Paartalbahn Nachrichtenarchiv 2002

Neuer Fahrplan seit 15. Dezember 19-12-2002
Schrobenhausen - Die Deutsche Bahn AG hat in diesem Jahr erstmals, zum 15. Dezember, ihre Fahrpläne gewechselt. Die PRO BAHN Kreisgruppe Neuburg-Schrobenhausen hat wieder einen Taschenfahrplan für die wichtigsten Verbindungen im öffentlichen Verkehr ab Schrobenhausen zusammengestellt. Erstmals geben die PRO BAHNER ein Zusatzblatt für die Gemeinde Aresing heraus. Wie auch in den vergangenen Jahren sind die Fahrpläne am Bahnhof und im Rathaus in Schrobenhausen sowie in der Gemeinde Aresing erhältlich. Obwohl sich die meisten Änderu
ngen nur im Minutenbereich bewegen, gibt es auch einige bedeutendere Neuerungen. So wird sich die Fahrzeit von und nach Ingolstadt verlängern. Grund dafür ist der Bahnübergang in Edelshausen, der nach nunmehr 19 Monaten und mehreren intensiven Anfragen immer noch nicht erneuert ist. Hier dürfen die Züge nur mit höchstens 40 km/h fahren. Da nun die Fahrzeitverlängerung in den Fahrplan eingearbeitet wird, muss man wohl davon ausgehen, dass dies zum Dauerzustand werden soll. Für PRO BAHN ist dieser Zustand jedoch nicht hinnehmbar. Wie Manfred Binzer von PRO BAHN dazu mitteilt, wird sich der Fahrgastverband auch weiterhin für die schnellstmögliche Beseitigung dieser Langsamfahrstelle einsetzen. Verschlechtert haben sich einige Verbindungen von Schrobenhausen nach München mit Umsteigen in Augsburg-Hochzoll. Die Tatsache, dass man auf der Strecke München – Augsburg den Stundentakt aufgegeben hat, führt zu teilweise längeren Aufenthalten in Hochzoll und ist für den Fahrgastverband eine nicht zukunftsfähige Lösung.

Warnstreiks in Augsburg 17-12-2002
Augsburg - Am Dienstag den 17.12.2002 bleiben die Straßenbahnen und Busse der VGA ganztägig wegen eines Warnstreiks der Dienstleidungsgewerkschaft Verdi im Betriebshof. Fahrtmöglichkeiten bestehen nur mit den AVV-Regionalbuslinien sowie der Deutschen Bahn AG.

Friedberger Agenda-21 befürchtet „Verschlechterungen auf der Paartalbahn für die München-Pendler“ 11-12-2002
Friedberg - Die lokale Agenda 21 befürchtet „gravierende Verschlechterungen auf der Paartalbahn für die München-Pendler“, die zum Teil längere Wartezeiten am Bahnhof Hochzoll in Kauf nehmen müssen. Wer nicht täglich nach München fährt, muss unter Umständen auch noch höhere Preise bezahlen. Prof. Manfred Schnell von der lokalen Agenda 21 in Friedberg befürchtet vor allem bei den Pendlern mit flexibler Arbeitszeit oder Studenten, die nach München wollen, erhebliche Beeinträchtigungen auf der Strecke. „Es gibt viele Leute, die erst später zu arbeiten beginnen. Wenn man zum Beispiel in Friedberg um 9.03 Uhr startet, kommt der Anschlusszug in Hochzoll erst nach zwanzig Minuten“, so Schnell. Dies betreffe einige Fahrgäste der Paartalbahn. Abends verhalte es sich genauso. Nach 20 Uhr habe sich die Anbindung sehr verschlechtert. Auch von Kissing oder Mering nach Aichach seien die Verbindungen schlechter als bisher. „Die längeren Wartezeiten am Umsteigebahnhof Hochzoll hängen vor allem mit der Umsetzung des Regionalexpress-Konzepts ,München-Augsburg-Ulm‘ zusammen“, bestätigte Karl-Heinz Heiß vom Augsburger Verkehrsverbund (AVV). Dadurch gebe es keinen geregelten Takt mehr, und es komme zu unterschiedlichen Abfahrtszeiten, da der Zug zweistündlich nach Ulm und nicht nur nach Augsburg weiterfahre. Da die Abfahrtszeiten der Paartalbahn aber gleich bleiben, kommt es laut Heiß zu längeren Wartezeiten. „Diese Wartezeiten von bis zu 22 Minuten betreffen nicht die ,klassischen‘ Pendlerzeiten morgens und abends“, betont Bianca Walter von der Deutschen Bahn. Für die Zeiten tagsüber räumt sie hingegen Veränderungen im Fahrplan ein. Auch zur Fahrpreiserhöhung gibt Walter an, dass das neue Fahrpreismodell sich ausschließlich auf den Fernverkehr richte und der Nahverkehr davon nicht betroffen sei. Also gebe es im Nahverkehr keine Preiserhöhungen. Hier sieht Schnell dennoch ein Problem. „Richtig ist, dass der Normaltarif vorerst nicht erhöht wird“, erklärt Schnell. Für Bahncard-Kunden, die nur ein oder zweimal pro Woche nach München pendeln, erhöhe sich der Fahrpreis um bis zu 50 Prozent. Das Hauptproblem der Paartalbahn-Kunden dürfte der unregelmäßige Takt auf der Strecke Augsburg-München sein, die von der Direktverbindung München-Ulm und vor allem vom Anschluss des Legolands in Günzburg herrührt. „Dafür wird aber der Bahnhof in Oberhausen nun regelmäßig angefahren und ist besser erreichbar“, erklärt Heiß einen Vorteil der Planänderung. „Morgens gibt es sogar eine zusätzliche Verbindung nach München“, bestätigte Heiß.

Neuer Regionalexpress München-Augsburg-Ulm / Ab 15. Dezember neue Direktverbindungen der Bahn 10-12-2002
Augsburg - Reisende von Ulm nach München können mit dem neuen Fahrplan der Deutschen Bahn attraktive Zugverbindungen wählen. Im Zwei-Stunden-Takt verkehren ab dem 15. Dezember Regional-Express(RE)-Züge zwischen Ulm, Augsburg und München. Auf Bestellung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft entsteht eine schnelle und durchgehende Verbindung mit modernen Doppelstockzügen und idealen Reisemöglichkeiten von und nach Günzburg. „Damit schaffen wir nicht nur optimale Verbindungen für den Freizeitverkehr ins Legoland und nach Ulm, sondern vor allem die Pendler westlich von Augsburg erhalten 2-stündlich Direktverbindungen nach München“, stellte Fritz Czeschka, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft bei der heutigen Fahrplanpräsentation fest. „Neben den Fernverkehrsangeboten mit IC, EC und ICE stellt der RegionalExpress für Pendler eine preisgünstige Alternative dar. Auch Freizeitreisende können mit dem BayernTicket oder dem Schönes-Wochende-Ticket und einem günstigen Anschluss in Ulm von und nach Stuttgart reisen“, sagte Martin Walz, Regionalleiter Produktion bei DB Regio Südbayern. Die Fahrzeit zwischen Ulm und Augsburg verkürzt sich gegenüber der Regionalbahn, die wie bisher unterwegs an allen Bahnhöfen hält, um durchschnittlich fünf Minuten. Sie verkehrt weiterhin in der jeweils anderen Stunde, also ebenfalls in einem Zwei-Stunden-Takt. Für Fahrgäste aus Dinkelscherben und Augsburg-Oberhausen entsteht somit in Verbindung mit der RegionalBahn-Linie Dinkelscherben - Augsburg alle zwei Stunden eine zusätzliche Fahrtmöglichkeit nach und von Augsburg. Aufgrund der starken Nachfrage führten DB Regio und die BEG bereits im Dezember 2001 einen weiteren Regionalzug im morgendlichen Berufsverkehr von Augsburg nach München ein. Eine zweite zusätzliche Verbindung beginnt nun um 8.29 Uhr am Lech und erreicht die Isar kurz nach 9 Uhr. Davon profitieren auch Anschlussreisende aus Aichach und Friedberg sowie aus Meitingen und Donauwörth. Von Augsburg Richtung Landsberg werden die Abfahrtzeiten besser vertaktet. An den Stationen Augsburg-Messe und Landsberg-Schule halten künftig mehr Züge. Von Augsburg nach Donauwörth können auch Nachtschwärmer auf die Bahn setzen. An Wochenenden fährt der letzte Zug in Augsburg um 3.26 Uhr ab und hält unterwegs in Meitingen, Nordendorf und Mertingen. Im Donautal haben sich die Radelzüge in den Sommermonaten bewährt, sodass sie auch im kommenden Jahr wieder an der Start gehen und zusätzlich in Leipheim und Nersingen halten werden. In Ulm kann frühmorgens ein besserer Anschluss an den Fernverkehr Richtung Stuttgart und Frankfurt erreicht werden. In Illertissen hält um 7.42 Uhr ein zusätzlicher RegionalExpress, Ankunft in Ulm 7.58 Uhr. Die Ammerseebahn erhält ein neues Fahrplankonzept. Der große Vorteil: alle zwei Stunden besteht in Weilheim ein attraktiver Anschluss nach Garmisch-Partenkirchen. In Mering ist die Linie ebenfalls alle zwei Stunden eng verknüpft mit den RegionalExpress-Zügen München-Augsburg-Ulm. An den Wochenenden können Ausflügler aus Augsburg und vom Ammersee erstmals sogar einen durchgehenden Zug ins Werdenfels nutzen.

