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Paartalbahn Nachrichtenarchiv 2002
Neuer Fahrplan
seit 15. Dezember 19-12-2002 Schrobenhausen
- Die Deutsche Bahn AG hat in diesem Jahr erstmals,
zum 15. Dezember, ihre Fahrpläne gewechselt. Die PRO
BAHN Kreisgruppe Neuburg-Schrobenhausen hat wieder einen
Taschenfahrplan für die wichtigsten Verbindungen im
öffentlichen Verkehr ab Schrobenhausen zusammengestellt.
Erstmals geben die PRO BAHNER ein Zusatzblatt für die
Gemeinde Aresing heraus. Wie auch in den vergangenen
Jahren sind die Fahrpläne am Bahnhof und im Rathaus
in Schrobenhausen sowie in der Gemeinde Aresing erhältlich.
Obwohl sich die meisten Änderungen nur im Minutenbereich
bewegen, gibt es auch einige bedeutendere Neuerungen.
So wird sich die Fahrzeit von und nach Ingolstadt verlängern.
Grund dafür ist der Bahnübergang in Edelshausen, der
nach nunmehr 19 Monaten und mehreren intensiven Anfragen
immer noch nicht erneuert ist. Hier dürfen die Züge
nur mit höchstens 40 km/h fahren. Da nun die Fahrzeitverlängerung
in den Fahrplan eingearbeitet wird, muss man wohl davon
ausgehen, dass dies zum Dauerzustand werden soll. Für
PRO BAHN ist dieser Zustand jedoch nicht hinnehmbar.
Wie Manfred Binzer von PRO BAHN dazu mitteilt, wird
sich der Fahrgastverband auch weiterhin für die schnellstmögliche
Beseitigung dieser Langsamfahrstelle einsetzen. Verschlechtert
haben sich einige Verbindungen von Schrobenhausen nach
München mit Umsteigen in Augsburg-Hochzoll. Die Tatsache,
dass man auf der Strecke München – Augsburg den Stundentakt
aufgegeben hat, führt zu teilweise längeren Aufenthalten
in Hochzoll und ist für den Fahrgastverband eine nicht
zukunftsfähige Lösung.
Warnstreiks
in Augsburg 17-12-2002 Augsburg
- Am Dienstag den 17.12.2002 bleiben die Straßenbahnen
und Busse der VGA ganztägig wegen eines Warnstreiks
der Dienstleidungsgewerkschaft Verdi im Betriebshof.
Fahrtmöglichkeiten bestehen nur mit den AVV-Regionalbuslinien
sowie der Deutschen Bahn AG.
Friedberger
Agenda-21 befürchtet „Verschlechterungen auf der Paartalbahn
für die München-Pendler“ 11-12-2002 Friedberg
- Die lokale Agenda 21 befürchtet „gravierende Verschlechterungen
auf der Paartalbahn für die München-Pendler“, die zum
Teil längere Wartezeiten am Bahnhof Hochzoll in Kauf
nehmen müssen. Wer nicht täglich nach München fährt,
muss unter Umständen auch noch höhere Preise bezahlen.
Prof. Manfred Schnell von der lokalen Agenda 21 in Friedberg
befürchtet vor allem bei den Pendlern mit flexibler
Arbeitszeit oder Studenten, die nach München wollen,
erhebliche Beeinträchtigungen auf der Strecke. „Es gibt
viele Leute, die erst später zu arbeiten beginnen. Wenn
man zum Beispiel in Friedberg um 9.03 Uhr startet, kommt
der Anschlusszug in Hochzoll erst nach zwanzig Minuten“,
so Schnell. Dies betreffe einige Fahrgäste der Paartalbahn.
Abends verhalte es sich genauso. Nach 20 Uhr habe sich
die Anbindung sehr verschlechtert. Auch von Kissing
oder Mering nach Aichach seien die Verbindungen schlechter
als bisher. „Die längeren Wartezeiten am Umsteigebahnhof
Hochzoll hängen vor allem mit der Umsetzung des Regionalexpress-Konzepts
,München-Augsburg-Ulm‘ zusammen“, bestätigte Karl-Heinz
Heiß vom Augsburger Verkehrsverbund (AVV). Dadurch gebe
es keinen geregelten Takt mehr, und es komme zu unterschiedlichen
Abfahrtszeiten, da der Zug zweistündlich nach Ulm und
nicht nur nach Augsburg weiterfahre. Da die Abfahrtszeiten
der Paartalbahn aber gleich bleiben, kommt es laut Heiß
zu längeren Wartezeiten. „Diese Wartezeiten von bis
zu 22 Minuten betreffen nicht die ,klassischen‘ Pendlerzeiten
morgens und abends“, betont Bianca Walter von der Deutschen
Bahn. Für die Zeiten tagsüber räumt sie hingegen Veränderungen
im Fahrplan ein. Auch zur Fahrpreiserhöhung gibt Walter
an, dass das neue Fahrpreismodell sich ausschließlich
auf den Fernverkehr richte und der Nahverkehr davon
nicht betroffen sei. Also gebe es im Nahverkehr keine
Preiserhöhungen. Hier sieht Schnell dennoch ein Problem.
„Richtig ist, dass der Normaltarif vorerst nicht erhöht
wird“, erklärt Schnell. Für Bahncard-Kunden, die nur
ein oder zweimal pro Woche nach München pendeln, erhöhe
sich der Fahrpreis um bis zu 50 Prozent. Das Hauptproblem
der Paartalbahn-Kunden dürfte der unregelmäßige Takt
auf der Strecke Augsburg-München sein, die von der Direktverbindung
München-Ulm und vor allem vom Anschluss des Legolands
in Günzburg herrührt. „Dafür wird aber der Bahnhof in
Oberhausen nun regelmäßig angefahren und ist besser
erreichbar“, erklärt Heiß einen Vorteil der Planänderung.
„Morgens gibt es sogar eine zusätzliche Verbindung nach
München“, bestätigte Heiß.
Neuer Regionalexpress
München-Augsburg-Ulm / Ab 15. Dezember neue Direktverbindungen
der Bahn 10-12-2002 Augsburg
- Reisende von Ulm nach München können mit dem neuen
Fahrplan der Deutschen Bahn attraktive Zugverbindungen
wählen. Im Zwei-Stunden-Takt verkehren ab dem 15. Dezember
Regional-Express(RE)-Züge zwischen Ulm, Augsburg und
München. Auf Bestellung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft
entsteht eine schnelle und durchgehende Verbindung mit
modernen Doppelstockzügen und idealen Reisemöglichkeiten
von und nach Günzburg. „Damit schaffen wir nicht nur
optimale Verbindungen für den Freizeitverkehr ins Legoland
und nach Ulm, sondern vor allem die Pendler westlich
von Augsburg erhalten 2-stündlich Direktverbindungen
nach München“, stellte Fritz Czeschka, Geschäftsführer
der Bayerischen Eisenbahngesellschaft bei der heutigen
Fahrplanpräsentation fest. „Neben den Fernverkehrsangeboten
mit IC, EC und ICE stellt der RegionalExpress für Pendler
eine preisgünstige Alternative dar. Auch Freizeitreisende
können mit dem BayernTicket oder dem Schönes-Wochende-Ticket
und einem günstigen Anschluss in Ulm von und nach Stuttgart
reisen“, sagte Martin Walz, Regionalleiter Produktion
bei DB Regio Südbayern. Die Fahrzeit zwischen Ulm und
Augsburg verkürzt sich gegenüber der Regionalbahn, die
wie bisher unterwegs an allen Bahnhöfen hält, um durchschnittlich
fünf Minuten. Sie verkehrt weiterhin in der jeweils
anderen Stunde, also ebenfalls in einem Zwei-Stunden-Takt.
Für Fahrgäste aus Dinkelscherben und Augsburg-Oberhausen
entsteht somit in Verbindung mit der RegionalBahn-Linie
Dinkelscherben - Augsburg alle zwei Stunden eine zusätzliche
Fahrtmöglichkeit nach und von Augsburg. Aufgrund der
starken Nachfrage führten DB Regio und die BEG bereits
im Dezember 2001 einen weiteren Regionalzug im morgendlichen
Berufsverkehr von Augsburg nach München ein. Eine zweite
zusätzliche Verbindung beginnt nun um 8.29 Uhr am Lech
und erreicht die Isar kurz nach 9 Uhr. Davon profitieren
auch Anschlussreisende aus Aichach und Friedberg sowie
aus Meitingen und Donauwörth. Von Augsburg Richtung
Landsberg werden die Abfahrtzeiten besser vertaktet.
An den Stationen Augsburg-Messe und Landsberg-Schule
halten künftig mehr Züge. Von Augsburg nach Donauwörth
können auch Nachtschwärmer auf die Bahn setzen. An Wochenenden
fährt der letzte Zug in Augsburg um 3.26 Uhr ab und
hält unterwegs in Meitingen, Nordendorf und Mertingen.
Im Donautal haben sich die Radelzüge in den Sommermonaten
bewährt, sodass sie auch im kommenden Jahr wieder an
der Start gehen und zusätzlich in Leipheim und Nersingen
halten werden. In Ulm kann frühmorgens ein besserer
Anschluss an den Fernverkehr Richtung Stuttgart und
Frankfurt erreicht werden. In Illertissen hält um 7.42
Uhr ein zusätzlicher RegionalExpress, Ankunft in Ulm
7.58 Uhr. Die Ammerseebahn erhält ein neues Fahrplankonzept.
Der große Vorteil: alle zwei Stunden besteht in Weilheim
ein attraktiver Anschluss nach Garmisch-Partenkirchen.
In Mering ist die Linie ebenfalls alle zwei Stunden
eng verknüpft mit den RegionalExpress-Zügen München-Augsburg-Ulm.
An den Wochenenden können Ausflügler aus Augsburg und
vom Ammersee erstmals sogar einen durchgehenden Zug
ins Werdenfels nutzen.
Neuer Fahrplan
bringt Vorteile für Augsburg: Erstmals Direktzüge nach
Garmisch-Partenkirchen 03-12-2002 Augsburg
- Für Ausflugsreisende am Wochenende bietet die Deutsche
Bahn vom 15. Dezember eine neue attraktive umsteigefreie
Verbindung von der Fuggerstadt ins Werdenfelser Land.
Die Regionalzüge starten in Augsburg jeweils samstags
und sonntags um 6.41 Uhr, Ankunft in Garmisch-Partenkirchen
ist 8.49 um Uhr. Für einen Ausflug in die Bergwelt der
Zugspitze, zum Skifahren oder im Sommer zum Wandern
bleibt viel Zeit, ehe um 17.18 Uhr wieder ein umsteigefreier
Zug nach Augsburg - Ankunft 19.23 Uhr - zurückfährt.
