts dieser Mammutaufgaben rechnet der AVV-Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Vogele, nicht mit einer Umsetzung vor dem Jahr 2011. Dem Konzept muss jetzt im Stadtrat von Augsburg sowie in den Kreistagen Augsburg, Aichach-Friedberg und Dillingen zugestimmt werden.

Haltestelle Schulstraße in Aichach kann nicht bedient werden  10-04-2006
Aichach - Aufgrund von Bauarbeiten in der Ludwig-Thoma-Straße müssen ab Montag, 10.04.2006 zahlreiche Regionalbusfahrten umgeleitet werden. Dies hat zur Folge, dass die Haltestelle "Aichach Schulstraße" nicht mehr bedient werden kann. Ersatzweise wird in der Martinstraße (Nähe Friedhof) eine Haltestelle eingerichtet. Die AVV-GmbH bittet die Fahrgäste um Verständnis.

Straßenbahnlinie 6  - Stadtwerkechef für Zusammenarbeit mit Friedberg  23-03-2006
Friedberg - Die Straßenbahnlinie 6 ist ein Stück Zukunftsfähigkeit für Friedberg. Mit diesem Satz warb der Stadtwerkechef  für das Staßenbahnprojekt. Gleichwohl hielt sich die Begeisterung bei den Besuchern der SPD-Podiumsdiskussion zum Thema "Last und Lust der Mobilität" in Grenzen. Vor allem die Sorge, dass sich ein Rückbau der Fahrbahn in Hochzoll zu Gunsten der Tramtrasse negativ auf Friedberg-West auswirken könnte, ist nicht ausgeräumt. Prominent besetzt war das Podium im Gasthaus Zieglerbräu, wohin Ortsverband und Stadtratsfraktion der SPD eingeladen hatten: Dr. Arno Ruile, der Leiter der Abteilung Planung und Steuerung beim Augsburger Verkehrsverbund (AVV), Stadtwerkechef Norbert Walter, Gerhard Frick von der Lokalen Agenda in Friedberg und SPD-Fraktionsvorsitzender Roland Fuchs beleuchteten verschiedene Aspekte der Mobilität. Die Moderation hatte Bürgermeister Dr. Peter Bergmair. Rainer Schnierle, der Leiter der Planung Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) bei den Stadtwerken Augsburg, erläuterte technische Details zur Linie 6. Dass Friedberg von der Quantität der Fahrverbindungen gut, von der Qualität aber wegen der fehlenden Vernetzung schlecht versorgt ist, stellte Arno Ruile fest. 34 Minuten von Friedberg zur Uni und 45 Minuten zum Klinikum ­ "das ist zu lange für einen attraktiven Stadt-Umland-Verkehr", räumte er ein. Wichtige Verbesserungen erwartet man beim AVV vom Regioschienentakt, der ab 2010 unter anderem einen 15-Minuten-Takt auf der Paartalbahn zwischen Friedberg und Augsburg und eine Durchbindung bis zum Bahnhof Oberhausen mit sich bringt. Auf diese Weise werde zum Beispiel die Fahrzeit zum Klinikum auf 27 Minuten verkürzt. Durch die Verknüpfung von Bahn, Bus und Tram komme man erheblich schneller nach Augsburg als bisher. Mit dem Stadtwerkechef Norbert Walter war Ruile sich einig, dass Friedberg in den kommenden Monaten offene Fragen zur künftigen Linienführung der Busse beantworten muss. Für Walter bietet die Linie 6 die Möglichkeit, ein modernes ÖPNV-System im Augsburger Osten zu schaffen. Gemeinsam solle man überlegen, was zu tun sei, bot er Friedberg die Zusammenarbeit an. Offene Türen rannte er damit bei Gerhard Frick ein, dem Sprecher des Arbeitskreises Verkehr bei der Lokalen Agenda. Den Regioschienentakt findet Frick super, und grundsätzlich befürwortet er auch die Linie 6. In der heute geplanten Form sorge sie allerdings für Verdruss. Frick kritisierte außerdem die schlechte Anbindung der Stadtteile und erinnerte an das bereits ausgearbeitete Stadtbuskonzept, das aus finanziellen Gründen nicht weiterverfolgt wurde. SPD-Fraktionschef Fuchs zeigte sich allerdings bereit, diese Überlegungen wieder aufzunehmen, wenn der städtische Haushalt durch eine Senkung der Kreisumlage entlastet wird. Der AVV wird nämlich auch in Zukunft nur eine ÖPNV-Grundversorgung bieten ­ wenn Friedberg mehr will, muss die Stadt selbst bezahlen. Eine Absage erteilte er den Forderungen nach einer kompletten Verkehrsberuhigung der Ludwigstraße. Dies gehe an der Realität weit vorbei. Dagegen unterstützt Fuchs weiter die Forderungen nach der Friedberger Nordumfahrung. Die anschließende Diskussion drehte sich überwiegend um die Linie 6, auch wenn Stadtwerke und Moderator die kritischen Details lieber ausgeklammert hätten. Wolfgang Wittmann, Sprecher der Interessensgemeinschaft B 300 und umliegende Straßen, befürchtet ein Chaos im Bereich Meringer/Augsburger Straße, wo die Tramtrasse von der Fahrbahnmitte auf die Nordseite der Straße quert. Hans Schwab sieht Wulfertshausen und Stätzling im Verkehr ersticken, wenn gleichzeitig die AIC 25 und die Linie 6 gebaut werden. Die Stadtwerke-Vertreter widersprachen dem: So soll eine spezielle Ampelschaltung an der Meringer Straße für eine Minimierung der Verzögerungen sorgen, und der Bau der Linie 6 beginnt im Bereich zwischen Rotem Tor und Damaschkeplatz. Dass der Pkw-Verkehr in Ost-West-Richtung nach dem Rückbau der Durchfahrt von Hochzoll auf die Schleifenstraße und die Autobahn gelenkt wird ­ wie Jürgen Lehmann aus Friedberg-West kritisierte ­, ist nach Angaben der Stadtwerke auch von den Genehmigungsbehörden so gewollt, die eine Verkehrsberuhigung von Hochzoll anstrebten. Edmund Dosch kritisierte, dass sich die Fahrzeit von Friedberg-Ost zum Königsplatz auch durch den Bau der Linie 6 nicht verkürzen werde. Rudolf Mussak regte an, die Tram bis zur Seestraße zu verlängern. Derzeit ist dies nicht geplant, doch Bürgermeister Bergmair und Walter schließen für die Zukunft Entwicklungsmöglichkeiten nicht aus. Mit der Endstation am Chippenhamring habe man einen "Fuß in der Tür", so Bergmair.