Neuer Fahrplan bringt Vorteile für Augsburg: Erstmals Direktzüge nach Garmisch-Partenkirchen 03-12-2002
Augsburg - Für Ausflugsreisende am Wochenende bietet die Deutsche Bahn vom 15. Dezember eine neue attraktive umsteigefreie Verbindung von der Fuggerstadt ins Werdenfelser Land. Die Regionalzüge starten in Augsburg jeweils samstags und sonntags um 6.41 Uhr, Ankunft in Garmisch-Partenkirchen ist 8.49 um Uhr. Für einen Ausflug in die Bergwelt der Zugspitze, zum Skifahren oder im Sommer zum Wandern bleibt viel Zeit, ehe um 17.18 Uhr wieder ein umsteigefreier Zug nach Augsburg - Ankunft 19.23 Uhr - zurückfährt. „Mit dieser bequemen Verbindung schaffen unsere Regionalzüge eine attraktive Alternative zum Auto und zum üblichen Ausflugsstau auf den Wegen in die Erholungsorte des Werdenfelser Landes“, so ein Sprecher der Bahn. Der Regionalzug hält unterwegs in an allen Bahnhöfen zwischen Mering und Geltendorf. Auch entlang des Ammersees kann man an allen Stationen zusteigen. Im Werdenfelser Land sind auch abwechslungsreiche Ausflugsziele von den Bahnhöfen Murnau, Eschenlohe oder Oberau aus zu erreichen. Neben den durchgehenden Zügen können zwischen Augsburg und dem Werdenfelser Land auch die stündlich verkehrenden Regionalzüge mit Umsteigen in Weilheim für die Hin- oder Rückfahrt gewählt werden. Die Regionalzüge können mit dem beliebten „Schönes-Wochenende-Ticket“ – fünf Personen für 28 Euro - benutzt werden.

Neubau einer Eisenbahnbrücke - RegionalBahnen werden durch Busse ersetzt 26-11-2002
Schrobenhausen - Der Neubau einer Eisenbahnbrücke bei Schrobenhausen führt am Wochenende 30. November/01. Dezember zu Behinderungen im Zugverkehr auf der Paartalbahn Ingolstadt – Augsburg. Am Samstag und Sonntag wird der gesamte RegionalBahnverkehr zwischen Schrobenhausen und Ingolstadt in beiden Richtungen durch Busse ersetzt. Zur Sicherstellung der Anschlussverbindungen in Augsburg verkehren die Busse ab Ingolstadt bis zu 18 Minuten vor der planmäßigen Abfahrtszeit der RegionalBahnen. Durch die längere Fahrzeit der Busse entstehen bis Ingolstadt Verspätungen von bis zu 18 Minuten. Die Anschlusszüge werden im Normalfall erreicht. Die Deutsche Bahn empfiehlt ihren Fahrgästen, die vorgezogenen Busabfahrten zu berücksichtigen oder gegebenenfalls auf andere Zugverbindungen auszuweichen. Eine Beförderung von Reisegepäck oder Kinderwagen ist in den Bussen möglich, Fahrräder können jedoch nicht mitgenommen werden. Die Deutsche Bahn bittet die Fahrgäste und Anwohner um Verständnis für die während den Bauarbeiten auftretenden Behinderungen und unvermeidbaren Lärmbelästigungen, vor allem am Wochenende und in der Nacht. Busabfahrten

Fahrplanwechsel 2002/2003 / Was ist neu – Was ändert sich? 23-11-2002
Friedberg - Mit Beginn des neuen Fahrplanjahres zum 15.12.2002 bleibt das Zugangebot auf der Paartal-Bahn weitestgehend unverändert. Bei einzelnen Zügen wird die Abfahrts- und Ankunftszeit geringfügig geändert. Für Aichach, Obergriesbach, Dasing und Friedberg ergibt sich eine neue Frühverbindung (Montag-Freitag) nach München. Aufgrund der veränderten Abfahrtszeiten der Nahverkehrszüge von München nach Augsburg verlängern sich alle zwei Stunden die Umsteigezeiten beim Bahnhof Augsburg Hochzoll um etwa 15 Minuten Richtung Aichach. Augsburg-München: Mit dem neuen Fahrplan wird das RegionalExpress-Konzept "München-Augsburg-Ulm" eingeführt. Das Konzept sieht vor, dass die heute in Augsburg endenden Züge aus München 2-stündlich nach Ulm verlängert werden. Durch dieses RE-Konzept werden die Fahrtmöglichkeiten aus den westlichen Vororten Augsburgs nach München mit Nahverkehrsprodukten verbessert. Somit besteht auch eine stündliche direkte Fahrtmöglichkeit von Augsburg-Oberhausen nach München. Durch die Verlängerung der Züge von/nach Ulm mussten die einheitlichen Taktabfahrtszeiten in München Hbf bzw. Augsburg Hbf geändert werden. Es entstehen zeitliche Verschiebungen der einzelnen Abfahrtszeiten von bis zu 15 Minuten gegenüber dem "alten" Fahrplan. Aufgrund der zunehmenden Reisendenzahlen verkehrt von Montag bis Freitag ein neuer Zug in der Hauptverkehrszeit von Augsburg nach München; Augsburg Hbf ab 8.29 Uhr. Dieser Zug hält in Augsburg-Hochzoll, Mering und München-Pasing. Ein Halt in Kissing ist derzeit wegen der dichten Zugfolge nicht umsetzbar. AVV-Busverkehr: Im regionalen Busverkehr und Bahnverkehr wird es zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember einige Änderungen geben. So fahren einige Buslinien öfter und mit behindertengerechten Niederflurbussen. Fahrplan- und Fahrpreisauskünfte zum neuen Verbundfahrplan erteilt das AVV-Kundencenter im Augsburger Hauptbahnhof, Montags bis Freitags, von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr oder Telefon 0821 / 15 70 00. Was-ist-neu

Hollywood mitten in den Stauden: SAT 1 dreht Action-Thriller / Die Staudenbahn von Augsbug nach Markt Wald spielt die Hauptrolle 11-11-2002
"Ruhe bitte, wir drehen! Achtung, noch zwei Minuten! Ton läuft! Kamera läuft! Klappe. Bild 124 die Dritte!" Die Kommandos der Regieassistentin hallen über das Gelände. Der verträumte, seit Jahren stillgelegte Bahnhof von Markt Wald ist zu neuem, geschäftigem Leben erwacht. Vor der anstehenden Wiedereröffnung im Güter- und Ausflugsverkehr dient er für ein paar Tage als Kulisse für einen actiongeladenen Fernsehfilm, den Regisseur Andreas Senn im Auftrag des Senders SAT 1 derzeit in den Stauden dreht. Unter dem Arbeitstitel "Das Labor" geht es am Drehort kräftig zur Sache: im gleißenden Scheinwerferlicht heulen Martinshörner von Polizei- und Rettungsfahrzeugen. Bis an die Zähne bewaffnete Polizisten nähern sich im Schutz von Holzpaletten und Schuttcontainern einem abgestellten Nahverkehrszug. Gänsehaut-Szenario a la Hollywood mitten in den Stauden. Über den Inhalt des Actionstreifens wollen die Filmleute noch nicht allzuviel verraten. Nur soviel: auf der fieberhaften Suche nach dem Krankheitsherd der todbringenden Hirnhautentzündung Meningitis beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Im Kristenstab verdichtet sich der Verdacht, dass die Krankheit in einem Regionalzug ihren Ursprung hat. Als der Zug gestoppt wird, überschlagen sich die Ereignisse: der Schaffner zückt eine Waffe und nimmt die Passagiere als Geiseln ... Vor der Kamera stehen sieben Hauptdarsteller - unter ihnen Bettina Engelhardt und Pierre Besson. Hinzu kommen zahlreiche Komparsen - von Polizisten bis hin zu Mitarbeitern einer Bestattungsfirma. Eine wichtige Hauptrolle spielt auch der Triebwagen "BBG 05" (Baujahr 1951) der Bahnbetriebsgesellschaft (BBG) Stauden, der für seinen großen Auftritt eigens eine Patina-Filmlackierung erhalten hat und auch innen völlig umgebaut wurde. "Wie die Jungfrau zum Kind", lacht Hubert Teichmann, "ist die Bahnbetriebsgesellschaft Stauden in dieses Filmabenteuer hineingerutscht." Ursprünglich sollte der Thriller auf der Tegernseebahn in Oberbayern gedreht werden. Doch weil die Filmaufnahmen dort wegen des laufenden Betriebes nicht möglich waren, wurde die Kölner Filmproduktionsgesellschaft Colonia Media an die Staudenbahn weitervermittelt. Teichmann, der nicht nur die Geschäfte der BBG Stauden führt, sondern auch an der Spitze der Regionalentwicklung Stauden (RES) steht, sieht den Filmrummel als willkommene Gelegenheit, für die Stauden einmal auf einem ganz anderen Sektor die Werbetrommel zu rühren. Gedreht wurde nämlich nicht nur in Markt Wald. Auch in Langenneufnach, Reichertshofen und auf freier Strecke zwischen Margertshausen und Fischach kamen einige spannende Szenen in den Kasten. In der nahe gelegenen Markt Walder Bahnhofsgastsätte, die derzeit nicht bewirtschaftet ist, hat der 45-köpfige Filmtross tagsüber sein Hauptquartier aufgeschlagen. Produktionsleiter Dschingis Bowakow und sein Team haben die Gaststube zu einem funktionellen Großraumbüro mit Laptops, Kopierer und unzähligen Aktenordnern umgemodelt. Nicht weniger hektisch geht es nebenan auf dem Bahnhofsgelände zu. Ein Problem stellen in diesen grauen Herbsttagen immer wieder die Licht- und Witterungsverhältnisse dar. Das Tageslicht muss bis zur letzten Minute ausgenutzt werden. Denn schon am nächsten Morgen kann das Wetter dem Filmteam einen dicken Strich durch die Rechnung machen. Deshalb ist Aufnahmeleiter Andreas Wolffhardt oft gezwungen, von einer Minute auf die andere umzuplanen und zu improvisieren: "Wir fahren zweigleisig", verrät der Filmprofi, "es gibt parallele Drehpläne für schönes und für schlechtes Wetter!" 25 Drehtage sind für den SAT 1-Thriller angesetzt, zehn davon für die Bahnszenen in den Stauden vorgesehen. Ein weiterer wichtiger Drehort war ein stillgelegtes Krankenhaus in Gauting bei München, wo die gesamten Laborszenen aufgenommen wurden. Wissenschaftliche Beratung holte sich die Filmcrew dafür beim renommierten Robert-Koch-Institut in Berlin. Von der Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Stauden-Bevölkerung zeigen sich Dschingis Bowakow und seine Kollegen hellauf begeistert: "Die Leute helfen uns, wo immer sie können." Viele packen die Gelegenheit beim Schopf und verfolgen als Zaungäste interessiert und hautnah die Dreharbeiten. Mit den Dreharbeiten in Markt Wald neigt sich das Projekt - zumindest was die Filmaufnahmen angeht - seinem Ende entgegen. Bis das umfangreiche Material geschnitten und zu einem 90-minütigen Film verarbeitet wird, vergehen allerdings noch einige Monate. Produktionsleiter Bowakow verrät: "Wir lassen uns ein Hintertürchen offen. Wenn der Film beim Publikum ankommt, dann war er zugleich der Pilotfilm für eine kleine Serie. Fortsetzung folgt." Ausgestrahlt wird der Bahn-Thriller voraussichtlich im Frühjahr (Ende März oder Ende April) nächsten Jahres. Binnen eineinhalb Stunden flimmert dann die Arbeit eines Dreivierteljahres über den Bildschirm. Für Dschingis Bowakow und seine Leute ist "Das Labor" dann allerdings schon wieder Schnee von gestern. Im Frühjahr stecken sie schon wieder mitten in den Dreharbeiten für ihren nächsten Fernsehfilm. Staudenbahn Infos: www.staudenbahn.de