„Mit dieser bequemen Verbindung schaffen unsere Regionalzüge
eine attraktive Alternative zum Auto und zum üblichen
Ausflugsstau auf den Wegen in die Erholungsorte des
Werdenfelser Landes“, so ein Sprecher der Bahn. Der
Regionalzug hält unterwegs in an allen Bahnhöfen zwischen
Mering und Geltendorf. Auch entlang des Ammersees kann
man an allen Stationen zusteigen. Im Werdenfelser Land
sind auch abwechslungsreiche Ausflugsziele von den Bahnhöfen
Murnau, Eschenlohe oder Oberau aus zu erreichen. Neben den durchgehenden Zügen können zwischen Augsburg und dem Werdenfelser Land
auch die stündlich verkehrenden Regionalzüge mit Umsteigen in Weilheim für die
Hin- oder Rückfahrt gewählt werden. Die Regionalzüge können mit dem beliebten
„Schönes-Wochenende-Ticket“ – fünf Personen für 28 Euro - benutzt werden.
Neubau einer
Eisenbahnbrücke - RegionalBahnen werden durch Busse
ersetzt 26-11-2002 Schrobenhausen
- Der Neubau einer Eisenbahnbrücke bei Schrobenhausen
führt am Wochenende 30. November/01. Dezember zu Behinderungen
im Zugverkehr auf der Paartalbahn Ingolstadt – Augsburg.
Am Samstag und Sonntag wird der gesamte RegionalBahnverkehr
zwischen Schrobenhausen und Ingolstadt in beiden Richtungen
durch Busse ersetzt. Zur Sicherstellung der Anschlussverbindungen
in Augsburg verkehren die Busse ab Ingolstadt bis zu
18 Minuten vor der planmäßigen Abfahrtszeit der RegionalBahnen.
Durch die längere Fahrzeit der Busse entstehen bis Ingolstadt
Verspätungen von bis zu 18 Minuten. Die Anschlusszüge
werden im Normalfall erreicht. Die Deutsche Bahn empfiehlt
ihren Fahrgästen, die vorgezogenen Busabfahrten zu berücksichtigen
oder gegebenenfalls auf andere Zugverbindungen auszuweichen.
Eine Beförderung von Reisegepäck oder Kinderwagen ist
in den Bussen möglich, Fahrräder können jedoch nicht
mitgenommen werden. Die Deutsche Bahn bittet die Fahrgäste
und Anwohner um Verständnis für die während den Bauarbeiten
auftretenden Behinderungen und unvermeidbaren Lärmbelästigungen,
vor allem am Wochenende und in der Nacht.
Busabfahrten
Fahrplanwechsel
2002/2003 / Was ist neu – Was ändert
sich? 23-11-2002 Friedberg
- Mit Beginn des neuen Fahrplanjahres zum 15.12.2002
bleibt das Zugangebot auf der Paartal-Bahn weitestgehend
unverändert. Bei einzelnen Zügen wird die Abfahrts-
und Ankunftszeit geringfügig geändert. Für Aichach,
Obergriesbach, Dasing und Friedberg ergibt sich eine
neue Frühverbindung (Montag-Freitag) nach München. Aufgrund
der veränderten Abfahrtszeiten der Nahverkehrszüge von
München nach Augsburg verlängern sich alle zwei Stunden
die Umsteigezeiten beim Bahnhof Augsburg Hochzoll um
etwa 15 Minuten Richtung Aichach. Augsburg-München:
Mit dem neuen Fahrplan wird das RegionalExpress-Konzept
"München-Augsburg-Ulm" eingeführt. Das Konzept
sieht vor, dass die heute in Augsburg endenden Züge
aus München 2-stündlich nach Ulm verlängert werden.
Durch dieses RE-Konzept werden die Fahrtmöglichkeiten
aus den westlichen Vororten Augsburgs nach München mit
Nahverkehrsprodukten verbessert. Somit besteht auch
eine stündliche direkte Fahrtmöglichkeit von Augsburg-Oberhausen
nach München. Durch die Verlängerung der Züge von/nach
Ulm mussten die einheitlichen Taktabfahrtszeiten in
München Hbf bzw. Augsburg Hbf geändert werden. Es entstehen
zeitliche Verschiebungen der einzelnen Abfahrtszeiten
von bis zu 15 Minuten gegenüber dem "alten"
Fahrplan. Aufgrund der zunehmenden Reisendenzahlen verkehrt
von Montag bis Freitag ein neuer Zug in der Hauptverkehrszeit
von Augsburg nach München; Augsburg Hbf ab 8.29 Uhr.
Dieser Zug hält in Augsburg-Hochzoll, Mering und München-Pasing.
Ein Halt in Kissing ist derzeit wegen der dichten Zugfolge
nicht umsetzbar. AVV-Busverkehr: Im regionalen
Busverkehr und Bahnverkehr wird es zum Fahrplanwechsel
am 15. Dezember einige Änderungen geben. So fahren einige
Buslinien öfter und mit behindertengerechten Niederflurbussen.
Fahrplan- und Fahrpreisauskünfte zum neuen Verbundfahrplan erteilt das AVV-Kundencenter im Augsburger
Hauptbahnhof, Montags bis Freitags, von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr oder Telefon
0821 / 15 70 00.
Was-ist-neu
Hollywood
mitten in den Stauden: SAT 1 dreht Action-Thriller /
Die Staudenbahn von Augsbug nach Markt Wald spielt die
Hauptrolle 11-11-2002 "Ruhe
bitte, wir drehen! Achtung, noch zwei Minuten! Ton läuft!
Kamera läuft! Klappe. Bild 124 die Dritte!" Die
Kommandos der Regieassistentin hallen über das Gelände.
Der verträumte, seit Jahren stillgelegte Bahnhof von
Markt Wald ist zu neuem, geschäftigem Leben erwacht.
Vor der anstehenden Wiedereröffnung im Güter- und Ausflugsverkehr
dient er für ein paar Tage als Kulisse für einen actiongeladenen
Fernsehfilm, den Regisseur Andreas Senn im Auftrag des
Senders SAT 1 derzeit in den Stauden dreht. Unter dem
Arbeitstitel "Das Labor" geht es am Drehort
kräftig zur Sache: im gleißenden Scheinwerferlicht heulen
Martinshörner von Polizei- und Rettungsfahrzeugen. Bis
an die Zähne bewaffnete Polizisten nähern sich im Schutz
von Holzpaletten und Schuttcontainern einem abgestellten
Nahverkehrszug. Gänsehaut-Szenario a la Hollywood mitten
in den Stauden. Über den Inhalt des Actionstreifens
wollen die Filmleute noch nicht allzuviel verraten.
Nur soviel: auf der fieberhaften Suche nach dem Krankheitsherd
der todbringenden Hirnhautentzündung Meningitis beginnt
ein Wettlauf mit der Zeit. Im Kristenstab verdichtet
sich der Verdacht, dass die Krankheit in einem Regionalzug
ihren Ursprung hat. Als der Zug gestoppt wird, überschlagen
sich die Ereignisse: der Schaffner zückt eine Waffe
und nimmt die Passagiere als Geiseln ... Vor der Kamera
stehen sieben Hauptdarsteller - unter ihnen Bettina
Engelhardt und Pierre Besson. Hinzu kommen zahlreiche
Komparsen - von Polizisten bis hin zu Mitarbeitern einer
Bestattungsfirma. Eine wichtige Hauptrolle spielt auch
der Triebwagen "BBG 05" (Baujahr 1951) der
Bahnbetriebsgesellschaft (BBG) Stauden, der für seinen
großen Auftritt eigens eine Patina-Filmlackierung erhalten
hat und auch innen völlig umgebaut wurde. "Wie
die Jungfrau zum Kind", lacht Hubert Teichmann,
"ist die Bahnbetriebsgesellschaft Stauden in dieses
Filmabenteuer hineingerutscht." Ursprünglich sollte
der Thriller auf der Tegernseebahn in Oberbayern gedreht
werden. Doch weil die Filmaufnahmen dort wegen des laufenden
Betriebes nicht möglich waren, wurde die Kölner Filmproduktionsgesellschaft
Colonia Media an die Staudenbahn weitervermittelt. Teichmann,
der nicht nur die Geschäfte der BBG Stauden führt, sondern
auch an der Spitze der Regionalentwicklung Stauden (RES)
steht, sieht den Filmrummel als willkommene Gelegenheit,
für die Stauden einmal auf einem ganz anderen Sektor
die Werbetrommel zu rühren. Gedreht wurde nämlich nicht
nur in Markt Wald. Auch in Langenneufnach, Reichertshofen
und auf freier Strecke zwischen Margertshausen und Fischach
kamen einige spannende Szenen in den Kasten. In der
nahe gelegenen Markt Walder Bahnhofsgastsätte, die derzeit
nicht bewirtschaftet ist, hat der 45-köpfige Filmtross
tagsüber sein Hauptquartier aufgeschlagen. Produktionsleiter
Dschingis Bowakow und sein Team haben die Gaststube
zu einem funktionellen Großraumbüro mit Laptops, Kopierer
und unzähligen Aktenordnern umgemodelt. Nicht weniger
hektisch geht es nebenan auf dem Bahnhofsgelände zu.
Ein Problem stellen in diesen grauen Herbsttagen immer
wieder die Licht- und Witterungsverhältnisse dar. Das
Tageslicht muss bis zur letzten Minute ausgenutzt werden.
Denn schon am nächsten Morgen kann das Wetter dem Filmteam
einen dicken Strich durch die Rechnung machen. Deshalb
ist Aufnahmeleiter Andreas Wolffhardt oft gezwungen,
von einer Minute auf die andere umzuplanen und zu improvisieren:
"Wir fahren zweigleisig", verrät der Filmprofi,
"es gibt parallele Drehpläne für schönes und für
schlechtes Wetter!" 25 Drehtage sind für den SAT
1-Thriller angesetzt, zehn davon für die Bahnszenen
in den Stauden vorgesehen. Ein weiterer wichtiger Drehort
war ein stillgelegtes Krankenhaus in Gauting bei München,
wo die gesamten Laborszenen aufgenommen wurden. Wissenschaftliche
Beratung holte sich die Filmcrew dafür beim renommierten
Robert-Koch-Institut in Berlin. Von der Gastfreundschaft
und Hilfsbereitschaft der Stauden-Bevölkerung zeigen
sich Dschingis Bowakow und seine Kollegen hellauf begeistert:
"Die Leute helfen uns, wo immer sie können."