Schneechaos bringt Betrieb auf der Paartalbahn zum Erliegen  06-03-2006
Friedberg - Wer bereits vom Frühling geträumt hat, wurde nun unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Denn seit Freitagnacht fielen im Raum Friedberg rund 40 Zentimeter Schnee. Wer mit dem Auto unterwegs war, hatte deshalb mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu kämpfen. Der öffentliche Nahverkehr war teilweise lahm gelegt, und auch die Paartalbahn musste ihren Betrieb zeitweise einstellen. Zwei Schneetage von geradezu historischer Dimension liegen hinter Feuerwehr, Winterdienst und Polizei, doch diese hatten im Raum Friedberg die Lage stets im Griff. Vor allem Bäume, die unter der schweren Schneelast zusammengebrochen waren, sorgten nach Angaben der Polizeiinspektion Friedberg am Wochenende für Verkehrsprobleme. Daneben blockierten vor allem querstehende oder in den Graben gerutschte Lkw den ohnehin zähen Verkehrsfluss. An der B 300 am Gallenbacher Berg beispielsweise war in der Nacht zum Samstag zwischen 1.30 und 4 Uhr mehr als zwei Stunden kein Durchkommen. Zeitweise standen dort bis zu 15 Lastkraftwagen, für die der Berg ein unüberwindliches Hindernis geworden war. Sie mussten notgedrungen warten, bis angeforderte Räumfahrzeuge die Straße wieder passierbar machten. Erst um 4 Uhr war der Gallenbacher Berg wieder frei befahrbar. Wie die Polizei mitteilt war auch die B 300 am Samstagnachmittag zwischen Dasing und Friedberg für zirka eine Stunde total gesperrt, Der Grund: eine umgestürzter Baum. Außerdem habe es mehrere leichte Rutschunfälle und kleinere Verkehrsunfälle ohne Verletzte beispielsweise am Oberzeller Berg zwischen Friedberg und Höbstl gegeben. Auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Dasing und Adelzhausen krachte zudem auf Höhe Wessiszell ein Baum auf die Windschutzscheibe eines fahrenden Pkw. Doch auch hier blieb der Fahrer unversehrt. Zu schwerwiegenden Unfällen kam es in und um Friedberg nicht. Wegen der starken Schneefälle gab es jedoch Sperrungen unter anderem am Friedberger Berg von Samstagabend 20 Uhr bis Sonntagmittag. Wie die Polizei mitteilt, wurden zur gleichen Zeit im Stadtgebiet Friedberg auch die VGA-Busse ausgesetzt. Auf der A 8 herrschte am Samstag in beiden Fahrtrichtungen zähflüssiger Verkehr. Zwischen Zusmarshausen und Adelzhausen behinderten in Fahrtrichtung München dann mehrere querstehende Lkw den Fluss, sodass sich der Verkehr auf bis zu 50 Kilometern staute. Am späten Abend hatte sich die Verkehrslage jedoch wieder entspannt. Wegen Schneeverwehungen bzw. Baumbruch gesperrt waren am Wochenende auch die Kreisstraßen zwischen Friedberg-Ottmaring und Bachern sowie Ottmaring und Kissing. Freie Fahrt nach Kissing hatten Autofahrer dann wieder ab Sonntagabend; die Straße nach Bachern kann nach Angaben der Polizei erst im Laufe des heutigen Tages geräumt werden. Mehrere Bäume blockieren hier die Fahrbahn. Am Samstag ging es noch, auf die Paartalbahn umzusteigen, die sich ihren Weg durch den Schnee "pflügte". Doch gestern wurde wie bei den meisten Bahnlinien in Südbayern auch hier zeitweise der Betrieb eingestellt. Erst am Nachmittag war die Strecke wieder befahrbar. Allerdings wollte sich die Bahn gestern Abend noch nicht festlegen, ob der Betrieb heute normal laufen kann.