Stellungnahme der Deutschen Bahn / Umbaupläne für den Augsburger Hauptbahnhof unverändert 18-10-2002
München (DB) - Die Deutsche Bahn stellt aus aktuellem Anlass nochmals klar: Die Pläne für den Umbau des Augsburger Hauptbahnhofs haben sich in den vergangenen Tagen nicht geändert. Wie bei den gemeinsamen Veranstaltungen mit der Stadt Augsburg – große Runde von Kommunalpolitikern und anschließender Pressekonferenz - am 27. September erläutert, favorisiert die Bahn Pläne für einen Ausbau des vorhandenen Mitteltunnels. Diese Pläne sind in Abstimmung mit der Stadt und nach wie vor gültig. Die Bahn hatte kundgetan, dass eine Aufweitung des Mitteltunnels im Interesse der meisten Reisenden ist. Diese Pläne beinhalten auch den behindertengerechten Ausbau und Zugang zu den Bahnsteigen und haben nach ersten Schätzungen ein Kostenvolumen von 25 Mio. Euro. Alle darüber hinaus gemachten Interpretationen oder Spekulationen entbehren jeglicher Grundlage. Unzutreffend ist von daher auch die Unterstellung, die Bahn würde „zurückrudern“. Entsprechende Zeitungsberichte weist die DB hiermit ausdrücklich zurück.

Deutsche Bahn saniert die Donautalbahn / 15 Millionen für 25 Kilometer neue Gleise 16-10-2002
München/Ingolstadt - Die Deutsche Bahn saniert im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung ihre Schieneninfrastruktur. Rund 15 Millionen Euro werden dabei in die Modernisierung und Sanierung der Donautalbahn zwischen Donauwörth und Ingolstadt aufgewendet. Die Arbeiten laufen bereits seit Ende September diesen Jahres im Bahnhof Rohrenfeld, setzen sich bis vsl. Mitte Dezember in den Abschnitten Unterhausen – Burgheim und Rohrenfeld – Neuburg (Donau) fort und werden im nächsten Jahr von Ende April bis Ende Mai im Abschnitt Burgheim – Rain abgeschlossen. Aufgrund der Bauarbeiten sind zeitweise Einschränkungen im Zugverkehr leider unumgänglich. „Am Ende steht uns und somit auch den Fahrgästen aber eine qualitativ hochwertige Schieneninfrastruktur zur Verfügung“, so Jürgen Seiler, DB Netz, Korridormanager Nordbayern, bei der Vorstellung der Baumaßnahmen. Im Rahmen der Bauarbeiten werden rund 25 Kilometer Schienen und 40.000 Schwellen erneuert sowie rund 16.300 Tonnen Schotter ausgetauscht. Bei der Untergrundsanierung fallen rund 15.000 Kubikmeter Aushubmaterial an und müssen durch ebensoviel Kubikmeter neues Untergrundmaterial ersetzt werden. Darüber hinaus werden zur Bodenstabilisierung rund 57.000 Quadratmeter Vlies und Geokunststoffe verwendet. Hauptziele der Maßnahmen sind die Sanierung, der Erhalt und die Verbesserung der Schieneninfrastruktur. Mit der geplanten Untergrundsanierung wird ein weiterer Beitrag zur Qualitätsverbesserung der Strecke und damit auch zur Erhöhung des Reisekomforts für den Fahrgast geleistet.

Bahnübergänge entlang der Paartalbahn werden abgebaut 28-09-2002
Aichach - Die Deutsche Bahn AG will auf der Paartalbahn Übergänge auflassen und etliche Kreuzungen mit der Straße aus Sicherheitsgründen modernisieren. Im Bereich der Stadt Aichach sollen die Bahnübergänge an der Aichacher Straße in Oberbernbach, an der Sankt Emmeran-Straße in Unterschneitbach und an der Brückenstraße (Beckmühle) in Unterschneitbach mit erheblichem Kostenaufwand nachgebessert werden. Vorgesehen ist, die derzeitigen Altanlagen durch modernere Halbschranken einschließlich verbesserter Lichtzeichenanlagen auszutauschen. Gegen die Verbesserungsmaßnahmen hatte der Bauausschuss des Stadtrats nichts einzuwenden und nahm diese Planungen der Bahn zustimmend zur Kenntnis. Anders schaut es aber beim Übergang „Siedlungsstraße/Am Schindbach“ in Sulzbach aus, der gestrichen werden soll. Hier rührt sich bereits der massive Protest der Landwirte, die in Richtung Paarauen Grundstücke besitzen und diese bewirtschaften. Dies stellte Ortssprecher Winfried Fischer fest. Laut Stadtbauamtschef Josef Hell müssten die Landwirte einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen, um auf ihre Grundstücke zu kommen. Park and Ride im Herbst 2003: Verkehrsreferent Heinrich Glöckner (SPD) brachte in diesem Zusammenhang das Radwegenetz zur Sprache. Auch dem würde die Auflassung dieses Bahnübergangs zuwider laufen. Der Bauausschuss fasste deshalb den Beschluss, die Bahn zu bitten, diesen Übergang ohne zusätzliche Umbau- und Sicherungsmaßnahmen beizubehalten. Neue Park- and Rideanlage am Aichacher Bahnhof: Beinahe eine unendliche Geschichte ist die von der Bahn geplante Park- and Rideanlage am Aichacher Bahnhof, die bereits im März 2001 vom Stadtrat abgesegnet wurde. Im Bauausschuss wurde ein Konzept präsentiert, dass laut Stadtbauamtsleiter Josef Hell und Bürgermeister Klaus Habermann allerdings erst im Herbst 2003 realisiert wird. Nach den Plänen der Bahn soll der am Aichacher Bahnhof bestehende Kiosk abgerissen werden und dort 170 Fahrradabstellplätze entstehen. Außerdem sind 140 Autostellplätze und Bushaltebuchten vorgesehen. Auch die bisherige Güterlagerhalle soll abgerissen werden.

Auf der Paartalbahn rollen wieder Güterzüge / Ölwaggons lassen die Güterverkehrsbefürworter erneut hoffen 30-07-2002
Schrobenhausen - Auf der Paartalbahn rollen wieder Güterzüge. Nachdem im Frühjahr der Güterverkehr durch ein Gutachten der Süddeutschen Consultants zunächst begraben wurde, fahren seit einigen Wochen wieder lange Güterzüge auf der Paartalbahn. Es handelt sich dabei um Ölzüge der Augsburger Localbahn, die zwischen Augsburg und Ingolstadt pendeln. Auf Anfrage sprach die Geschäftsführung der Augsburger Localbahn lediglich von einem Probebetrieb. Die Aussichten für einen florierenden Güterverkehr auf der Paartalbahn seien laut Pro Bahn im Frühjahr noch als miserabel bewertet worden. Unter den damaligen Umständen sei dies verständlich, schreibt der Fahrgastverband in einer Pressemitteilung. Nachdem bei der Augsburger Localbahn Andreas Braun die Geschäftsführung übernommen habe, so Pro Bahn weiter, habe sich die Strategie des privaten Bahnunternehmens geändert. Die Augsburger Localbahn gehe nun offensiv zu Werke und habe in diesem Monat bereits mehrere Güterzüge mit Kesselwagen von einer Raffinerie in Ingolstadt nach Augsburg rollen lassen. Pro Bahn zeigt sich optimistisch, dass der Güterverkehr auf der Paartalbahn so wieder in Gang kommen könnte. "Es bleibt zu hoffen, dass der Paartalbahn in Zukunft wieder mehr Gewicht im Güterverkehr zukommt." Diesen Optimismus will Stefan Blaas nicht ganz teilen. Der Unternehmensberater der Süddeutschen Consultants, der für die Initiative "Wirtschaftsraum Südbayern · München, Augsburg, Ingolstadt" (MAI) ein Gutachten über die mögliche Belebung des Güterverkehrs auf der Paartalbahn erstellte, sieht nur eingeschränkte Synergieeffekte. Der Ölverkehr sei eine geschlossene Angelegenheit. Andere Güterwagen einfach an die Züge der Augsburger Localbahn anzuhängen sei nicht möglich. Allerdings sieht Blaas durch die Ölzüge eine indirekte Möglichkeit, auf der Paartalbahn etwas für eine spätere Wiederbelebung des Güterverkehrs zu tun. Durch die neuen Züge werde die Diskussion um Ausweichstellen in den Bahnhöfen wieder ernster. Damit verbunden sei die Diskussion um den Abbau von dritten Gleisen an den Haltestellen entlang der Paartalbahn. Es werde durch das neue Engagement sehr deutlich, dass die DB Netz, die für das Gleisnetz der Deutschen Bahn AG zuständig ist, nicht ausschließlich Schienenstränge für den vertakteten Personenverkehr vorhalten dürfe, so Blaas weiter. Erstaunt zeigt sich Blaas auch über eine gewissen Wandel bei den Beteiligten an der Untersuchung, die er für MAI erarbeitet hat. "Damals haben wir vier bis fünf Rahmenbedingungen festgestellt", sagt Blaas, "die sich jetzt aber offensichtlich bei den Akteuren geändert haben." Sowohl die Raffinerie in Ingolstadt als auch die Augsburger Localbahn seien damals Mitglieder in der Projektgruppe für die groß angelegte Untersuchung gewesen. Blaas: "Jetzt gibt es plötzlich andere Frachten" Der Unternehmensberater sieht, ähnlich wie Pro Bahn, eine Wandlung bei der Strategie der Geschäftsführung der Augsburger Localbahn. Dort sei jetzt offenbar mit einer anderen Strategie an das Thema herangegangen worden. Das zeige aber auch, dass es sich eventuell für private Eisenbahnunternehmen lohnen könnte, gezielt auf mögliche Kunden zuzugehen. Im Frühling diesen Jahres stellte Blaas sein Gutachten für MAI zur Belebung des Güterverkehrs auf der Paartalbahn vor. Darin kam der Berater zu dem Schluss, dass die Tonnagen von Unternehmen entlang der Bahn nicht ausreichten, um einen kostengünstigen Güterverkehr auf der Bahnlinie zu gewährleisten. Der Transport von Waren über die Straße sei konkurrenzlos preisgünstiger, hieß es damals. An dem Gutachten haben sich sieben namhafte Unternehmen mit ihrer Unterschrift unter einer Vereinbarung beteiligt. Darunter auch die Schrobenhausener Firmen Leinfelder, Südstärke und Ytong. Insgesamt befragte die Süddeutsche Consultants mehrere hundert Firmen im Umkreis der Paartalbahn.