Viele packen die Gelegenheit beim Schopf und verfolgen
als Zaungäste interessiert und hautnah die Dreharbeiten.
Mit den Dreharbeiten in Markt Wald neigt sich das Projekt
- zumindest was die Filmaufnahmen angeht - seinem Ende
entgegen. Bis das umfangreiche Material geschnitten
und zu einem 90-minütigen Film verarbeitet wird, vergehen
allerdings noch einige Monate. Produktionsleiter Bowakow
verrät: "Wir lassen uns ein Hintertürchen offen.
Wenn der Film beim Publikum ankommt, dann war er zugleich
der Pilotfilm für eine kleine Serie. Fortsetzung folgt."
Ausgestrahlt wird der Bahn-Thriller voraussichtlich
im Frühjahr (Ende März oder Ende April) nächsten Jahres.
Binnen eineinhalb Stunden flimmert dann die Arbeit eines
Dreivierteljahres über den Bildschirm. Für Dschingis
Bowakow und seine Leute ist "Das Labor" dann
allerdings schon wieder Schnee von gestern. Im Frühjahr
stecken sie schon wieder mitten in den Dreharbeiten
für ihren nächsten Fernsehfilm. Staudenbahn Infos: www.staudenbahn.de
Stellungnahme
der Deutschen Bahn / Umbaupläne für den Augsburger Hauptbahnhof
unverändert 18-10-2002 München
(DB) - Die Deutsche Bahn stellt aus aktuellem Anlass
nochmals klar: Die Pläne für den Umbau des Augsburger
Hauptbahnhofs haben sich in den vergangenen Tagen nicht
geändert. Wie bei den gemeinsamen Veranstaltungen mit
der Stadt Augsburg – große Runde von Kommunalpolitikern
und anschließender Pressekonferenz - am 27. September
erläutert, favorisiert die Bahn Pläne für einen Ausbau
des vorhandenen Mitteltunnels. Diese Pläne sind in Abstimmung
mit der Stadt und nach wie vor gültig. Die Bahn hatte
kundgetan, dass eine Aufweitung des Mitteltunnels im
Interesse der meisten Reisenden ist. Diese Pläne beinhalten
auch den behindertengerechten Ausbau und Zugang zu den
Bahnsteigen und haben nach ersten Schätzungen ein Kostenvolumen
von 25 Mio. Euro. Alle darüber hinaus gemachten Interpretationen
oder Spekulationen entbehren jeglicher Grundlage. Unzutreffend
ist von daher auch die Unterstellung, die Bahn würde
„zurückrudern“. Entsprechende Zeitungsberichte weist
die DB hiermit ausdrücklich zurück.
Deutsche
Bahn saniert die Donautalbahn / 15 Millionen für 25
Kilometer neue Gleise 16-10-2002 München/Ingolstadt
- Die Deutsche Bahn saniert im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms
der Bundesregierung ihre Schieneninfrastruktur. Rund
15 Millionen Euro werden dabei in die Modernisierung
und Sanierung der Donautalbahn zwischen Donauwörth und
Ingolstadt aufgewendet. Die Arbeiten laufen bereits
seit Ende September diesen Jahres im Bahnhof Rohrenfeld,
setzen sich bis vsl. Mitte Dezember in den Abschnitten
Unterhausen – Burgheim und Rohrenfeld – Neuburg (Donau)
fort und werden im nächsten Jahr von Ende April bis
Ende Mai im Abschnitt Burgheim – Rain abgeschlossen.
Aufgrund der Bauarbeiten sind zeitweise Einschränkungen
im Zugverkehr leider unumgänglich. „Am Ende steht uns
und somit auch den Fahrgästen aber eine qualitativ hochwertige
Schieneninfrastruktur zur Verfügung“, so Jürgen Seiler,
DB Netz, Korridormanager Nordbayern, bei der Vorstellung
der Baumaßnahmen. Im Rahmen der Bauarbeiten werden rund
25 Kilometer Schienen und 40.000 Schwellen erneuert
sowie rund 16.300 Tonnen Schotter ausgetauscht. Bei
der Untergrundsanierung fallen rund 15.000 Kubikmeter
Aushubmaterial an und müssen durch ebensoviel Kubikmeter
neues Untergrundmaterial ersetzt werden. Darüber hinaus
werden zur Bodenstabilisierung rund 57.000 Quadratmeter
Vlies und Geokunststoffe verwendet. Hauptziele der Maßnahmen
sind die Sanierung, der Erhalt und die Verbesserung
der Schieneninfrastruktur. Mit der geplanten Untergrundsanierung
wird ein weiterer Beitrag zur Qualitätsverbesserung
der Strecke und damit auch zur Erhöhung des Reisekomforts
für den Fahrgast geleistet.
Bahnübergänge
entlang der Paartalbahn werden abgebaut 28-09-2002 Aichach
- Die Deutsche Bahn AG will auf der Paartalbahn Übergänge
auflassen und etliche Kreuzungen mit der Straße aus
Sicherheitsgründen modernisieren. Im Bereich der Stadt
Aichach sollen die Bahnübergänge an der Aichacher Straße
in Oberbernbach, an der Sankt Emmeran-Straße in Unterschneitbach
und an der Brückenstraße (Beckmühle) in Unterschneitbach
mit erheblichem Kostenaufwand nachgebessert werden.
Vorgesehen ist, die derzeitigen Altanlagen durch modernere
Halbschranken einschließlich verbesserter Lichtzeichenanlagen
auszutauschen. Gegen die Verbesserungsmaßnahmen hatte
der Bauausschuss des Stadtrats nichts einzuwenden und
nahm diese Planungen der Bahn zustimmend zur Kenntnis.
Anders schaut es aber beim Übergang „Siedlungsstraße/Am
Schindbach“ in Sulzbach aus, der gestrichen werden soll.
Hier rührt sich bereits der massive Protest der Landwirte,
die in Richtung Paarauen Grundstücke besitzen und diese
bewirtschaften. Dies stellte Ortssprecher Winfried Fischer
fest. Laut Stadtbauamtschef Josef Hell müssten die Landwirte
einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen, um auf ihre
Grundstücke zu kommen. Park and Ride im Herbst 2003:
Verkehrsreferent Heinrich Glöckner (SPD) brachte in
diesem Zusammenhang das Radwegenetz zur Sprache. Auch
dem würde die Auflassung dieses Bahnübergangs zuwider
laufen. Der Bauausschuss fasste deshalb den Beschluss,
die Bahn zu bitten, diesen Übergang ohne zusätzliche
Umbau- und Sicherungsmaßnahmen beizubehalten. Neue Park-
and Rideanlage am Aichacher Bahnhof: Beinahe eine unendliche
Geschichte ist die von der Bahn geplante Park- and Rideanlage
am Aichacher Bahnhof, die bereits im März 2001 vom Stadtrat
abgesegnet wurde. Im Bauausschuss wurde ein Konzept
präsentiert, dass laut Stadtbauamtsleiter Josef Hell
und Bürgermeister Klaus Habermann allerdings erst im
Herbst 2003 realisiert wird. Nach den Plänen der Bahn
soll der am Aichacher Bahnhof bestehende Kiosk abgerissen
werden und dort 170 Fahrradabstellplätze entstehen.
Außerdem sind 140 Autostellplätze und Bushaltebuchten
vorgesehen. Auch die bisherige Güterlagerhalle soll
abgerissen werden.
Auf der
Paartalbahn rollen wieder Güterzüge / Ölwaggons lassen
die Güterverkehrsbefürworter erneut hoffen 30-07-2002 Schrobenhausen
- Auf der Paartalbahn rollen wieder Güterzüge. Nachdem
im Frühjahr der Güterverkehr durch ein Gutachten der
Süddeutschen Consultants zunächst begraben wurde, fahren
seit einigen Wochen wieder lange Güterzüge auf der Paartalbahn.
Es handelt sich dabei um Ölzüge der Augsburger Localbahn,
die zwischen Augsburg und Ingolstadt pendeln. Auf Anfrage
sprach die Geschäftsführung der Augsburger Localbahn
lediglich von einem Probebetrieb. Die Aussichten für
einen florierenden Güterverkehr auf der Paartalbahn
seien laut Pro Bahn im Frühjahr noch als miserabel bewertet
worden. Unter den damaligen Umständen sei dies verständlich,
schreibt der Fahrgastverband in einer Pressemitteilung.
Nachdem bei der Augsburger Localbahn Andreas Braun die
Geschäftsführung übernommen habe, so Pro Bahn weiter,
habe sich die Strategie des privaten Bahnunternehmens
geändert. Die Augsburger Localbahn gehe nun offensiv
zu Werke und habe in diesem Monat bereits mehrere Güterzüge
mit Kesselwagen von einer Raffinerie in Ingolstadt nach
Augsburg rollen lassen. Pro Bahn zeigt sich optimistisch,
dass der Güterverkehr auf der Paartalbahn so wieder
in Gang kommen könnte. "Es bleibt zu hoffen, dass
der Paartalbahn in Zukunft wieder mehr Gewicht im Güterverkehr
zukommt." Diesen Optimismus will Stefan Blaas nicht
ganz teilen. Der Unternehmensberater der Süddeutschen
Consultants, der für die Initiative "Wirtschaftsraum
Südbayern · München, Augsburg, Ingolstadt" (MAI)
ein Gutachten über die mögliche Belebung des Güterverkehrs
auf der Paartalbahn erstellte, sieht nur eingeschränkte
Synergieeffekte. Der Ölverkehr sei eine geschlossene
Angelegenheit. Andere Güterwagen einfach an die Züge
der Augsburger Localbahn anzuhängen sei nicht möglich.
Allerdings sieht Blaas durch die Ölzüge eine indirekte
Möglichkeit, auf der Paartalbahn etwas für eine spätere
Wiederbelebung des Güterverkehrs zu tun. Durch die neuen
Züge werde die Diskussion um Ausweichstellen in den
Bahnhöfen wieder ernster. Damit verbunden sei die Diskussion
um den Abbau von dritten Gleisen an den Haltestellen
entlang der Paartalbahn. Es werde durch das neue Engagement
sehr deutlich, dass die DB Netz, die für das Gleisnetz
der Deutschen Bahn AG zuständig ist, nicht ausschließlich
Schienenstränge für den vertakteten Personenverkehr
vorhalten dürfe, so Blaas weiter. Erstaunt zeigt sich
Blaas auch über eine gewissen Wandel bei den Beteiligten
an der Untersuchung, die er für MAI erarbeitet hat.
"Damals haben wir vier bis fünf Rahmenbedingungen
festgestellt", sagt Blaas, "die sich jetzt
aber offensichtlich bei den Akteuren geändert haben."