AVV - Haltestelle "Friedberg Marienplatz" kann nicht bedient werden 20-03-2006
Friedberg - Aufgrund der Sperrung des Friedberger Bergs ab Montag, 20.03.2006 kann die Haltestelle "Friedberg Marienplatz" von den AVV-Regionalbuslinien 203 und 204 nicht bedient werden. Die Sperrung des Friedberger Bergs dauert voraussichtlich bis zum 08.09.2006.

Augsburg bleibt weiterhin gut im Fernverkehrsnetz der Bahn angebunden 24-02-2006
Augsburg - Bahnreisende aus Augsburg können auch künftig unverändert schnell und in hoher Frequenz nach München sowie fast jede Stunde direkt mit ICE-Zügen Richtung Norden fahren. Der Fahrplan für das Jahr 2007 sieht vor, dass Berlin, Hamburg und Frankfurt mit direkten Fernverkehrszügen bedient werden. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, erläuterte heute im Rathaus Augsburg vor Vertretern der Stadt, der IHK und politischen Mandatsträgern die Bedeutung der Fuggerstadt im Fernverkehrsnetz der Bahn, wenn ab Mitte Dezember 2006 die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke von München über Ingolstadt nach Nürnberg mit voller Kapazität befahren wird und sich damit einige Linienführungen in Bayern ändern. Über die neue Strecke werden drei ICE-Linien geführt. „Mit heute zirka 10.000 Reisenden pro Tag ist die drittgrößte Stadt Bayerns auch der drittgrößte Fernverkehrshalt im Freistaat. Wir sind uns dieser Bedeutung bewusst. Deshalb haben wir versucht, für die Kunden ein passendes Angebot zu schaffen“, so Hartmud Mehdorn. Die Bahn hat sich bei der Erstellung der Grundlagen für das Konzept, vor allem für die Fernverkehrsverbindungen nördlich von Augsburg eng mit der Stadt und der IHK abgestimmt. Augsburg wird mit täglich bis zu neun Fernverkehrszügen von und nach Nürnberg an den nordbayerischen Eisenbahnknoten angebunden. Außerdem bieten mindestens drei Fernverkehrszüge pro Tag und Richtung Direktverbindungen über Würzburg nach Hamburg und Bremen. Richtung München fahren in der Hauptverkehrszeit zwischen 6.00 Uhr und 8.00 Uhr zwölf Züge. Statistisch verkehrt in dieser Zeit jede Viertelstunde mindestens ein Zug. Ein Angebot in dieser Dichte zwischen zwei Großstädten ist einmalig in Deutschland. Gegenüber dem heutigen Angebot entfällt lediglich ein Zug. Ab München nach Augsburg fahren zwischen 16.00 Uhr und 18.00 Uhr insgesamt 13 Züge im Berufsverkehr. Die Züge der ICE-Linie 28 München-Berlin fahren nach aktuellem Planungsstand drei- bis viermal täglich über Augsburg. Reisende aus Augsburg können also Verbindungen ohne Umsteigen in die Hauptstadt wählen. Insgesamt verdoppelt die Bahn das Angebot zwischen München und Berlin auf den Stunden-Takt. Davon profitiert auch Augsburg, entweder direkt oder mit Umsteigen in Nürnberg. Auch für Reisende von und nach Donauwörth und Treuchtlingen bleibt das heutige Angebot größtenteils bestehen. In beiden Orten halten auch weiterhin ICE-Züge. Die ICE-Linie 25 München-Hamburg verkehrt überwiegend über die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke. Drei ICE-Züge je Richtung werden allerdings über Augsburg geführt. Von acht auf drei umsteigefreie Züge reduziert sich das Angebot. Als Alternative kommt auch hier der Bahnknoten Nürnberg mit seinen günstigen Anschlussmöglichkeiten ins Spiel. Zwischen Augsburg und Stuttgart bleibt das Bahn-Angebot weitgehend unverändert. Das heißt, 33 Fernverkehrszüge je Richtung verkehren auf dieser wichtigen Ost-West-Achse. Frankfurt ist auf diesem Weg auch weiterhin direkt mit ICE-Zügen zu erreichen.