Die Paartalbahn wird ab 2003 noch attraktiver 11-07-2002
Augsburg - Für Fahrgäste nach München verkürzen sich bald die Umsteigezeiten in Richtung München: Mit der Fahrplanänderung ab Dezember 2002 werden die Taktzeiten erhöht und zwei zusätzliche Morgenzüge zwischen Augsburg München eingesetzt. Das ist das Ergebnis der Regionalkonferenz der bayerischen Eisenbahngesellschaft für Schwaben, die am 10. Juli 2002 in Augsburg stattfand. Auf der Konferenz, an der Landrat Christian Knauer Aichach-Friedberg vertrat, gaben die Deutsche Bahn und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) einen Ausblick auf die Fahrplangestaltung und neue Konzepte für die Paartalbahn. Laut Landrat Christian Knauer wurde die Wichtigkeit der Paartalbahn betont. So ist die Paartalbahn eine der fünf Vorzeigestrecken in Bayern. Knauer mahnte auf der Konferenz vor allem die Parkplatzsituationen an den Bahnhöfen entlang der Paartalbahn an. Vor allem am Bahnhof Aichach stehen nicht genügend Parklätze zur Verfügung. Knauer schlug vor, schnellstmöglich die Parkplätze an den Bahnhöfen entlang der Paartalbahn auszubauen. Außerdem habe er angeregt, auf der Paartalstrecke zusätzliche RegionalExpresszüge einzusetzen, die nur in den Orten Friedberg, Aichach und Schrobenhausen halten sollen. Vor allem als Zubringer zur ICE-Strecke Nürnberg-Ingolstadt-München werden schnelle Expresszüge auf der Paartalbahn benötigt, so Knauer. 

Entschuldigungsaktion der Deutschen Bahn auf der Paartalbahn / Verteilung von 4.000 Pralinen und 6.000 Informationsbroschüren 18-06-2002
Augsburg/Ingolstadt - Heute morgen und letzte Woche am Dienstag verteilten Mitarbeiter von DB Regio 4.000 Pralinen an die Fahrgäste, um sich bei ihnen zu entschuldigen. Zu dieser Aktion hatte man sich entschieden, da es auf der Paartalbahn immer wieder zu Zugausfällen aufgrund von Fahrzeugmängeln kam. Letzte Woche wurden die Pralinen ganztags in den Zügen und am Augsburger Hbf an die Kunden verteilt, heute morgen nochmals für die Pendler nach München am Bahnhof Augsburg-Hochzoll.„Wir freuen uns, dass die Fahrgäste die Entschuldigung angenommen haben und Verständnis für die derzeitigen Maßnahmen auf der Paartalbahn zeigen,“ so eine Bahnsprecherin heute. Mit der gleichzeitig verteilten Informationsbroschüre wurden die Reisenden auch über die Maßnahmen informiert, die DB Regio ergriffen hat, um die unbefriedigende Situation zu entschärfen. Dazu gehört zum einen, dass auf der Strecke in den nächsten Wochen lokbespannte Züge eingesetzt werden. Dadurch sind vor allem die Zugverbindungen im Berufsverkehr gewährleistet. Des weiteren steht für die Fahrt nach Augsburg in Aichach ein Ersatzbus zu Verfügung. Sollte es zu einem Zugausfall kommen, ist dieser in kürzester Zeit einsetzbar, um die Reisenden nach Augsburg zu bringen. Die Fahrzeugausfälle hat der Hersteller Siemens zu verantworten. Es handelt sich um Gewährleistungsmängel bei den Triebfahrzeugen VT 642. Aufgrund von Engpässen bei der Ersatzteillieferung durch den Hersteller müssen immer wieder zahlreiche Fahrzeuge für längere Zeit aus dem Verkehr genommen werden. Die Deutsche Bahn ist in ständigen Gesprächen mit der Herstellerfirma und erwartet, dass sie die Probleme an den Fahrzeugen schnellstmöglichst beseitigt.

Deutsche Bahn tauscht Fahrzeuge aus / Im Paartal vorübergehend einzelne lokbespannte Regionalzüge 07-06-2002
München/Augsburg - Nachdem in den vergangenen Wochen mehrfach Engpässe im Einsatz der Regionaltriebzüge der Baureihe VT 642 auftraten, wird die DB von heute an vorübergehend auch lokbespannte Züge einsetzen. Die Regionaltriebwagen müssen aufgrund von Gewährleistungsmängel des Herstellers Siemens und wegen Lieferengpässen von Ersatzteilen derzeit immer wieder in den Werken bleiben.  „Wir wollen unseren Reisenden einen zuverlässigen Zugverkehr garantieren. Deswegen nehmen wir die mängelbehaftete Fahrzeuge kurzfristig von der Schiene“, sagte Klaus-Dieter Josel, der Vorsitzende der Regionalleitung von DB Regio Bayern. „Wir hatten die Hoffnung, dass der Hersteller diese anfänglichen Mängel beseitigen könnte, aber wir mussten die bittere Erfahrung machen, dass dies offensichtlich nicht gelingt. Jetzt haben wir die Konsequenz gezogen im Interesse unserer Kunden.“ Im Herbst 2001 begann die DB Regio Bayern auf der Paartalbahn mit dem Linieneinsatz der modernen und komfortablen Regionaltriebzüge. Nun werden sie einer Rollkur (Generalüberholung) unterzogen. In voraussichtlich drei Wochen werden wieder ausreichend Fahrzeuge zur Verfügung stehen. „Wir setzen weiterhin auf moderne Fahrzeuge im Paartal. Wir werden unseren Fahrgästen zwischen Augsburg und Ingolstadt eine moderne Bahn mit einem hervorragenden Angebot präsentieren“, so Klaus-Dieter Josel. 

Fahrzeugmangel führt zu Beförderungsengpässe auf der Paartalbahn 06-06-2002
Friedberg/Dasing - Auf der Paartalbahn kam es am 05. Juni 2002 erneut zu einem unliebsamen Störfall. Rund 60 Reisende, die in den Frühzug, der in Ingolstadt um 6.32 Uhr abfährt, einsteigen wollten, blieben in Dasing (Abfahrt 7.18 Uhr) und Friedberg (7.25 Uhr) zurück. Für die Fahrgäste ergab sich, mangels Platzangebot, keine Mitfahrgelegenheit mehr. Die 60 Reisenden mussten auf einen 20 Minuten später verkehrenden Zug verwiesen werden, wofür die Bahn sich ausdrücklich entschuldigt. Ursache für die Panne: Zehn Regionalzüge, konnten am Mittwochmorgen zwischen Augsburg und Ingolstadt aufgrund von Fahrzeug-Engpässen nicht, wie im Berufsverkehr üblich, in Doppeltraktion auf der Strecke fahren. Dadurch kam es auf der Paartalbahn zu Beförderungsengpässen. Laut DB Regio Pressesprecherin Danilea Bals habe der Hersteller der Triebfahrzeuge VT 642 , die Firma Siemens, diese Fahrzeugausfälle zu verantworten. Es handle sich um Gewährleistungsmängel. Weil Engpässe bei der Ersatzteillieferung durch den Hersteller aufträten, müssten immer wieder zahlreiche Fahrzeuge für längere Zeit außer Betrieb genommen werden. Von der Herstellerfirma werde nun erwartet, dass sie die Probleme an den Fahrzeugen schnellstmöglichst beseitigt. Heute, am morgigen Freitag und am kommenden Montag sollen im morgendlichen Berufsverkehr vorsorglich auch Busse zwischen Aichach und Augsburg eingesetzt werden, damit "überzählige" Fahrgäste notfalls auf dem Straßenweg ans Ziel befördert werden können.

Mit Volldampf zum „Festival der Eisenbahn“ - historische Dampflok 41 018 bringt Fans nach Nürnberg 23-05-2002
Augsburg / München / Ingolstadt - Vom 14. Juni bis 16. Juni veranstaltet das Firmenmuseum der Deutschen Bahn im DB Regio-Bahnbetriebswerk Nürnberg-Gostenhof das „Festival der Eisenbahn“. Geboten wird ein buntes Programm mit Kunst, Kultur, Musik, Literatur und natürlich einer internationalen Fahrzeugschau mit rund 50 historischen Fahrzeugen sowie Mitfahrten auf dem Führerstand einer Dampflok. Am Samstag und Sonntagnachmittag wird eine Lokparade stattfinden. Aus diesem Anlass fährt die historische Dampflok 41 018 (Baujahr 1939), die in Augsburg beheimatet ist, am Samstag, den 15. Juni ein Sonderzug nach Nürnberg. Die Fahrt beginnt in Augsburg (ab ca. 7.00 Uhr) und führt über München-Pasing (ab ca. 7.50 Uhr) und Ingolstadt (ab ca. 10.15 Uhr). Die Rückfahrt ab Nürnberg ist gegen 17.00 Uhr geplant. Die Hin- und Rückfahrt für einen Erwachsenen gibt es ab 54 Euro für einen Erwachsenen in der 2. Wagenklasse. Kinder zahlen ab 34 Euro. Ermäßigte Eintrittskarten (6 Euro pro Person) für das „Festival der Eisenbahn“ werden im Zug verkauft. Weitere Informationen zu der Sonderfahrt und zum „Festival der Eisenbahn“ sowie Fahrkarten und Eintrittskarten und Tribünenkarten sind im Servicecenter des DB Museums Nürnberg unter der Rufnummer 0 180 4 - 44 22 33 (0,24 € pro Anruf) sowie im Internet unter www.dbmuseum.de erhältlich. 