Sowohl die Raffinerie in Ingolstadt als auch die Augsburger
Localbahn seien damals Mitglieder in der Projektgruppe
für die groß angelegte Untersuchung gewesen. Blaas:
"Jetzt gibt es plötzlich andere Frachten"
Der Unternehmensberater sieht, ähnlich wie Pro Bahn, eine
Wandlung bei der Strategie der Geschäftsführung der
Augsburger Localbahn. Dort sei jetzt offenbar mit einer
anderen Strategie an das Thema herangegangen worden.
Das zeige aber auch, dass es sich eventuell für private
Eisenbahnunternehmen lohnen könnte, gezielt auf mögliche
Kunden zuzugehen. Im Frühling diesen Jahres stellte
Blaas sein Gutachten für MAI zur Belebung des Güterverkehrs
auf der Paartalbahn vor. Darin kam der Berater zu dem
Schluss, dass die Tonnagen von Unternehmen entlang der
Bahn nicht ausreichten, um einen kostengünstigen Güterverkehr
auf der Bahnlinie zu gewährleisten. Der Transport von
Waren über die Straße sei konkurrenzlos preisgünstiger,
hieß es damals. An dem Gutachten haben sich sieben namhafte
Unternehmen mit ihrer Unterschrift unter einer Vereinbarung
beteiligt. Darunter auch die Schrobenhausener Firmen
Leinfelder, Südstärke und Ytong. Insgesamt befragte
die Süddeutsche Consultants mehrere hundert Firmen im
Umkreis der Paartalbahn.
Die Paartalbahn
wird ab 2003 noch attraktiver 11-07-2002 Augsburg
- Für Fahrgäste nach München verkürzen sich bald die
Umsteigezeiten in Richtung München: Mit der Fahrplanänderung
ab Dezember 2002 werden die Taktzeiten erhöht und zwei
zusätzliche Morgenzüge zwischen Augsburg München eingesetzt.
Das ist das Ergebnis der Regionalkonferenz der bayerischen
Eisenbahngesellschaft für Schwaben, die am 10. Juli
2002 in Augsburg stattfand. Auf der Konferenz, an der
Landrat Christian Knauer Aichach-Friedberg vertrat,
gaben die Deutsche Bahn und die Bayerische Eisenbahngesellschaft
(BEG) einen Ausblick auf die Fahrplangestaltung und
neue Konzepte für die Paartalbahn. Laut Landrat Christian
Knauer wurde die Wichtigkeit der Paartalbahn betont.
So ist die Paartalbahn eine der fünf Vorzeigestrecken
in Bayern. Knauer mahnte auf der Konferenz vor allem
die Parkplatzsituationen an den Bahnhöfen entlang der
Paartalbahn an. Vor allem am Bahnhof Aichach stehen
nicht genügend Parklätze zur Verfügung. Knauer schlug
vor, schnellstmöglich die Parkplätze an den Bahnhöfen
entlang der Paartalbahn auszubauen. Außerdem habe er
angeregt, auf der Paartalstrecke zusätzliche RegionalExpresszüge
einzusetzen, die nur in den Orten Friedberg, Aichach
und Schrobenhausen halten sollen. Vor allem als Zubringer
zur ICE-Strecke Nürnberg-Ingolstadt-München werden schnelle
Expresszüge auf der Paartalbahn benötigt, so Knauer.
Entschuldigungsaktion
der Deutschen Bahn auf der Paartalbahn / Verteilung
von 4.000 Pralinen und 6.000 Informationsbroschüren
18-06-2002 Augsburg/Ingolstadt
- Heute morgen und letzte Woche am Dienstag verteilten
Mitarbeiter von DB Regio 4.000 Pralinen an die Fahrgäste,
um sich bei ihnen zu entschuldigen. Zu dieser Aktion
hatte man sich entschieden, da es auf der Paartalbahn
immer wieder zu Zugausfällen aufgrund von Fahrzeugmängeln
kam. Letzte Woche wurden die Pralinen ganztags in den
Zügen und am Augsburger Hbf an die Kunden verteilt,
heute morgen nochmals für die Pendler nach München am
Bahnhof Augsburg-Hochzoll.„Wir freuen uns, dass die
Fahrgäste die Entschuldigung angenommen haben und Verständnis
für die derzeitigen Maßnahmen auf der Paartalbahn zeigen,“
so eine Bahnsprecherin heute. Mit der gleichzeitig verteilten
Informationsbroschüre wurden die Reisenden auch über
die Maßnahmen informiert, die DB Regio ergriffen hat,
um die unbefriedigende Situation zu entschärfen. Dazu
gehört zum einen, dass auf der Strecke in den nächsten
Wochen lokbespannte Züge eingesetzt werden. Dadurch
sind vor allem die Zugverbindungen im Berufsverkehr
gewährleistet. Des weiteren steht für die Fahrt nach
Augsburg in Aichach ein Ersatzbus zu Verfügung. Sollte
es zu einem Zugausfall kommen, ist dieser in kürzester
Zeit einsetzbar, um die Reisenden nach Augsburg zu bringen.
Die Fahrzeugausfälle hat der Hersteller Siemens zu verantworten.
Es handelt sich um Gewährleistungsmängel bei den Triebfahrzeugen
VT 642. Aufgrund von Engpässen bei der Ersatzteillieferung
durch den Hersteller müssen immer wieder zahlreiche
Fahrzeuge für längere Zeit aus dem Verkehr genommen
werden. Die Deutsche Bahn ist in ständigen Gesprächen
mit der Herstellerfirma und erwartet, dass sie die Probleme
an den Fahrzeugen schnellstmöglichst beseitigt.
Deutsche
Bahn tauscht Fahrzeuge aus / Im Paartal vorübergehend
einzelne lokbespannte Regionalzüge 07-06-2002 München/Augsburg
- Nachdem in den vergangenen Wochen mehrfach Engpässe
im Einsatz der Regionaltriebzüge der Baureihe VT 642
auftraten, wird die DB von heute an vorübergehend auch
lokbespannte Züge einsetzen. Die Regionaltriebwagen
müssen aufgrund von Gewährleistungsmängel des Herstellers
Siemens und wegen Lieferengpässen von Ersatzteilen derzeit
immer wieder in den Werken bleiben. „Wir wollen
unseren Reisenden einen zuverlässigen Zugverkehr garantieren.
Deswegen nehmen wir die mängelbehaftete Fahrzeuge kurzfristig
von der Schiene“, sagte Klaus-Dieter Josel, der Vorsitzende
der Regionalleitung von DB Regio Bayern. „Wir hatten
die Hoffnung, dass der Hersteller diese anfänglichen
Mängel beseitigen könnte, aber wir mussten die bittere
Erfahrung machen, dass dies offensichtlich nicht gelingt.
Jetzt haben wir die Konsequenz gezogen im Interesse
unserer Kunden.“ Im Herbst 2001 begann die DB Regio
Bayern auf der Paartalbahn mit dem Linieneinsatz der
modernen und komfortablen Regionaltriebzüge. Nun werden
sie einer Rollkur (Generalüberholung) unterzogen. In
voraussichtlich drei Wochen werden wieder ausreichend
Fahrzeuge zur Verfügung stehen. „Wir setzen weiterhin
auf moderne Fahrzeuge im Paartal. Wir werden unseren
Fahrgästen zwischen Augsburg und Ingolstadt eine moderne
Bahn mit einem hervorragenden Angebot präsentieren“,
so Klaus-Dieter Josel.
Fahrzeugmangel
führt zu Beförderungsengpässe auf der Paartalbahn 06-06-2002 Friedberg/Dasing
- Auf der Paartalbahn kam es am 05. Juni 2002 erneut
zu einem unliebsamen Störfall. Rund 60 Reisende, die
in den Frühzug, der in Ingolstadt um 6.32 Uhr abfährt,
einsteigen wollten, blieben in Dasing (Abfahrt 7.18
Uhr) und Friedberg (7.25 Uhr) zurück. Für die Fahrgäste
ergab sich, mangels Platzangebot, keine Mitfahrgelegenheit
mehr. Die 60 Reisenden mussten auf einen 20 Minuten
später verkehrenden Zug verwiesen werden, wofür die
Bahn sich ausdrücklich entschuldigt. Ursache für die
Panne: Zehn Regionalzüge, konnten am Mittwochmorgen
zwischen Augsburg und Ingolstadt aufgrund von Fahrzeug-Engpässen
nicht, wie im Berufsverkehr üblich, in Doppeltraktion
auf der Strecke fahren. Dadurch kam es auf der Paartalbahn
zu Beförderungsengpässen. Laut DB Regio Pressesprecherin
Danilea Bals habe der Hersteller der Triebfahrzeuge
VT 642 , die Firma Siemens, diese Fahrzeugausfälle zu
verantworten. Es handle sich um Gewährleistungsmängel.
Weil Engpässe bei der Ersatzteillieferung durch den
Hersteller aufträten, müssten immer wieder zahlreiche
Fahrzeuge für längere Zeit außer Betrieb genommen werden.
Von der Herstellerfirma werde nun erwartet, dass sie
die Probleme an den Fahrzeugen schnellstmöglichst beseitigt.
Heute, am morgigen Freitag und am kommenden Montag sollen
im morgendlichen Berufsverkehr vorsorglich auch Busse
zwischen Aichach und Augsburg eingesetzt werden, damit
"überzählige" Fahrgäste notfalls auf dem Straßenweg
ans Ziel befördert werden können.
Mit Volldampf
zum „Festival der Eisenbahn“ - historische Dampflok
41 018 bringt Fans nach Nürnberg 23-05-2002 Augsburg
/ München / Ingolstadt - Vom 14. Juni bis 16. Juni veranstaltet
das Firmenmuseum der Deutschen Bahn im DB Regio-Bahnbetriebswerk
Nürnberg-Gostenhof das „Festival der Eisenbahn“. Geboten
wird ein buntes Programm mit Kunst, Kultur, Musik, Literatur
und natürlich einer internationalen Fahrzeugschau mit
rund 50 historischen Fahrzeugen sowie Mitfahrten auf
dem Führerstand einer Dampflok. Am Samstag und Sonntagnachmittag
wird eine Lokparade stattfinden. Aus diesem Anlass fährt
die historische Dampflok 41 018 (Baujahr 1939), die
in Augsburg beheimatet ist, am Samstag, den 15. Juni
ein Sonderzug nach Nürnberg. Die Fahrt beginnt in Augsburg
(ab ca. 7.00 Uhr) und führt über München-Pasing (ab
ca. 7.50 Uhr) und Ingolstadt (ab ca. 10.15 Uhr). Die
Rückfahrt ab Nürnberg ist gegen 17.00 Uhr geplant. Die
Hin- und Rückfahrt für einen Erwachsenen gibt es ab
54 Euro für einen Erwachsenen in der 2. Wagenklasse.
Kinder zahlen ab 34 Euro. Ermäßigte Eintrittskarten
(6 Euro pro Person) für das „Festival der Eisenbahn“
werden im Zug verkauft. Weitere Informationen zu der
Sonderfahrt und zum „Festival der Eisenbahn“ sowie Fahrkarten
und Eintrittskarten und Tribünenkarten sind im Servicecenter
des DB Museums Nürnberg unter der Rufnummer 0 180 4
- 44 22 33 (0,24 € pro Anruf) sowie im Internet unter
www.dbmuseum.de
erhältlich.
Mit der
Bahn ins Altmühltal oder nach Neuschwanstein – Ausflugtipps
ab Augsburg 15-05-2002 Augsburg
- Für alle, die während der Pfingstferien daheim gebliebenen
sind, gibt es eine Reihe an interessanten Ausflugsziele,
die man bequem und günstig mit der Bahn von der Fuggerstadt
Augsburg aus erkunden kann. Wer gerne Natur pur genießen
möchte, für den bietet sich ein Tagesausflug in die
faszinierende Kulturlandschaft des Naturparks Altmühltal
an. Seit dem Jahr 1969 wird sie als Naturpark geschützt
und entwickelt. Von Augsburg aus bietet die Deutsche
Bahn wochentags stündlich zwei Regionalzugverbindung
nach Eichstätt Bahnhof - mit Umsteigen entweder in Ingolstadt
oder in Treuchtlingen - an. Und nach der Erkundung des
Altmühltals lädt die Bischofsstadt Eichstätt noch zu
einem gemütlichen Spaziergang ein. Von Eichstätt Bahnhof
aus bringt Sie die RegionalBahn in zehn Minuten nach
Eichstätt Stadt, von wo es zum Marktplatz nur fünf Minuten
zu Fuß sind. Romantische Ausflügler können sich auf
die Spuren von König Ludwig II begeben. Weltweit eine
Million Besucher aus aller Welt besuchen jährlich das
Schloss Neuschwanstein, dass man vom Bahnhof Füssen
aus mit den Bussen des Regionalverkehr Allgäu GmbH in
nur 15 Minuten Fahrzeit erreicht. Von Augsburg bietet
sich an mit dem RegionlExpress um 8.03 Uhr oder 9.03
Uhr (mit Umsteigen in Buchloe) nach Füssen zu fahren.
Ein ganz besonderes Erlebnis wird der Ausflug nach Füssen
mit den „Blauen Wagen“, dem rollenden Erlebnisrestaurant
der Eisebnbahn- und Sonderwagen Betriebs MbH (ESG).
Näher Informationen hierzu gibt es unter der Telefonnummer:
0821/541512 oder unter www.blaue-wagen.de Ein ganz besonderes
Erlebnis für die Familie und Spaß pur - ein Ausflug
ins LEGOLAND nach Günzburg. Original nachgebaute Gebäude
und Landschaften, rasante Fahrgeschäfte, abenteuerliche
Erlebnislandschaften, in denen es jede Menge zu entdecken
gibt. Aber auch die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten,
zu bauen, zu experimentieren und zu lernen – ganz im
Sinne der LEGOLAND Philosophie. Von Augsburg kann man
bequem um 8:25 Uhr, 8.28 Uhr (nur am Wochenende und
in den Ferien) und um 9.25 Uhr aufbrechen. Die Fahrt
dauert etwa 40 Minuten. Für die Fahrt bieten sich die
Sonderangebote Schönes-Wochenende-Ticket für 28 EUR oder
das Bayern-Ticket für 21 EUR an. Mit den Schönes-Wochenende-Ticket
bzw. Bayern-Ticket können fünf Personen sowie Eltern
oder Großeltern mit beliebig vielen eigenen Kindern
bis einschließlich 14 Jahre die Regionalzüge (RE, RB)
der Deutschen Bahn benutzen. Das Schönes-Wochenende-Ticket
gilt samstags oder sonntags von 0 bis 3 Uhr des Folgetages.
Das Bayern-Ticket gilt montags bis freitags für jeweils
einen Tag ab 9. Uhr bis 3.00 Uhr des Folgetages. An
Wochenfeiertagen gilt es ganztägig (ausgenommen 8. und
15 August). Nähere Informationen gibt es in der Broschüre
„Mit der Bahn auf Tour – Ausflugsziele ab Augsburg“.
Sie erhältlich neben weitern interessanten Ausflugtipps
auch ein Gewinnspiel. Als Hauptpreis gibt es eine Verwöhnfahrt
für zwei Personen in dem komfortablen „Blauen Wagen“
zu gewinnen.
Stellungsnahme der DB
Regio AG zu den Qualitätsanstrengungen auf der Paartalbahn 20-04-2002 München
– Die DB Regio AG hat seit Frühjahr 2001 - nach langen Lieferproblemen
des Fahrzeugherstellers - auf der Paartalbahn neue Triebfahrzeuge
des Typs VT 642 in Dienst gestellt. Ziel war es, unseren Fahrgästen
eine noch komfortablere Reise zu ermöglichen. Derzeit erfüllen die
Triebfahrzeuge jedoch die berechtigten Bedürfnisse unserer Kunden
ebenso wenig wie unsere eigenen. Bedauerlicherweise sind Schwierigkeiten
bei der Inbetriebnahme von neuen Schienenfahrzeugen in der Vergangenheit
wiederholt aufgetreten, nicht nur bei DB Regio sondern auch bei
Mitbewerbern. Wir unternehmen alles, um die Betriebszuverlässigkeit
dieser Fahrzeuge massiv zu verbessern und die Firma Siemens zu einer
vertragsgerechten Leistungserfüllung zu verpflichten. Hierzu habe
ich selbst mehrere Gespräche mit hochrangigen Firmenvertretern geführt
und es sind mittlerweile bereits erhebliche Fortschritte erzielt
worden. Die Firma Siemens hat, in Zusammenarbeit mit unseren technischen
Stellen, die Mängel identifiziert und ist dabei, diese jetzt schrittweise
abzuarbeiten. Drei Siemens Mitarbeiter sind hierfür fortlaufend
in unserem Werk Kempten tätig. Besondere Verbesserungen versprechen
wir uns vom Software Update und teilweisen Austausch eines zentralen
Steuergerätes im Juni. Als weitere aufwendige Änderungen sind u.
a. die Verbesserung der Heizleistung für die Scharfenberg-Kupplung
und der Austausch von Umwälzpumpen vorgesehen. Im Falle größerer
Störungen organisiert die Transportleitung, auf Anforderung unserer
Mitarbeiter vor Ort, Alternativen für die Reisenden, in der Regel
Busse oder Taxis. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und wird
auch bayernweit durchgeführt. Um die diesbezügliche interne Kommunikation
zu verbessern, wurden seit Ende vergangenen Jahres alle auf der
Paartalbahn eingesetzten Mitarbeiter mit Mobiltelefonen ausgestattet.
Wie Sie wissen, ist es jedoch erfahrungsgemäß in der Hauptverkehrszeit
häufig schwierig, kurzfristig Schienenersatzverkehre zu organisieren,
da alle lokalen Busse bereits im Linienverkehr im Einsatz sind.
Durch den Einsatz der Mobiltelefone können wir auch den Informationsfluss
gegenüber unseren Fahrgästen deutlich verbessern. Es ist nunmehr
möglich, alle betroffenen Reisenden, über Lautsprecherdurchsagen
der Fahrdienstleiter für die Haltestellen und der Triebfahrzeugführer
für die Züge, im Störungsfall ständig auf dem Laufenden zu halten.
Um sicherzustellen, dass diese geplanten Verbesserungen auch tatsächlich
greifen, führen wir im April eine umfangreiche Qualitätsüberwachung
auf der Paartalbahn durch. Darüber hinaus unternehmen wir zur Verbesserung
der Fahrplanstabilität Anstrengungen mit dem Ziel, auf der mit dem
Fernverkehr gemeinsam genutzten Strecke von Augsburg Hauptbahnhof
bis Augsburg-Hochzoll die Züge der Paartalbahn auch bei Verspätung
der ICE Linie 6 pünktlich aus dem Bahnhof abfahren lassen zu können.
Bezüglich der Bahnhöfe befindet sich derzeit bei unserem Besteller,
der Bayerischen Eisenbahngesellschaft m. b. H. (BEG) eine bayernweite
Stationsdatenbank im Aufbau. Ziel dieser Datenbank ist es, bestehenden
Mängeln künftig schneller begegnen zu können. In einem Pre-Test
hat die Agentur Bahnstadt im Auftrag der BEG für die Bahnhöfe der
Paartalbahn, mit geringen Abstrichen für einen Haltepunkt, einen
sehr zufriedenstellenden Zustand festgestellt. Wir sind sehr zuversichtlich,
dass wir auf Basis der schon erzielten Erfolge (z. B. Fahrzeitverkürzung,
Angebotsausweitung, höherer Fahrzeugkomfort), gemeinsam mit noch
anstehenden Verbesserungen (z. B. in Folge des Ausbaus der Strecke
Augsburg – München), unseren Fahrgästen vor Ort einen rundum guten
Nahverkehr anbieten können. Klaus-Dieter Josel, DB Regio Bayern.
Geteiltes Echo über
Pro-Bahn-Forderung nach Neuausschreibung der Paartalstrecke 09-04-2002 Friedberg
- Die erst kürzlich von dem Fahrgast-Verband „Pro Bahn Schwaben“
gestellte Forderung nach einer Neuausschreibung der Paartalbahn
trifft bei Bürgern, Verbänden und Politik auf eine geteilte Meinung:
Während der Fahrgast-Verband „Pro Bahn Schwaben“ eine Neuausschreibung
der Paartalstrecke fordert, möchte das Wirtschaftsministerium am
Betreiber Bahn AG weiter festhalten. Auf Anfrage bestätigte das
Wirtschaftsministerium, dass derzeit über ein Zehn-Jahres-Vertrag
mit der Bahn AG verhandelt wird. Verspätungen, Totalausfälle, kein
professionelles Krisenmanagement und kein erkennbares und inhaltliches
Konzept lauten die Vorwürfe des Fahrgastverbandes „Pro Bahn Schwaben“
gegen die Bahn AG. Für die Mehrzahl der Fahrgäste ist es einfach
unglaublich, dass trotz der Geschehnisse in der Vergangenheit sich
nichts ändert. So stimmen viele Fahrgäste, Verbände und Landräte
überein, dass es aufgrund einer Reihe von Pannen und Verspätungen
ganz legitim sei, die Strecke neu auszuschreiben. Der Chef der Bayerischen
Eisenbahngesellschaft weist aber auch darauf hin, dass die Bahn
für bestimmte Mängel oft gar nicht selbst verantwortlich sei. So
hätte wahrscheinlich auch ein anderer Betreiber Probleme mit bestimmten
Triebwagen, wenn die Technik nicht funktioniere. Das eigentliche
Problem liegt hier nämlich nicht beim Bahnbetreiber sondern beim
Hersteller.