Mit der Bahn ins Altmühltal oder nach Neuschwanstein – Ausflugtipps ab Augsburg 15-05-2002
Augsburg - Für alle, die während der Pfingstferien daheim gebliebenen sind, gibt es eine Reihe an interessanten Ausflugsziele, die man bequem und günstig mit der Bahn von der Fuggerstadt Augsburg aus erkunden kann. Wer gerne Natur pur genießen möchte, für den bietet sich ein Tagesausflug in die faszinierende Kulturlandschaft des Naturparks Altmühltal an. Seit dem Jahr 1969 wird sie als Naturpark geschützt und entwickelt. Von Augsburg aus bietet die Deutsche Bahn wochentags stündlich zwei Regionalzugverbindung nach Eichstätt Bahnhof - mit Umsteigen entweder in Ingolstadt oder in Treuchtlingen - an. Und nach der Erkundung des Altmühltals lädt die Bischofsstadt Eichstätt noch zu einem gemütlichen Spaziergang ein. Von Eichstätt Bahnhof aus bringt Sie die RegionalBahn in zehn Minuten nach Eichstätt Stadt, von wo es zum Marktplatz nur fünf Minuten zu Fuß sind. Romantische Ausflügler können sich auf die Spuren von König Ludwig II begeben. Weltweit eine Million Besucher aus aller Welt besuchen jährlich das Schloss Neuschwanstein, dass man vom Bahnhof Füssen aus mit den Bussen des Regionalverkehr Allgäu GmbH in nur 15 Minuten Fahrzeit erreicht. Von Augsburg bietet sich an mit dem RegionlExpress um 8.03 Uhr oder 9.03 Uhr (mit Umsteigen in Buchloe) nach Füssen zu fahren. Ein ganz besonderes Erlebnis wird der Ausflug nach Füssen mit den „Blauen Wagen“, dem rollenden Erlebnisrestaurant der Eisebnbahn- und Sonderwagen Betriebs MbH (ESG). Näher Informationen hierzu gibt es unter der Telefonnummer: 0821/541512 oder unter www.blaue-wagen.de Ein ganz besonderes Erlebnis für die Familie und Spaß pur - ein Ausflug ins LEGOLAND nach Günzburg. Original nachgebaute Gebäude und Landschaften, rasante Fahrgeschäfte, abenteuerliche Erlebnislandschaften, in denen es jede Menge zu entdecken gibt. Aber auch die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten, zu bauen, zu experimentieren und zu lernen – ganz im Sinne der LEGOLAND Philosophie. Von Augsburg kann man bequem um 8:25 Uhr, 8.28 Uhr (nur am Wochenende und in den Ferien) und um 9.25 Uhr aufbrechen. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten. Für die Fahrt bieten sich die Sonderangebote Schönes-Wochenende-Ticket für 28 EUR oder das Bayern-Ticket für 21 EUR an. Mit den Schönes-Wochenende-Ticket bzw. Bayern-Ticket können fünf Personen sowie Eltern oder Großeltern mit beliebig vielen eigenen Kindern bis einschließlich 14 Jahre die Regionalzüge (RE, RB) der Deutschen Bahn benutzen. Das Schönes-Wochenende-Ticket gilt samstags oder sonntags von 0 bis 3 Uhr des Folgetages. Das Bayern-Ticket gilt montags bis freitags für jeweils einen Tag ab 9. Uhr bis 3.00 Uhr des Folgetages. An Wochenfeiertagen gilt es ganztägig (ausgenommen 8. und 15 August). Nähere Informationen gibt es in der Broschüre „Mit der Bahn auf Tour – Ausflugsziele ab Augsburg“. Sie erhältlich neben weitern interessanten Ausflugtipps auch ein Gewinnspiel. Als Hauptpreis gibt es eine Verwöhnfahrt für zwei Personen in dem komfortablen „Blauen Wagen“ zu gewinnen.

Stellungsnahme der DB Regio AG zu den Qualitätsanstrengungen auf der Paartalbahn 20-04-2002
München – Die DB Regio AG hat seit Frühjahr 2001 - nach langen Lieferproblemen des Fahrzeugherstellers - auf der Paartalbahn neue Triebfahrzeuge des Typs VT 642 in Dienst gestellt. Ziel war es, unseren Fahrgästen eine noch komfortablere Reise zu ermöglichen. Derzeit erfüllen die Triebfahrzeuge jedoch die berechtigten Bedürfnisse unserer Kunden ebenso wenig wie unsere eigenen. Bedauerlicherweise sind Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme von neuen Schienenfahrzeugen in der Vergangenheit wiederholt aufgetreten, nicht nur bei DB Regio sondern auch bei Mitbewerbern. Wir unternehmen alles, um die Betriebszuverlässigkeit dieser Fahrzeuge massiv zu verbessern und die Firma Siemens zu einer vertragsgerechten Leistungserfüllung zu verpflichten. Hierzu habe ich selbst mehrere Gespräche mit hochrangigen Firmenvertretern geführt und es sind mittlerweile bereits erhebliche Fortschritte erzielt worden. Die Firma Siemens hat, in Zusammenarbeit mit unseren technischen Stellen, die Mängel identifiziert und ist dabei, diese jetzt schrittweise abzuarbeiten. Drei Siemens Mitarbeiter sind hierfür fortlaufend in unserem Werk Kempten tätig. Besondere Verbesserungen versprechen wir uns vom Software Update und teilweisen Austausch eines zentralen Steuergerätes im Juni. Als weitere aufwendige Änderungen sind u. a. die Verbesserung der Heizleistung für die Scharfenberg-Kupplung und der Austausch von Umwälzpumpen vorgesehen. Im Falle größerer Störungen organisiert die Transportleitung, auf Anforderung unserer Mitarbeiter vor Ort, Alternativen für die Reisenden, in der Regel Busse oder Taxis. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und wird auch bayernweit durchgeführt. Um die diesbezügliche interne Kommunikation zu verbessern, wurden seit Ende vergangenen Jahres alle auf der Paartalbahn eingesetzten Mitarbeiter mit Mobiltelefonen ausgestattet. Wie Sie wissen, ist es jedoch erfahrungsgemäß in der Hauptverkehrszeit häufig schwierig, kurzfristig Schienenersatzverkehre zu organisieren, da alle lokalen Busse bereits im Linienverkehr im Einsatz sind. Durch den Einsatz der Mobiltelefone können wir auch den Informationsfluss gegenüber unseren Fahrgästen deutlich verbessern. Es ist nunmehr möglich, alle betroffenen Reisenden, über Lautsprecherdurchsagen der Fahrdienstleiter für die Haltestellen und der Triebfahrzeugführer für die Züge, im Störungsfall ständig auf dem Laufenden zu halten. Um sicherzustellen, dass diese geplanten Verbesserungen auch tatsächlich greifen, führen wir im April eine umfangreiche Qualitätsüberwachung auf der Paartalbahn durch. Darüber hinaus unternehmen wir zur Verbesserung der Fahrplanstabilität Anstrengungen mit dem Ziel, auf der mit dem Fernverkehr gemeinsam genutzten Strecke von Augsburg Hauptbahnhof bis Augsburg-Hochzoll die Züge der Paartalbahn auch bei Verspätung der ICE Linie 6 pünktlich aus dem Bahnhof abfahren lassen zu können. Bezüglich der Bahnhöfe befindet sich derzeit bei unserem Besteller, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft m. b. H. (BEG) eine bayernweite Stationsdatenbank im Aufbau. Ziel dieser Datenbank ist es, bestehenden Mängeln künftig schneller begegnen zu können. In einem Pre-Test hat die Agentur Bahnstadt im Auftrag der BEG für die Bahnhöfe der Paartalbahn, mit geringen Abstrichen für einen Haltepunkt, einen sehr zufriedenstellenden Zustand festgestellt. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir auf Basis der schon erzielten Erfolge (z. B. Fahrzeitverkürzung, Angebotsausweitung, höherer Fahrzeugkomfort), gemeinsam mit noch anstehenden Verbesserungen (z. B. in Folge des Ausbaus der Strecke Augsburg – München), unseren Fahrgästen vor Ort einen rundum guten Nahverkehr anbieten können. Klaus-Dieter Josel, DB Regio Bayern.

Geteiltes Echo über Pro-Bahn-Forderung nach Neuausschreibung der Paartalstrecke 09-04-2002
Friedberg - Die erst kürzlich von dem Fahrgast-Verband „Pro Bahn Schwaben“ gestellte Forderung nach einer Neuausschreibung der Paartalbahn trifft bei Bürgern, Verbänden und Politik auf eine geteilte Meinung: Während der Fahrgast-Verband „Pro Bahn Schwaben“ eine Neuausschreibung der Paartalstrecke fordert, möchte das Wirtschaftsministerium am Betreiber Bahn AG weiter festhalten. Auf Anfrage bestätigte das Wirtschaftsministerium, dass derzeit über ein Zehn-Jahres-Vertrag mit der Bahn AG verhandelt wird. Verspätungen, Totalausfälle, kein professionelles Krisenmanagement und kein erkennbares und inhaltliches Konzept lauten die Vorwürfe des Fahrgastverbandes „Pro Bahn Schwaben“ gegen die Bahn AG. Für die Mehrzahl der Fahrgäste ist es einfach unglaublich, dass trotz der Geschehnisse in der Vergangenheit sich nichts ändert. So stimmen viele Fahrgäste, Verbände und Landräte überein, dass es aufgrund einer Reihe von Pannen und Verspätungen ganz legitim sei, die Strecke neu auszuschreiben. Der Chef der Bayerischen Eisenbahngesellschaft weist aber auch darauf hin, dass die Bahn für bestimmte Mängel oft gar nicht selbst verantwortlich sei. So hätte wahrscheinlich auch ein anderer Betreiber Probleme mit bestimmten Triebwagen, wenn die Technik nicht funktioniere. Das eigentliche Problem liegt hier nämlich nicht beim Bahnbetreiber sondern beim Hersteller.