Pro Bahn: Stammtisch zum Schienengüterverkehr
auf der Paartalbahn 05-04-2002 Schrobenhausen
- Ist der Güterverkehr auf der Paartalbahn am Ende? Das fragt sich
der Fahrgastverband Pro Bahn am Dienstag, 9. April, um 19 Uhr im
Nebenzimmer der Gaststätte Baurnbräu in Schrobenhausen. Im vergangenen
Jahr fand das Projekt „Güterverkehr auf die Paartalbahn!“ statt.
Ziel war es, das Güterverkehrsaufkommen im Raum Ingolstadt bis Augsburg
wieder verstärkt auf die Schienenstrecke der Paartalbahn zu verlagern.
In Zusammenarbeit mit den möglichen Verladern wurden deren Potentiale
ermittelt und es sollte sogar ein Probebetrieb stattfinden. Der
Abschlussbericht liegt nun vor und das Ergebnis ist ernüchternd:
Unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen ist der Güterverkehr auf
der Paartalbahn nicht wiederzubeleben. Am Stammtisch werden darüber
hinaus werden die Rahmenbedingungen erläutert und diskutiert.
Kinder haben Schottersteine auf
Schienen gelegt 03-04-2002 Aichach
- Spielende Kinder haben bei Aichach mehrere Steine auf die Gleise
gelegt. Wie die Bundesgrenzschutzinspektion (BGS) Augsburg mitteilte,
ist eine Regionalbahn bereits vor einer Woche auf der Fahrt von
Ingolstadt nach Aichach auf Höhe des Einfahrsignals am Bahnhof Aichach
über die Steine gefahren. Eine verständigte BGS-Streife traf kurze
Zeit später mehrere Kinder auf einem in Gleisnähe gelegenen Spielplatz
an. Ein Kind gab nach eingehender Befragung zu, die Steine auf das
Gleis gelegt zu haben. Weder am Zug noch an den Bahnanlagen entstand
ein Sachschaden. Die BGS-Inspektion Augsburg weist dennoch auf die
Gefahren des Bahnbetriebes hin. Bahnanlagen sind keine Abenteuerspielplätze.
Die Steineaufleger können von Zügen erfasst oder durch Steinsplitter
erheblich verletzt werden.
Fahrgast-Verband ProBahn
fordert nach einer Serie von Pannen eine Neuausschreibung der Paartalstrecke
29-03-2002 Schrobenhausen
- Große
Pläne hatte die Deutsche Bahn AG noch vor drei Jahren mit der Paartalbahn
zwischen Ingolstadt und Augsburg. In der Zusammenarbeit mit der
DB Regio sollte die Bahn als Referenzstrecke beispielhaft ausgebaut
und modernisiert werden, doch jetzt wurde eine ernüchternde Bilanz
aus Sicht der Fahrgäste und Nutzer gezogen. Nach einer langen Serie
von Verspätungen, Zugausfällen und Pleiten, Pech und Pannen auf
der Paartalbahn fordert der Fahrgastverband nun einen drastischen
Schnitt: Anstelle der DB Regio AG soll ein anderes Verkehrsunternehmen
die Bahnlinie vom Ingolstadt nach Augsburg betreiben. Der bayerische
Wirtschaftsminister Otto Wiesheu und Landtagsabgeordnete an der
Paartalbahn sollen sich dafür einsetzten, die Paartalbahn neu auszuschreiben,
so der ProBahn Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen: Mit der Paartalbahn
fahren täglich bis zu 5000 Menschen. Die Pendler seien seit der
Umstellung auf die neuen Triebwagen wesendlich häufiger von Störungen
betroffen als früher. Allein zwischen dem 22. Oktober des vergangenen
Jahres und dem 14. März dieses Jahres seien 32 Totalausfälle und
26 Verspätungen bis zu 72 Minuten bekannt geworden. Schuld daran
seien die neuen Fahrzeuge, deren Triebwagen extrem empfindlich auf
Temperaturschwankungen reagierten. Sie funktionierten einzeln meist
nur bei Temperaturen zwischen fünf und 25 Grad, die Kupplung mehrerer
Fahrzeuge erweise sich demnach schon als Glücksfall. So könne es
schon vorkommen, dass die Fahrgäste einfach stehen gelassen würden,
da kein Angestellter mit einer Entscheidungsbefugnis vor Ort sei,
der Alternativen wie Taxen oder Busse organisieren könne. Auch die
geplante Modernisierung der Haltestellen (einheitliches Erscheinungsbild,
behindertengerechter Ausbau der Bahnsteige) belaufe sich, bis auf
wenige Ausnahmen, auf einen neuen Anstrich der Gebäude. Ebenfalls
kritisierte Pro-Bahn, dass es kein professionelles Krisenmanagement
bei Verspätungen gibt. Kurzfristige Ersatzfahrten fehlten ebenso
wie ein Fahrgastinformationssystem. Fazit von Pro-Bahn: Der Bahnkonzern
lasse kein zeitliches und inhaltliches Konzept erkennen um aus dem
Dilemma herauszukommen. Deshalb müsse ein anderer Anbieter eine
Chance bekommen. "Wir wollen nicht alles mies machen, aber
die Bahn erfüllt ihre Ansprüche nicht", bedauert ProBahn. Deshalb
würden sich die Verantwortlichen voraussichtlich schon in den nächsten
Tagen mit Bayerns Wirtschaftsminister und Aufsichtsrats-Vorsitzendem
der Eisenbahngesellschaft im Freistaat, Otto Wiesheu, und mit Landtagsabgeordneten
entlang der Paartalbahn in Verbindung setzen. Ziel sei es, eine
Ausschreibung der Zugleistungen auf der Strecke Augsburg-Ingolstadt
zu erreichen.
Die Bahn hat große Pläne
für den Augsburger Hauptbahnhof 20-03-2002 Augsburg
- Der Augsburger Hauptbahnhof soll nach willen der Bahn AG für mehrere Millionen
Euro total umgebaut werden. Als erste Konsequenz wurden die
Ausbaupläne für die Pferseer Unterführung auf Eis gelegt. Und das,
obwohl deren Umbau nach jahrelanger Vorarbeit und Diskussionen kurz
bevorstand. Bei beiden Projekten hat die Bahn die Federführung.
Die Stadtwerke Augsburg befürchten eine Kostenexplosion. Breitere und zusätzliche
Bahnsteige, aufwändige Gleisverlegungen - die Bahn überlegt, wie
sie den ältesten deutschen Großstadtbahnhof funktionell verbessern
kann. Vorgesehen sind zudem Lifte im Zentralbereich sowie eine neue
Überdachung der Bahnsteige. Dabei kam erneut die Alternative ins
Gespräch, die Unterführung nach Pfersee quer unter dem Hauptbahnhof-Areal
zu ziehen - als Verlängerung der Bahnhofsstraße. Dies bedeutet wiederum
das Aus für die Umbauplanung der Pferseer Unterführung, die selbst
weit über 50 Millionen Euro kosten sollte. In der Stadtwerke-Spitze
spricht man von einer „großen Unsicherheit“ und einem „herben Rückschlag“.
Die neuerliche Situation sei ein „gravierender Einschnitt“. Auch
die Regierung von Schwaben wurde von den Plänen überrascht - zumal
die Bahn bisher eine Tunnelführung unter dem Hauptgebäude abgelehnt
hatte. Sprecherin Birgit Brunner: „Nun müssen die Pläne überarbeitet
und eine exakte Kostenanalyse gemacht werden.“ Nach Auskunft von
Tiefbauamtsleiter Otto Liepert legte die Bahn ihre neuen Vorstellungen
bei einem Gespräch mit den Mitarbeitern der Bauverwaltung und der
Bahn-Planungsgruppe sowie Vertretern der Ministerien, der Regierung
sowie Stadtwerke-Geschäftsführer Reinhold Wenninger vor. Dabei erläuterten
die Bahn-Vertreter ihre Pläne: Nach deren Vorstellungen müssten
die bisherigen Kopfgleise für Regionalzüge im Süden verschwinden.
Als Ersatz wären drei weitere Bahnsteige (10 bis 12) in Richtung
westlichem Güterbahnhof vorgesehen. Auch eine alte Forderung von
Behindertenverbänden würde erfüllt: Im Mittelbereich sind Lifte
geplant. Die Bahnsteige sollen zudem großzügig überdacht werden.
Im Rahmen dieser angedachten Modernisierungsmaßnahmen wurde auch
ein Schwenk der Unterführung als Verlängerung der Bahnhofstraße
mit Verlegung der Trambahn-Haltestellen näher an oder gar in den
Bahnhof erneut diskutiert. Liepert: „Über den Daumen gepeilt, wären
dafür allein von der Bahn Aufwendungen von 30 bis 40 Millionen Euro
zu erbringen.“ Wie es weitergeht, soll nun eine Machbarkeitsstudie
ergeben, die die Bauverwaltung und die Projektgruppe der Bahn erstellen
werden. Pressesprecherin Bianca Walter von der Bahn AG München:
„Zu den Details und Kosten kann man jetzt noch nichts sagen. Vorgesehen
ist, gemeinsam mit der Stadt Augsburg eine optimale Lösung zu finden.“
Die Zuschussanträge für die Umgestaltung der Pferseer Unterführung
lagen versandfertig in den Schubladen der Stadt. Nach deren Genehmigung
wäre ein Baubeginn sofort möglich gewesen. Dennoch hat Liepert das
Projekt jetzt gestoppt: „Wir werden nun lediglich die Abwasserkanalrohre
in der Unterführung verstärken und etwa zwei Meter tiefer legen,
da diese Arbeiten so oder so notwendig sind.“
Anruf-Sammel-Taxi (AST)
in Friedberg voller Erfolg - Seit Januar 2002 günstigere Fahrpreise
24-02-2002 Friedberg
- Seit dem 10. Juni 2001 gibt es in Friedberg das Anruf-Sammel-Taxi
(AST-Linie 209) des Augsbuger Verkehrsverbundes. Was sich in anderen
Verbundräumen, wie z. B. Aichach, Neusäß oder Königsbrunn
bestens bewährt hat, zeichnet sich auch für den AST-Verkehr in Friedberg
ab. 30 Fahrgäste nahmen im Startmonat Juni 2001 das AST in Anspruch,
im Dezember waren es bereits 274 Personen. Ein beachtlicher
Zuwachs - und die Tendenz ist steigend. Attraktiver geworden ist
das AST-Friedberg auch durch die Einstufung von der Preisstufe 1
Außenraum in die Preisstufe Innenraum, die seit dem 1. Januar 2002
gilt. Betrug der Fahrpreis für einen Erwachsenen bis dahin 2,00
Euro, so sind es jetzt 1,00 Euro. Die Änderung war auf Wunsch der
Stadt Friedberg vorgenommen worden, die sich auch bereit erklärt
hat, die dadurch bedingten geringeren Einnahmen beim AVV auszugleichen.
Die Fahrpreise auf einen Blick: Erwachsene 1,00 EUR, Kinder (6-
einschl. 11 Jahre) 0.50 EUR, Zuschlag für Zeitkarteninhaber 0.50
EUR, Freifahrtberechtigte 0.50 EUR. Schülerzeitkarteninhaber und
Schwerbehinderte fahren frei. Zur Erinnerung: Was ist und wie funktioniert
das AST-Friedberg? Mit dem AST-Friedberg kann man aus dem Raum Ried-Eurasburg-Harthausen-Ottmaring
von jeder mit AST gekennzeichneten Bushaltestelle nach Friedberg
fahren und an den Haltestellen Marienplatz, Stadthalle, Bahnhof,
Münchner Straße und Marquardstraße aus- und zur Rückfahrt einsteigen.
Auf Wunsch fährt das AST den Fahrgast sogar bis vor die Haustüre.
Wichtig! Das AST fährt nur bei Bedarf und bei rechtzeitiger telefonischer
Anmeldung - 45 Minuten vor der im Fahrplan angegebenen Abfahrtszeit
- bei Taxi Augsburg eG., Tel. 0821/ 3 50 25 oder 3 63 33. Linienverlauf:
AST 209 Friedberg / Paar / Harthausen / Ottmaring / Hügelshart /Eurasburg
/ Bachern / Ried.
Augsburger Verkehrsverbund legt
Wunschzettel für die Paartalbahn vor 20-02-2002 Augsburg/Aichach
- Verspätungen beseitigen, den Haltepunkt Friedberg-Paar wiedereröffnen
, eine Überholspur bauen und die Bahnsteige behindertengerecht ausbauen -
der Augsburger Verkehrsverbund präsentierte am 19.02.2002 im
Landratsamt Augsburg viele Ziele für die Paartalbahn. Allerdings
gibt es auf dem großen AVV-Wunschzettel auch eine Variable: die
Deutsche Bahn AG. Wie sich im Landratsamt Augsburg herausstellte,
gehen ohne die Bahn die AVV-Wünsche wohl nicht in Erfüllung. Der
AVV weiß ob der Missstände auf der Strecke Augsburg-Ingolstadt,
schickt Appelle an die Bahn, diese zu beheben. „Wir stehen permanent
bei der DB auf der Matte“, sagt Helmut Hofmann, AVV-Geschäftsführer.
Die Fahrgastbeschwerden würden an die Bahn weitergeleitet. Einige
Missstände hat der AVV schwarz auf weiß, er hat Regionalbahnhöfe
und -haltepunkte unter die Lupe genommen. Im Vordergrund standen
die Qualitätsmerkmale „Sicherheit, Sauberkeit“, „behindertengerechte
Zugänge“, „Information“. Das Ergebnis: „Der heutige Zustand der
Bahnhöfe und Haltepunkte wird den Zielen größtenteils nicht gerecht“,
bilanziert Hofmann. An den Haltestellen bis Aichach müssten nach
der Studie beispielsweise die Bahnsteige angehoben werden, in Aichach
und Obergriesbach seien die Bahnsteige zudem in einem „sehr schlechten
Zustand“. Ferner müssten Bushaltehäuschen aufgestellt werden, oder
in Obergriesbach eine Uhr und ein Notrufmelder. Diese Maßnahmen
sind mit höchster Priorität gekennzeichnet, Hofmann bezweifelt aber,
dass die Bahn die Vorschläge bald umsetzt. „Die DB ist willig“,
sagt der AVV-Chef, räumt aber ein, dass der Bahn finanziell die
Hände gebunden seien. Es komme auf Zuschüsse vom Freistaat an. In
Sachen Verspätung der Paartalbahn liegen den Angaben zufolge dem
AVV keine Lösungsansätze vor, dennoch hegt Hofmann nach Gesprächen
mit der Bahn Hoffnung, „dass sich in den nächsten zwölf Monaten
etwas tun wird“. Langfristig komme der Paartalbahn wohl das Überholgleis
in Paar, das „wohl erst 2007 realisiert wird“, zugute.
Paartalbahn auf absehbare Zeit nur
für den Schienenpersonenverkehr 15-02-2002 Augsburg
- Das Projekt der Initiative München, Augsburg, Ingolstadt. (MAI)
e.V. „Güterverkehr auf die Paartalbahn!" wurde jetzt abgeschlossen
und vom Auftragnehmer Herrn Blaas von den Süddeutschen Consultants,
Augsburg dem Wirtschaftsreferenten der Stadt Augsburg, Johannes
Hintersberger überreicht. Damit liegen jetzt klare Ergebnisse vor:
konkrete, eindeutige Aussagen, die die seit Jahren immer wieder
an die verschiedenen Adressaten wie die Lokalpolitik, überörtliche
Politik, die Bahn (Netz und Cargo) oder auch an die Verlader gerichteten
Forderungen insofern relativieren, als sie allen Beteiligten vor
Augen führen, dass der hier gewollte Güterverkehr auf der Schiene
nur in einer gemeinsamen Anstrengung zu steigern gewesen wäre, wenn
die Rahmenbedingungen hierfür gestimmt hätten. Sowohl der starke
LKW-Verkehr auf der B 300 zwischen Augsburg und Ingolstadt als auch
das vielfältige und zum Teil große Potenzial schienenaffiner Güter
bei Firmen in diesem Raum machte den Ruf nach mehr Schienentransporten
erklärlich. Die durchgeführte Untersuchung belegt jedoch, dass dieses
Potenzial zur dauerhaften Erzeugung einer Grundlast für den Schienengüterverkehr
nicht ausreicht, um gegenüber dem Straßentransport konkurrenzfähig
zu sein. Die Kostenstrukturen bestehen zu lange schon zu ungunsten
der Schiene, viele Entscheidungen von Betrieben liefen folgerichtig
in der Vergangenheit schon gegen die Beibehaltung von Gleisanschlüssen.
Und die noch vorhandenen am Schienengütertransport interessierten
Unternehmen erzeugen keine ausreichende Transportmenge, um ein konkurrenzfähiges
Angebot für den Schienengüterverkehr organisieren zu können. Die
vorgefundenen Mengen reichen auch nicht aus, um die Mittel für die
Instandhaltung und zum Teil notwendige Wiederherstellung der Infrastruktur
zu erwirtschaften. In der Konsequenz hieraus ist es auch niemandem
zuzumuten, die nicht mehr genutzte Infrastruktur vorzuhalten. Nach
der Privatisierung der Deutschen Bahn muss auch dem zuständigen
Geschäftsbereich Netz der DB AG zugestanden werden, die nicht mehr
benötigten Gleise und Weichen, insbesondere in Aichach und Schrobenhausen,
zurückzubauen und damit den Weg frei zu machen für Neubauten von
Außenbahnsteigen und P&R-Stellplätzen zur Verbesserung des ÖPNV.
Schließlich werden dadurch auch Neubauten der Bahnübergänge als
Unterführungen in optimierter, kostengünstiger Form ermöglicht.
„Die Untersuchung zeigte aber auch die vorhandenen Ansätze auf",
so Johannes Hintersberger „die eine Ausrichtung des geplanten GVZ’s
Augsburg auf die Verbindungen zu den Seehäfen, in das Ruhrgebiet
und nach Italien als sinnvoll erscheinen lässt. Die Tragfähigkeit
dieser Verkehre für einen dauerhaften wirtschaftlichen Betrieb des
GVZ‘s und darin insbesondere des Umschlagterminals müsste jedoch
noch in weiteren Arbeiten nachgewiesen werden." Diese Ergebnisse
des Projekts zur erhofften Belebung des Schienengüterverkehrs auch
auf dem Lande tragen also einerseits dazu bei, dass geplante GVZ
Augsburg zu stützen, und sie rechtfertigen andererseits die Rückbauten
der Schieneninfrastruktur in Aichach und Schrobenhausen, wodurch
kostengünstige Unterführungen aber auch Verbesserungen für den ÖPNV
errichtet werden können.
Am Rosenmontag und Faschingsdienstag
fahren AVV-Busse wie in den Schulferien. AVV-Kundencenter und AVV-Geschäftsstelle
am Faschingsdienstag ab 12.00 Uhr geschlossen. 08-02-2002 Augsburg
- Am Rosenmontag, dem 11. Februar und am Faschingsdienstag, dem
12. Februar 2002, verkehren die AVV-Regionalbusse wie in den Schulferien.
Am Faschingsdienstag sind das AVV-Kundencenter im Augsburger Hauptbahnhof
und die AVV-Geschäftsstelle in der Prinzregentenstraße 2, ab 12.00
Uhr geschlossen. Auskünfte werden an diesem Tag zu den üblichen
Geschäftszeiten im Reisezentrum der DB im Augsburger Hauptbahnhof
erteilt sowie rund um die Uhr durch die DB-Fahrplanauskunft unter
der Nummer 0180 599 66 33. Für Fragen, Auskünfte zu sowie die Bearbeitung
von AVV-Abonnements steht das AVV-Abo-Center im Augsburger Hauptbahnhof
zur Verfügung (Tel.: 0821/50 32 455; Fax 0821/50 32 2216).
Erfolg für Bundesgrenzschutz
im Bahnhof Mering: BGS Beamte schnappen Sprayer 22-01-2002 Augsburg
- Den Beamten des Bundesgrenzschutzes (BGS) sind in den Morgenstunden
des 21.01.02 auf dem Bahnhof in Mering drei schon länger bekannte
Graffitisprayer die auch im Zusammenhang mit Farbanschlag auf die
Paartalbahn stehen ins Netz gegangen. In Aichach entstand der Deutschen
Bahn am Wochenende ein Schaden von 2550 Euro. Ein im Bahnhof über
Nacht abgestellter neuer Triebwagen der Paartalbahn wurde besprüht.