Pro Bahn: Stammtisch zum Schienengüterverkehr auf der Paartalbahn 05-04-2002
Schrobenhausen - Ist der Güterverkehr auf der Paartalbahn am Ende? Das fragt sich der Fahrgastverband Pro Bahn am Dienstag, 9. April, um 19 Uhr im Nebenzimmer der Gaststätte Baurnbräu in Schrobenhausen. Im vergangenen Jahr fand das Projekt „Güterverkehr auf die Paartalbahn!“ statt. Ziel war es, das Güterverkehrsaufkommen im Raum Ingolstadt bis Augsburg wieder verstärkt auf die Schienenstrecke der Paartalbahn zu verlagern. In Zusammenarbeit mit den möglichen Verladern wurden deren Potentiale ermittelt und es sollte sogar ein Probebetrieb stattfinden. Der Abschlussbericht liegt nun vor und das Ergebnis ist ernüchternd: Unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen ist der Güterverkehr auf der Paartalbahn nicht wiederzubeleben. Am Stammtisch werden darüber hinaus werden die Rahmenbedingungen erläutert und diskutiert.

Kinder haben Schottersteine auf Schienen gelegt 03-04-2002
Aichach - Spielende Kinder haben bei Aichach mehrere Steine auf die Gleise gelegt. Wie die Bundesgrenzschutzinspektion (BGS) Augsburg mitteilte, ist eine Regionalbahn bereits vor einer Woche auf der Fahrt von Ingolstadt nach Aichach auf Höhe des Einfahrsignals am Bahnhof Aichach über die Steine gefahren. Eine verständigte BGS-Streife traf kurze Zeit später mehrere Kinder auf einem in Gleisnähe gelegenen Spielplatz an. Ein Kind gab nach eingehender Befragung zu, die Steine auf das Gleis gelegt zu haben. Weder am Zug noch an den Bahnanlagen entstand ein Sachschaden. Die BGS-Inspektion Augsburg weist dennoch auf die Gefahren des Bahnbetriebes hin. Bahnanlagen sind keine Abenteuerspielplätze. Die Steineaufleger können von Zügen erfasst oder durch Steinsplitter erheblich verletzt werden. 

Fahrgast-Verband ProBahn fordert nach einer Serie von Pannen eine Neuausschreibung der Paartalstrecke 29-03-2002
Schrobenhausen - Große Pläne hatte die Deutsche Bahn AG noch vor drei Jahren mit der Paartalbahn zwischen Ingolstadt und Augsburg. In der Zusammenarbeit mit der DB Regio sollte die Bahn als Referenzstrecke beispielhaft ausgebaut und modernisiert werden, doch jetzt wurde eine ernüchternde Bilanz aus Sicht der Fahrgäste und Nutzer gezogen. Nach einer langen Serie von Verspätungen, Zugausfällen und Pleiten, Pech und Pannen auf der Paartalbahn fordert der Fahrgastverband nun einen drastischen Schnitt: Anstelle der DB Regio AG soll ein anderes Verkehrsunternehmen die Bahnlinie vom Ingolstadt nach Augsburg betreiben. Der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu und Landtagsabgeordnete an der Paartalbahn sollen sich dafür einsetzten, die Paartalbahn neu auszuschreiben, so der ProBahn Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen: Mit der Paartalbahn fahren täglich bis zu 5000 Menschen. Die Pendler seien seit der Umstellung auf die neuen Triebwagen wesendlich häufiger von Störungen betroffen als früher. Allein zwischen dem 22. Oktober des vergangenen Jahres und dem 14. März dieses Jahres seien 32 Totalausfälle und 26 Verspätungen bis zu 72 Minuten bekannt geworden. Schuld daran seien die neuen Fahrzeuge, deren Triebwagen extrem empfindlich auf Temperaturschwankungen reagierten. Sie funktionierten einzeln meist nur bei Temperaturen zwischen fünf und 25 Grad, die Kupplung mehrerer Fahrzeuge erweise sich demnach schon als Glücksfall. So könne es schon vorkommen, dass die Fahrgäste einfach stehen gelassen würden, da kein Angestellter mit einer Entscheidungsbefugnis vor Ort sei, der Alternativen wie Taxen oder Busse organisieren könne. Auch die geplante Modernisierung der Haltestellen (einheitliches Erscheinungsbild, behindertengerechter Ausbau der Bahnsteige) belaufe sich, bis auf wenige Ausnahmen, auf einen neuen Anstrich der Gebäude. Ebenfalls kritisierte Pro-Bahn, dass es kein professionelles Krisenmanagement bei Verspätungen gibt. Kurzfristige Ersatzfahrten fehlten ebenso wie ein Fahrgastinformationssystem. Fazit von Pro-Bahn: Der Bahnkonzern lasse kein zeitliches und inhaltliches Konzept erkennen um aus dem Dilemma herauszukommen. Deshalb müsse ein anderer Anbieter eine Chance bekommen. "Wir wollen nicht alles mies machen, aber die Bahn erfüllt ihre Ansprüche nicht", bedauert ProBahn. Deshalb würden sich die Verantwortlichen voraussichtlich schon in den nächsten Tagen mit Bayerns Wirtschaftsminister und Aufsichtsrats-Vorsitzendem der Eisenbahngesellschaft im Freistaat, Otto Wiesheu, und mit Landtagsabgeordneten entlang der Paartalbahn in Verbindung setzen. Ziel sei es, eine Ausschreibung der Zugleistungen auf der Strecke Augsburg-Ingolstadt zu erreichen.

Die Bahn hat große Pläne für den Augsburger Hauptbahnhof 20-03-2002
Augsburg - Der Augsburger Hauptbahnhof soll nach willen der Bahn AG für mehrere Millionen Euro total umgebaut werden. Als erste Konsequenz wurden die Ausbaupläne für die Pferseer Unterführung auf Eis gelegt. Und das, obwohl deren Umbau nach jahrelanger Vorarbeit und Diskussionen kurz bevorstand. Bei beiden Projekten hat die Bahn die Federführung. Die Stadtwerke Augsburg befürchten eine Kostenexplosion. Breitere und zusätzliche Bahnsteige, aufwändige Gleisverlegungen - die Bahn überlegt, wie sie den ältesten deutschen Großstadtbahnhof funktionell verbessern kann. Vorgesehen sind zudem Lifte im Zentralbereich sowie eine neue Überdachung der Bahnsteige. Dabei kam erneut die Alternative ins Gespräch, die Unterführung nach Pfersee quer unter dem Hauptbahnhof-Areal zu ziehen - als Verlängerung der Bahnhofsstraße. Dies bedeutet wiederum das Aus für die Umbauplanung der Pferseer Unterführung, die selbst weit über 50 Millionen Euro kosten sollte. In der Stadtwerke-Spitze spricht man von einer „großen Unsicherheit“ und einem „herben Rückschlag“. Die neuerliche Situation sei ein „gravierender Einschnitt“. Auch die Regierung von Schwaben wurde von den Plänen überrascht - zumal die Bahn bisher eine Tunnelführung unter dem Hauptgebäude abgelehnt hatte. Sprecherin Birgit Brunner: „Nun müssen die Pläne überarbeitet und eine exakte Kostenanalyse gemacht werden.“ Nach Auskunft von Tiefbauamtsleiter Otto Liepert legte die Bahn ihre neuen Vorstellungen bei einem Gespräch mit den Mitarbeitern der Bauverwaltung und der Bahn-Planungsgruppe sowie Vertretern der Ministerien, der Regierung sowie Stadtwerke-Geschäftsführer Reinhold Wenninger vor. Dabei erläuterten die Bahn-Vertreter ihre Pläne: Nach deren Vorstellungen müssten die bisherigen Kopfgleise für Regionalzüge im Süden verschwinden. Als Ersatz wären drei weitere Bahnsteige (10 bis 12) in Richtung westlichem Güterbahnhof vorgesehen. Auch eine alte Forderung von Behindertenverbänden würde erfüllt: Im Mittelbereich sind Lifte geplant. Die Bahnsteige sollen zudem großzügig überdacht werden. Im Rahmen dieser angedachten Modernisierungsmaßnahmen wurde auch ein Schwenk der Unterführung als Verlängerung der Bahnhofstraße mit Verlegung der Trambahn-Haltestellen näher an oder gar in den Bahnhof erneut diskutiert. Liepert: „Über den Daumen gepeilt, wären dafür allein von der Bahn Aufwendungen von 30 bis 40 Millionen Euro zu erbringen.“ Wie es weitergeht, soll nun eine Machbarkeitsstudie ergeben, die die Bauverwaltung und die Projektgruppe der Bahn erstellen werden. Pressesprecherin Bianca Walter von der Bahn AG München: „Zu den Details und Kosten kann man jetzt noch nichts sagen. Vorgesehen ist, gemeinsam mit der Stadt Augsburg eine optimale Lösung zu finden.“ Die Zuschussanträge für die Umgestaltung der Pferseer Unterführung lagen versandfertig in den Schubladen der Stadt. Nach deren Genehmigung wäre ein Baubeginn sofort möglich gewesen. Dennoch hat Liepert das Projekt jetzt gestoppt: „Wir werden nun lediglich die Abwasserkanalrohre in der Unterführung verstärken und etwa zwei Meter tiefer legen, da diese Arbeiten so oder so notwendig sind.“