Die Geduld und Ausdauer der Bundesgrenzschutzinspektion Augsburg
haben sich jetzt ausgezahlt: In der Nacht von Montag auf Dienstag
wurden drei Sprayer im Meringer Bahnhof auf frischer Tat ertappt,
als sie gerade einen Reisezugwagen der Deutschen Bahn AG „verzieren“
wollten. Die drei gefassten Jugendlichen im Alter von 21 bis 23
Jahren stammen aus dem Großraum Augsburg und trieben nach dem Stand
der Ermittlungen dort schon länger ihr Unwesen. Die Beamten der
Bundesgrenzschutzinspektion Augsburg prüfen jetzt, wieweit der Gruppe
weitere Straftaten im Bereich der Sachbeschädigung nachzuweisen
sind. Nächtelang waren die Fahnder zuvor im Bahnhof Mering und Aichach
auf der Lauer gelegen, bis endlich der erhoffte Zugriff gelang.
Wie groß der Gesamtschaden ist, der auf das Konto der festgenommenen
Sprayer geht, wird derzeit noch untersucht. Er dürfte sich nach
bisherigen Erkenntnissen aber auf mehrere Tausend Euro belaufen.
Der Bundesgrenzschutz ermittelt noch. Den Sprayern drohen jetzt
erhebliche Gerdstrafen. Neben der Geldstrafe für die Sachbeschädigung,
kommen auch noch Kosten für die Reinigung, Ausfallzeiten und Überführungsfahrten
des Zuges hinzu. Außerdem werden die Täter wegen so genannter Urkundenunterdrückung
angezeigt, da technische Aufzeichnungen am Wagen übersprüht wurden.
Die Schadensersatzforderungen belaufen sich dabei auf mehrere tausend
Euro pro Zug, hinzu kommen noch Gerichts- und Ermittlungskosten.
Wer zur weiteren Aufklärung des Falles beitragen kann, wird gebeten,
sich beim Bundesgrenzschutz Augsburg unter der Telefonnummer (0821)
34356-0 zu melden.
Landrat und Fahrgäste
beschweren sich über Missstände auf der Paartalbahn 12-01-2002 Schrobenhausen
- Zugausfälle, Verspätungen und zuletzt ein liegen gebliebener Triebwagen,
dem der „Sprit“ ausgegangen sorgen für Unmut bei Landrat und Fahrgäste
auf der Paartalbahn. So sehr, dass sich jetzt Landrat Richard Keßler
mit einem Schreiben an die Bahn AG wandte. Die Deutsche Bahn produziert
derzeit negative Schlagzeilen auf der Paartalstrecke. Zugausfälle
und Verspätungen seien an der Tagesordnung. Besonders betroffen
vor allem die Berufspendler, die immer häufiger zu spät am Arbeitsplatz
erschienen. Den Höhepunkt bildete nun ein wegen Spritmangels in
Edelshausen stehen gebliebener Triebwagen. Landrat Dr. Richard Keßler
hat die DB Regio Südbayern und die Bayerische Eisenbahngesellschaft
nun aufgefordert, diese Missstände zu beseitigen. "Die Einführung
neuer Triebwagen auf der Paartalbahn und der neue Frühzug von Schrobenhausen
nach Ingolstadt waren positive Ansätze, die Hoffnung machten auf
eine Qualitätssteigerung im regionalen Bahnverkehr und damit letztlich
auch auf eine bessere Akzeptanz und Auslastung des ÖPNV. Die aktuellen
Vorkommnisse drohen dies nun mit einem Schlag zunichte zu machen",
so der Landrat. Er wies auf die Wichtigkeit der Paartalbahn als
Verkehrsachse für den Landkreis hin und auf den enormen Imageschaden,
den der ÖPNV durch solche Vorkommnisse erleide. "Die Paartalbahn
ist für den Landkreis und die Region eine wichtige Verkehrsader.
Deshalb muss in kürzester Zeit wieder ein zuverlässiger Betrieb
zwischen Augsburg und Ingolstadt stattfinden." Auch der Bahn
schmecken die Beschwerden über die Paartalbahn nicht, wie Bayerns
Pressesprecherin Daniela Bals auf Anfrage mitteilte. Für die Verspätungen
aus Richtung Augsburg macht Bals vor allem die derzeitige Baustelle
auf der Bahnstrecke zwischen Augsburg und München bei Augsburg-Hochzoll
verantwortlich. Bis auf weiteres müsse daher mit Verspätungen gerechnet
werden. Aber auch die frostige Witterung habe den neuen Triebwagen
erheblich zu schaffen gemacht. So sei es auch zum Spritmangel eines
der Triebwagen vom Typ VT 642 gekommen. Die Kupplungen des Zuges
seien über Nacht beheizt worden, um den Kupplungsvorgang reibungslos
zu bewerkstelligen. Dabei sei zu viel Diesel verbraucht worden.
Das soll künftig nicht geschehen. Wie Bals sagt, seien die Lokführer
angewiesen worden, vor Fahrtbeginn den Treibstoff im Tank zu überprüfen.
Panne bei Edelshausen:
Zug bleibt wegen Spritmangel liegen 08-01-2002 Edelshausen
- Die Tatsache selbst ist bereits eher peinlich, die Ursache nicht
weniger: Am Montagabend war ein Nahverkehrszug auf der Strecke von
Ingolstadt nach Augsburg bei Edelshausen liegengeblieben. Ursache
war Spritmangel. Wie sich nun herausstellte, hatte der Zugführer
gar keine Chance, das Problem rechtzeitig zu erkennen, denn die
neuen teuren Triebwagen sind nicht mit einer Tankuhr ausgerüstet.
Der Regionalzug „21928“ mit Abfahrt am Ingolstädter Hauptbahnhof
um 17.13 Uhr musste am Bahnübergang Edelshausen kurz vor Schrobenhausen
stoppen, weil ein Autofahrer mit seinem Kleinbus die Schranke demoliert
hatte. Als der Triebwagen nach einigen Minuten im Schrittempo weiterrollen
sollte, ging gar nichts mehr - der Dieseltank war leer. Die Bahnübergänge
bei Edelshausen waren rund eine Stunde blockiert, ehe das Schienenfahrzeug
in Richtung Schrobenhausen abgeschleppt werden konnte. Allerdings
auch nur unter Schwierigkeiten, weil die Kupplung etwas vereist
war. Schließlich informierten die Einsatzkräfte das Personal am
Bahnhof Schrobenhausen. Dort wurde ein anderes Schienenfahrzeug
in Richtung Ingolstadt geschickt, das den treibstofflosen Zug bis
Schrobenhausen abschleppte. Von dort aus ging die Fahrt für die
Passagiere dann mit erheblicher Verzögerung weiter. Ein Bahnbediensteter
bezeichnete die „Zustände bei der Bahn“ als „mittlere Katastrophe“.
Laut Daniela Bals von der DB-Pressestelle Bayern mit Sitz in München
ist die Ursache für die höchst ungewöhnliche Havarie relativ einfach:
Die Züge wurden wegen der strengen Kälte zur Nacht schon vor Antritt
der ersten Fahrt wesentlich stärker beheizt als sonst üblich. Dadurch
wurde überdurchschnittlich viel Diesel verbraucht. Der Mann im Führerstand
konnte allerdings nicht abschätzen, wieviel, denn die neuen Triebwagen
„VT 642“ seien leider nicht mit einer Tankanzeige ausgerüstet, so
Bals. Man habe sich auf die bislang geschöpften Erfahrungswerte
verlassen, was den Treibstoffverbrauch anbelangt. Den verstärkten
Heizbetrieb habe man nicht einkalkuliert, räumt sie ein. Der „VT
642“, wird seit dem vergangenen Jahr auf der Paartallinie zwischen
Ingolstadt und Augsburg eingesetzt. Er kostet mehr als eine halbe
Million Euro. Weshalb er nicht mit einer Tankfüllstandsanzeige bestückt
ist, konnte Bals nicht sagen. Sie betonte aber, dass man aus dem
Vorfall vom Montag gelernt, und das Personal inzwischen angewiesen
habe, die Tankfüllungen immer wieder zu überprüfen. Technische Mitarbeiter
am Ingolstädter Hauptbahnhof sind übrigens sicher, dass der betroffene
Triebwagen auch ohne den kurzen Zwangsstopp bei Edelshausen mit
der Restmenge Diesel „nie bis Augsburg gekommen wäre“.
In Verkehrsmitteln der
VGA und des AVV gibt es nur noch Euro-Fahrscheine 02-01-2002 Augsburg
- Die neue Währung hält ganz schnell Einzug bei der Verkehrs-GmbH
Augsburg und dem Augsburger Verkehrsverbund (AVV): In Busse und
Bahnen werden ab 1. Januar 2002 nur noch Euro-Fahrscheine verkauft.
Wer mit D-Mark zahlen möchte, hat Pech. Doch keine Bange: Zuvor
in D-Mark erworbene Tickets, egal ob Einzelfahrscheine, Streifenkarten
oder Monatskarten, behalten ihre Gültigkeit. Die Fahrer werden ab
Dienstag, 1. Januar, nur noch Euro in der Kasse haben. Dies bedeutet
für Fahrgäste, dass D-Mark-Scheine und -Münzen nicht mehr angenommen
werden. Durch Umrechnungs- und Wechselaktionen könnten ansonsten
Fahrpläne und Anschlussverbindungen nicht eingehalten werden, begründet
die VGA die Entscheidung. Anders sieht die Situation bei den Fahrkartenautomaten
der VGA aus. Da eine Umstellung aller Automaten auf den Euro nicht
schlagartig möglich ist, wird bis Ende Dezember ein Drittel der
Fahrkarten-Automaten durch neue, eurotaugliche Automaten ersetzt.
Diese neuen Geräte gehen am 1. Januar in Betrieb. Im Laufe des Januars
werden auch die alten Münzautomaten (D-Mark) durch neue Geräte (Euro)
ersetzt. Hier gilt: Bis zum Austausch bleiben die D-Mark-Automaten
noch in Betrieb. Aus technischen Gründen ist es aber nicht möglich,
dass der Automat D-Mark und Euro annehmen kann. Welche Währung der
jeweilige Apparat der VGA annimmt, wird durch einen blauen Aufkleber
(Euro) und einen gelben (D-Mark) signalisiert. 17500 Euro kostet
ein Euro-Fahrkarten-Automat. Diese Automaten werden gegenwärtig
von der Verkehrs-GmbH an den Haltestellen montiert. 136 Automaten
werden aufgestellt, dies macht in der Summe eine Investition von
2,5 Millionen Euro.
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