Anruf-Sammel-Taxi (AST) in Friedberg voller Erfolg - Seit Januar 2002 günstigere Fahrpreise 24-02-2002
Friedberg - Seit dem 10. Juni 2001 gibt es in Friedberg das Anruf-Sammel-Taxi (AST-Linie 209) des Augsbuger Verkehrsverbundes. Was sich in anderen Verbundräumen, wie z. B.  Aichach, Neusäß oder Königsbrunn bestens bewährt hat, zeichnet sich auch für den AST-Verkehr in Friedberg ab. 30 Fahrgäste nahmen im Startmonat Juni 2001 das AST in Anspruch, im Dezember waren es bereits  274 Personen. Ein beachtlicher Zuwachs - und die Tendenz ist steigend. Attraktiver geworden ist das AST-Friedberg auch durch die Einstufung von der Preisstufe 1 Außenraum in die Preisstufe Innenraum, die seit dem 1. Januar 2002 gilt. Betrug der Fahrpreis für einen Erwachsenen bis dahin 2,00 Euro, so sind es jetzt 1,00 Euro. Die Änderung war auf Wunsch der Stadt Friedberg vorgenommen worden, die sich auch bereit erklärt hat, die dadurch bedingten geringeren Einnahmen beim AVV auszugleichen. Die Fahrpreise auf einen Blick: Erwachsene 1,00 EUR, Kinder (6- einschl. 11 Jahre) 0.50 EUR, Zuschlag für Zeitkarteninhaber 0.50 EUR, Freifahrtberechtigte 0.50 EUR. Schülerzeitkarteninhaber und Schwerbehinderte fahren frei. Zur Erinnerung: Was ist und wie funktioniert das AST-Friedberg? Mit dem AST-Friedberg kann man aus dem Raum Ried-Eurasburg-Harthausen-Ottmaring von jeder mit AST gekennzeichneten Bushaltestelle nach Friedberg fahren und an den Haltestellen Marienplatz, Stadthalle, Bahnhof, Münchner Straße und Marquardstraße aus- und zur Rückfahrt einsteigen. Auf Wunsch fährt das AST den Fahrgast sogar bis vor die Haustüre. Wichtig! Das AST fährt nur bei Bedarf und bei rechtzeitiger telefonischer Anmeldung - 45 Minuten vor der im Fahrplan angegebenen Abfahrtszeit - bei Taxi Augsburg eG., Tel. 0821/ 3 50 25 oder 3 63 33. Linienverlauf: AST 209 Friedberg / Paar / Harthausen / Ottmaring / Hügelshart /Eurasburg / Bachern / Ried.

Augsburger Verkehrsverbund legt Wunschzettel für die Paartalbahn vor 20-02-2002
Augsburg/Aichach - Verspätungen beseitigen, den Haltepunkt Friedberg-Paar wiedereröffnen , eine Überholspur bauen und die Bahnsteige behindertengerecht ausbauen - der Augsburger Verkehrsverbund präsentierte am 19.02.2002  im Landratsamt Augsburg viele Ziele für die Paartalbahn. Allerdings gibt es auf dem großen AVV-Wunschzettel auch eine Variable: die Deutsche Bahn AG. Wie sich im Landratsamt Augsburg herausstellte, gehen ohne die Bahn die AVV-Wünsche wohl nicht in Erfüllung. Der AVV weiß ob der Missstände auf der Strecke Augsburg-Ingolstadt, schickt Appelle an die Bahn, diese zu beheben. „Wir stehen permanent bei der DB auf der Matte“, sagt Helmut Hofmann, AVV-Geschäftsführer. Die Fahrgastbeschwerden würden an die Bahn weitergeleitet. Einige Missstände hat der AVV schwarz auf weiß, er hat Regionalbahnhöfe und -haltepunkte unter die Lupe genommen. Im Vordergrund standen die Qualitätsmerkmale „Sicherheit, Sauberkeit“, „behindertengerechte Zugänge“, „Information“. Das Ergebnis: „Der heutige Zustand der Bahnhöfe und Haltepunkte wird den Zielen größtenteils nicht gerecht“, bilanziert Hofmann. An den Haltestellen bis Aichach müssten nach der Studie beispielsweise die Bahnsteige angehoben werden, in Aichach und Obergriesbach seien die Bahnsteige zudem in einem „sehr schlechten Zustand“. Ferner müssten Bushaltehäuschen aufgestellt werden, oder in Obergriesbach eine Uhr und ein Notrufmelder. Diese Maßnahmen sind mit höchster Priorität gekennzeichnet, Hofmann bezweifelt aber, dass die Bahn die Vorschläge bald umsetzt. „Die DB ist willig“, sagt der AVV-Chef, räumt aber ein, dass der Bahn finanziell die Hände gebunden seien. Es komme auf Zuschüsse vom Freistaat an. In Sachen Verspätung der Paartalbahn liegen den Angaben zufolge dem AVV keine Lösungsansätze vor, dennoch hegt Hofmann nach Gesprächen mit der Bahn Hoffnung, „dass sich in den nächsten zwölf Monaten etwas tun wird“. Langfristig komme der Paartalbahn wohl das Überholgleis in Paar, das „wohl erst 2007 realisiert wird“, zugute.

Paartalbahn auf absehbare Zeit nur für den Schienenpersonenverkehr 15-02-2002
Augsburg - Das Projekt der Initiative München, Augsburg, Ingolstadt. (MAI) e.V. „Güterverkehr auf die Paartalbahn!" wurde jetzt abgeschlossen und vom Auftragnehmer Herrn Blaas von den Süddeutschen Consultants, Augsburg dem Wirtschaftsreferenten der Stadt Augsburg, Johannes Hintersberger überreicht. Damit liegen jetzt klare Ergebnisse vor: konkrete, eindeutige Aussagen, die die seit Jahren immer wieder an die verschiedenen Adressaten wie die Lokalpolitik, überörtliche Politik, die Bahn (Netz und Cargo) oder auch an die Verlader gerichteten Forderungen insofern relativieren, als sie allen Beteiligten vor Augen führen, dass der hier gewollte Güterverkehr auf der Schiene nur in einer gemeinsamen Anstrengung zu steigern gewesen wäre, wenn die Rahmenbedingungen hierfür gestimmt hätten. Sowohl der starke LKW-Verkehr auf der B 300 zwischen Augsburg und Ingolstadt als auch das vielfältige und zum Teil große Potenzial schienenaffiner Güter bei Firmen in diesem Raum machte den Ruf nach mehr Schienentransporten erklärlich. Die durchgeführte Untersuchung belegt jedoch, dass dieses Potenzial zur dauerhaften Erzeugung einer Grundlast für den Schienengüterverkehr nicht ausreicht, um gegenüber dem Straßentransport konkurrenzfähig zu sein. Die Kostenstrukturen bestehen zu lange schon zu ungunsten der Schiene, viele Entscheidungen von Betrieben liefen folgerichtig in der Vergangenheit schon gegen die Beibehaltung von Gleisanschlüssen. Und die noch vorhandenen am Schienengütertransport interessierten Unternehmen erzeugen keine ausreichende Transportmenge, um ein konkurrenzfähiges Angebot für den Schienengüterverkehr organisieren zu können. Die vorgefundenen Mengen reichen auch nicht aus, um die Mittel für die Instandhaltung und zum Teil notwendige Wiederherstellung der Infrastruktur zu erwirtschaften. In der Konsequenz hieraus ist es auch niemandem zuzumuten, die nicht mehr genutzte Infrastruktur vorzuhalten. Nach der Privatisierung der Deutschen Bahn muss auch dem zuständigen Geschäftsbereich Netz der DB AG zugestanden werden, die nicht mehr benötigten Gleise und Weichen, insbesondere in Aichach und Schrobenhausen, zurückzubauen und damit den Weg frei zu machen für Neubauten von Außenbahnsteigen und P&R-Stellplätzen zur Verbesserung des ÖPNV. Schließlich werden dadurch auch Neubauten der Bahnübergänge als Unterführungen in optimierter, kostengünstiger Form ermöglicht. „Die Untersuchung zeigte aber auch die vorhandenen Ansätze auf", so Johannes Hintersberger „die eine Ausrichtung des geplanten GVZ’s Augsburg auf die Verbindungen zu den Seehäfen, in das Ruhrgebiet und nach Italien als sinnvoll erscheinen lässt. Die Tragfähigkeit dieser Verkehre für einen dauerhaften wirtschaftlichen Betrieb des GVZ‘s und darin insbesondere des Umschlagterminals müsste jedoch noch in weiteren Arbeiten nachgewiesen werden." Diese Ergebnisse des Projekts zur erhofften Belebung des Schienengüterverkehrs auch auf dem Lande tragen also einerseits dazu bei, dass geplante GVZ Augsburg zu stützen, und sie rechtfertigen andererseits die Rückbauten der Schieneninfrastruktur in Aichach und Schrobenhausen, wodurch kostengünstige Unterführungen aber auch Verbesserungen für den ÖPNV errichtet werden können.

Am Rosenmontag und Faschingsdienstag fahren AVV-Busse wie in den Schulferien. AVV-Kundencenter und AVV-Geschäftsstelle am Faschingsdienstag ab 12.00 Uhr geschlossen.  08-02-2002
Augsburg - Am Rosenmontag, dem 11. Februar und am Faschingsdienstag, dem 12. Februar 2002, verkehren die AVV-Regionalbusse wie in den Schulferien. Am Faschingsdienstag sind das AVV-Kundencenter im Augsburger Hauptbahnhof und die AVV-Geschäftsstelle in der Prinzregentenstraße 2, ab 12.00 Uhr geschlossen. Auskünfte werden an diesem Tag zu den üblichen Geschäftszeiten im Reisezentrum der DB  im Augsburger Hauptbahnhof erteilt sowie rund um die Uhr durch die DB-Fahrplanauskunft  unter der Nummer 0180 599 66 33. Für Fragen, Auskünfte zu sowie die Bearbeitung von AVV-Abonnements steht das AVV-Abo-Center im Augsburger Hauptbahnhof zur Verfügung (Tel.: 0821/50 32 455; Fax 0821/50 32 2216).

Erfolg für Bundesgrenzschutz im Bahnhof Mering: BGS Beamte schnappen Sprayer 22-01-2002
Augsburg - Den Beamten des Bundesgrenzschutzes (BGS) sind in den Morgenstunden des 21.01.02 auf dem Bahnhof in Mering drei schon länger bekannte Graffitisprayer die auch im Zusammenhang mit Farbanschlag auf die Paartalbahn stehen ins Netz gegangen. In Aichach entstand der Deutschen Bahn am Wochenende ein Schaden von 2550 Euro. Ein im Bahnhof über Nacht abgestellter neuer Triebwagen der Paartalbahn wurde besprüht. Die Geduld und Ausdauer der Bundesgrenzschutzinspektion Augsburg haben sich jetzt ausgezahlt: In der Nacht von Montag auf Dienstag wurden drei Sprayer im Meringer Bahnhof auf frischer Tat ertappt, als sie gerade einen Reisezugwagen der Deutschen Bahn AG „verzieren“ wollten. Die drei gefassten Jugendlichen im Alter von 21 bis 23 Jahren stammen aus dem Großraum Augsburg und trieben nach dem Stand der Ermittlungen dort schon länger ihr Unwesen. Die Beamten der Bundesgrenzschutzinspektion Augsburg prüfen jetzt, wieweit der Gruppe weitere Straftaten im Bereich der Sachbeschädigung nachzuweisen sind. Nächtelang waren die Fahnder zuvor im Bahnhof Mering und Aichach auf der Lauer gelegen, bis endlich der erhoffte Zugriff gelang. Wie groß der Gesamtschaden ist, der auf das Konto der festgenommenen Sprayer geht, wird derzeit noch untersucht. Er dürfte sich nach bisherigen Erkenntnissen aber auf mehrere Tausend Euro belaufen. Der Bundesgrenzschutz ermittelt noch. Den Sprayern drohen jetzt erhebliche Gerdstrafen. Neben der Geldstrafe für die Sachbeschädigung, kommen auch noch Kosten für die Reinigung, Ausfallzeiten und Überführungsfahrten des Zuges hinzu. Außerdem werden die Täter wegen so genannter Urkundenunterdrückung angezeigt, da technische Aufzeichnungen am Wagen übersprüht wurden. Die Schadensersatzforderungen belaufen sich dabei auf mehrere tausend Euro pro Zug, hinzu kommen noch Gerichts- und Ermittlungskosten. Wer zur weiteren Aufklärung des Falles beitragen kann, wird gebeten, sich beim Bundesgrenzschutz Augsburg unter der Telefonnummer (0821) 34356-0 zu melden.

Landrat und Fahrgäste beschweren sich über Missstände auf der Paartalbahn 12-01-2002
Schrobenhausen - Zugausfälle, Verspätungen und zuletzt ein liegen gebliebener Triebwagen, dem der „Sprit“ ausgegangen sorgen für Unmut bei Landrat und Fahrgäste auf der Paartalbahn. So sehr, dass sich jetzt Landrat Richard Keßler mit einem Schreiben an die Bahn AG wandte. Die Deutsche Bahn produziert derzeit negative Schlagzeilen auf der Paartalstrecke. Zugausfälle und Verspätungen seien an der Tagesordnung. Besonders betroffen vor allem die Berufspendler, die immer häufiger zu spät am Arbeitsplatz erschienen. Den Höhepunkt bildete nun ein wegen Spritmangels in Edelshausen stehen gebliebener Triebwagen. Landrat Dr. Richard Keßler hat die DB Regio Südbayern und die Bayerische Eisenbahngesellschaft nun aufgefordert, diese Missstände zu beseitigen. "Die Einführung neuer Triebwagen auf der Paartalbahn und der neue Frühzug von Schrobenhausen nach Ingolstadt waren positive Ansätze, die Hoffnung machten auf eine Qualitätssteigerung im regionalen Bahnverkehr und damit letztlich auch auf eine bessere Akzeptanz und Auslastung des ÖPNV. Die aktuellen Vorkommnisse drohen dies nun mit einem Schlag zunichte zu machen", so der Landrat. Er wies auf die Wichtigkeit der Paartalbahn als Verkehrsachse für den Landkreis hin und auf den enormen Imageschaden, den der ÖPNV durch solche Vorkommnisse erleide. "Die Paartalbahn ist für den Landkreis und die Region eine wichtige Verkehrsader. Deshalb muss in kürzester Zeit wieder ein zuverlässiger Betrieb zwischen Augsburg und Ingolstadt stattfinden." Auch der Bahn schmecken die Beschwerden über die Paartalbahn nicht, wie Bayerns Pressesprecherin Daniela Bals auf Anfrage mitteilte. Für die Verspätungen aus Richtung Augsburg macht Bals vor allem die derzeitige Baustelle auf der Bahnstrecke zwischen Augsburg und München bei Augsburg-Hochzoll verantwortlich. Bis auf weiteres müsse daher mit Verspätungen gerechnet werden. Aber auch die frostige Witterung habe den neuen Triebwagen erheblich zu schaffen gemacht. So sei es auch zum Spritmangel eines der Triebwagen vom Typ VT 642 gekommen. Die Kupplungen des Zuges seien über Nacht beheizt worden, um den Kupplungsvorgang reibungslos zu bewerkstelligen. Dabei sei zu viel Diesel verbraucht worden. Das soll künftig nicht geschehen. Wie Bals sagt, seien die Lokführer angewiesen worden, vor Fahrtbeginn den Treibstoff im Tank zu überprüfen.

Panne bei Edelshausen: Zug bleibt wegen Spritmangel liegen 08-01-2002
Edelshausen - Die Tatsache selbst ist bereits eher peinlich, die Ursache nicht weniger: Am Montagabend war ein Nahverkehrszug auf der Strecke von Ingolstadt nach Augsburg bei Edelshausen liegengeblieben. Ursache war Spritmangel. Wie sich nun herausstellte, hatte der Zugführer gar keine Chance, das Problem rechtzeitig zu erkennen, denn die neuen teuren Triebwagen sind nicht mit einer Tankuhr ausgerüstet. Der Regionalzug „21928“ mit Abfahrt am Ingolstädter Hauptbahnhof um 17.13 Uhr musste am Bahnübergang Edelshausen kurz vor Schrobenhausen stoppen, weil ein Autofahrer mit seinem Kleinbus die Schranke demoliert hatte. Als der Triebwagen nach einigen Minuten im Schrittempo weiterrollen sollte, ging gar nichts mehr - der Dieseltank war leer. Die Bahnübergänge bei Edelshausen waren rund eine Stunde blockiert, ehe das Schienenfahrzeug in Richtung Schrobenhausen abgeschleppt werden konnte. Allerdings auch nur unter Schwierigkeiten, weil die Kupplung etwas vereist war. Schließlich informierten die Einsatzkräfte das Personal am Bahnhof Schrobenhausen. Dort wurde ein anderes Schienenfahrzeug in Richtung Ingolstadt geschickt, das den treibstofflosen Zug bis Schrobenhausen abschleppte. Von dort aus ging die Fahrt für die Passagiere dann mit erheblicher Verzögerung weiter. Ein Bahnbediensteter bezeichnete die „Zustände bei der Bahn“ als „mittlere Katastrophe“. Laut Daniela Bals von der DB-Pressestelle Bayern mit Sitz in München ist die Ursache für die höchst ungewöhnliche Havarie relativ einfach: Die Züge wurden wegen der strengen Kälte zur Nacht schon vor Antritt der ersten Fahrt wesentlich stärker beheizt als sonst üblich. Dadurch wurde überdurchschnittlich viel Diesel verbraucht. Der Mann im Führerstand konnte allerdings nicht abschätzen, wieviel, denn die neuen Triebwagen „VT 642“ seien leider nicht mit einer Tankanzeige ausgerüstet, so Bals. Man habe sich auf die bislang geschöpften Erfahrungswerte verlassen, was den Treibstoffverbrauch anbelangt. Den verstärkten Heizbetrieb habe man nicht einkalkuliert, räumt sie ein. Der „VT 642“, wird seit dem vergangenen Jahr auf der Paartallinie zwischen Ingolstadt und Augsburg eingesetzt. Er kostet mehr als eine halbe Million Euro. Weshalb er nicht mit einer Tankfüllstandsanzeige bestückt ist, konnte Bals nicht sagen. Sie betonte aber, dass man aus dem Vorfall vom Montag gelernt, und das Personal inzwischen angewiesen habe, die Tankfüllungen immer wieder zu überprüfen. Technische Mitarbeiter am Ingolstädter Hauptbahnhof sind übrigens sicher, dass der betroffene Triebwagen auch ohne den kurzen Zwangsstopp bei Edelshausen mit der Restmenge Diesel „nie bis Augsburg gekommen wäre“.

In Verkehrsmitteln der VGA und des AVV gibt es nur noch Euro-Fahrscheine 02-01-2002
Augsburg - Die neue Währung hält ganz schnell Einzug bei der Verkehrs-GmbH Augsburg und dem Augsburger Verkehrsverbund (AVV): In Busse und Bahnen werden ab 1. Januar 2002 nur noch Euro-Fahrscheine verkauft. Wer mit D-Mark zahlen möchte, hat Pech. Doch keine Bange: Zuvor in D-Mark erworbene Tickets, egal ob Einzelfahrscheine, Streifenkarten oder Monatskarten, behalten ihre Gültigkeit. Die Fahrer werden ab Dienstag, 1. Januar, nur noch Euro in der Kasse haben. Dies bedeutet für Fahrgäste, dass D-Mark-Scheine und -Münzen nicht mehr angenommen werden. Durch Umrechnungs- und Wechselaktionen könnten ansonsten Fahrpläne und Anschlussverbindungen nicht eingehalten werden, begründet die VGA die Entscheidung. Anders sieht die Situation bei den Fahrkartenautomaten der VGA aus. Da eine Umstellung aller Automaten auf den Euro nicht schlagartig möglich ist, wird bis Ende Dezember ein Drittel der Fahrkarten-Automaten durch neue, eurotaugliche Automaten ersetzt. Diese neuen Geräte gehen am 1. Januar in Betrieb. Im Laufe des Januars werden auch die alten Münzautomaten (D-Mark) durch neue Geräte (Euro) ersetzt. Hier gilt: Bis zum Austausch bleiben die D-Mark-Automaten noch in Betrieb. Aus technischen Gründen ist es aber nicht möglich, dass der Automat D-Mark und Euro annehmen kann. Welche Währung der jeweilige Apparat der VGA annimmt, wird durch einen blauen Aufkleber (Euro) und einen gelben (D-Mark) signalisiert. 17500 Euro kostet ein Euro-Fahrkarten-Automat. Diese Automaten werden gegenwärtig von der Verkehrs-GmbH an den Haltestellen montiert. 136 Automaten werden aufgestellt, dies macht in der Summe eine Investition von 2,5 Millionen Euro.